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Informationen zum Corona-Virus

Auf dieser Seite informieren wir Sie über aktuelle Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus und beantworten häufig gestellte Fragen.

Für Studierende: Häufig gestellte Fragen

Informationen der Fachbereiche und Institute (Link-Liste)

Updates für alle Hochschulangehörigen (chronologisch sortiert)

Nützliche Links

Weitere Informationen für Mitarbeitende und Studierende gibt es zudem per Newsletter.

 

Für Studierende: Häufig gestellte Fragen

(Stand 28. Mai)

I. Fragen rund um das Thema Studium allgemein

II. Fragen rund um das Thema Prüfungen

Liebe Studierende der Universität Osnabrück,

an dieser Stelle möchten wir Ihnen aktuelle Informationen, Antworten und Empfehlungen zu Fragen Ihres Studiums sowie zu Ihren Prüfungen an der Universität Osnabrück geben. Bitte informieren Sie sich zu fachspezifischen Fragestellungen dringend über die Seiten der Fachbereiche!

Wir versuchen, diese Informationen stets auf aktuellem Stand zu halten und möglichst viele aktuelle Fragen, die eine Vielzahl von Ihnen betreffen, an dieser Stelle zu beantworten. Bitte beachten Sie, dass sich somit täglich Änderungen ergeben können.

Im Beschluss aus der Telefonkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 16. April 2020 heißt es: „In der Hochschullehre können neben der Abnahme von Prüfungen auch Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern, unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder aufgenommen werden. Bibliotheken und Archive können unter Auflagen zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen geöffnet werden“. Das sind zunächst gute Nachrichten, denn ab können bestimmte Prüfungs- und Lehrformate wieder in den Blick genommen werden. Der Teufel steckt jedoch im Detail, denn es gilt weiterhin, dass keine Menschenansammlungen entstehen dürfen – und zwar an keinem Ort vor oder in der Universität. Der Infektionsschutz muss darüber hinaus durch klar definierte und besondere, für alle Personen bindende Hygienemaßnahmen gesichert werden, die zeitnah definiert werden.

Dies hat zur Folge, dass

– alle Haupt- und Nebeneingänge der Gebäude der Universität Osnabrück weiterhin und aktuell bis einschließlich 31. Mai 2020 verschlossen sind – jedoch

  • die Möglichkeit, die Campuscard zu validieren bzw. ausgehändigt zu bekommen,  ab dem 4. Mai 2020 im studiOS wieder möglich ist,
  • die Universitätsbibliothek am Standort Alte Münze und die Bereichsbibliotheken Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie Naturwissenschaften / Mathematik werktags wieder geöffnet sind, und zwar bis auf Weiteres für einen auf Ausleihe und Rückgabe für Universitätsangehörige begrenzten Benutzungsbetrieb zu reduzierten Öffnungszeiten,
  • die Mensen und Cafeterien zu bestimmten Zeiten für ein TO-GO-Angebot geöffnet sind.

- Präsenz-Lehre während des Sommersemesters 2020 nur in Ausnahmefällen stattfinden wird,  

- Präsenz-Prüfungen inklusive Promotionsprüfungen nur unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt werden dürfen. 

I. Fragen rund um das Thema Studium  allgemein

Wie viele Leistungspunkte aus dem vorangegangenen Studium müssen im Rahmen einer Masterbewerbung zum Wintersemester 2020/2021 nachgewiesen werden?

Abweichend von den Regelungen in den jeweiligen Zugangs- und Zulassungsordnungen der Masterstudiengänge sind Sie zum Wintersemester 2020/2021 vorläufig zugangsberechtigt, wenn Sie zum Bewerbungszeitpunkt in einem fachlich geeigneten Studiengang mindestens 120 Leistungspunkte erfolgreich erbracht haben und aufgrund des bisherigen Studienverlaufs zu erwarten ist, dass Sie den Abschluss bis zum Ende des ersten Mastersemesters (folglich bis zum 31.03.2021) erlangen werden.

Findet das Sommersemester 2020 überhaupt noch statt?

Eine Änderung/Anpassung der Semestertermine für das Sommersemester 2020 ist nicht geplant. Maßgabe ist, am 20. April 2020 grundsätzlich mit einem digitalen Lehrangebot zu beginnen und dieses Angebot, entgegen der bisherigen Planungen, nicht nur bis zum 1. Mai 2020, sondern während des gesamten Sommersemesters 2020 anzubieten. Dies gilt auch für das Programm für Gasthörer*innen. Lediglich Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume an der Universität erfordern, können unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder aufgenommen werden. Die Entscheidung darüber trifft im Einzelfall das jeweilige Dekanat in enger Rücksprache mit den Lehrenden Ihres Fachbereichs.

Bitte beachten Sie für Ihren jeweiligen Studiengang in jedem Falle für die Hinweise des Fachbereichs. Weitere Hinweise und aktuelle Informationen zu den entsprechenden Beratungs- und Fortbildungsangeboten finden sich auf den Webseiten des Rechenzentrums und des virtUOS

Warum muss der Semesterbeitrag für das Sommersemester 2020 entrichtet werden, wenn grundsätzlich keine Präsenzlehre und/oder -prüfungen stattfinden? 

Für den Besuch einer Universität und für die Partizipation am Lehr- und Prüfungsangebot als solchem, gleich in welcher Form dieses Angebot erfolgt, werden Studierende seit Abschaffung der Studienbeitragspflicht finanziell nicht in Anspruch genommen.

Die Semesterbeiträge von rund 350 € setzen sich zusammen aus

  • 75 Euro Verwaltungskostenbeitrag: Die Universität Osnabrück ist gesetzlich verpflichtet, diesen Beitrag zu erheben, und sie kann davon wiederum nicht autonom und nicht ohne Rechtgrundlage − so z. B. im Falle der Beurlaubung − absehen (§ 11 NHG). Die Serviceleistungen, welche die Universität mit der Erhebung dieses Beitrags zu erbringen hat (vgl. § 11 Absatz 3 NHG), werden auch während der Coronapandemie erbracht und von den Studierenden derzeit besonders in Anspruch genommen. Die Serviceleistungen reichen von der Bereitstellung der FAQ´s bis hin zu lösungsorientierten (Einzelfall-) Entscheidungen im Kontext Immatrikulation, Beurlaubung, Befreiung von Langzeitstudiengebühren, Praktika usw. Auch wenn die Beschäftigten derzeit nicht alle vor Ort sind, ist durch mobiles Arbeiten sichergestellt, dass Anliegen sehr zeitnah und mit dem Blick auf jedwede rechtlich mögliche Lösung bearbeitet werden und dass eine individuelle Beratung u. a. im Studierendensekretariat, in der Zentralen Studienberatung, im International Office und in Prüfungsangelegenheiten weiterhin sichergestellt ist.  
  • 71€ Studentenwerksbeitrag: Ein Beitrag, der gemäß § 70 NHG i. V. m. mit der Beitragsatzung des Studentenwerks ebenfalls verpflichtend zu erheben ist – sofern nicht (geregelte) Gründe ‒ wie u. a. die Beurlaubung  ‒ zur Befreiung von der Beitragspflicht führen können. Das Studentenwerk erhebt diesen Beitrag zur Erfüllung seiner Aufgaben, die zweifelsohne auch während der Coronapandemie anfallen und erfüllt werden.
  • 207,55€ Studierendenschaftsbeitrag, in dem das "Semesterticket Bus/Bahn" in Höhe von 190,05 Euro enthalten ist. Dieses kann, wie sich aus den  FAQs ergibt, auch derzeit genutzt werden.

Ist die Erreichbarkeit des Studierendenservice sichergestellt?

Sofern Anliegen rund um das Studium nicht bereits durch die FAQs beantwortet werden , besteht die Möglichkeit, sich unter + 49 541 969 7777 an die Infoline im StudiOS zu wenden oder Anfragen an studios@uni-osnabrueck.de zu richten. Auch  an studierendensekretariat@uni-osnabrueck.de gerichtete Anfragen werden selbstverständlich beantwortet. Die Mitarbeiter*innen des Studierendensekretariats und der Info-Line bemühen sich, Ihre Anfragen ohne größere Reibungsverluste zu bearbeiten, bitten aber schon jetzt um Nachsicht, wenn dies aufgrund des erhöhten Aufkommens etwaig nicht im gewohnten Maße und Umfang erfolgt. Entsprechendes gilt für die Beantwortung Individueller Fragen zu Prüfungen durch die Mitarbeiter*innen des jeweils zuständigen Prüfungsamts bzw. durch die jeweiligen Prüfer*innen.

Können Anträge per E-Mail beim Studierendensekretariat eingereicht werden?

Ja, Anträge können per E-Mail eingereicht werden. Sofern Formulare für die jeweiligen Anträge zur Verfügung stehen (z. B. für Beurlaubung), sind diese zu nutzen, zu unterschreiben und im pdf-Format im Anhang einer E-Mail an studierendensekretariat@uni-osnabrueck.de zu senden.

Kann die Campuscard validiert und ausgegeben  werden?

Die Campuscard kann ab dem 4. Mai 2020 Montag bis Donnerstag von 10.30 Uhr bis 14.30 Uhr und Freitag von 10.30 Uhr bis 14.00 Uhr im StudIOS wieder validiert bzw. ausgegeben werden. Die Studierenden haben die dort getroffenen Schutzmaßnahmen zu beachten und werden dringend gebeten, sowohl vor als auch im StudiOS

  • Gesichtsmasken zu tragen,
  • das Wegeleitsystem zu beachten
  • den ausgewiesenen Sicherheitsabstand zu wahren.

Sie werden dringend gebeten sich abzustimmen, damit die Warteschlangen vor dem studIOS nicht zu lang werden!! Mehr als fünf Personen dürfen sich nicht geleichzeitig im studIOS aufhalten. Eine Beratung am Info-Point findet derzeit nicht statt!

Hinweis: Nach aktueller Information der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) erkennt diese bis auf weiteres die Immatrikulationsbescheinigung als Semesterticket an.  Sofern es hier dennoch zu Problemen kommt, wenden Sie sich bitte zunächst an den AStA, da dieser Vertragspartner der Verkehrsbetriebe ist. Update des AStA: Im April können Studierende auch das landesweite Semesterticket benutzen: Dazu gilt im April eine Immatrikulationsbescheinigung in Kombination mit einem gültigen Lichtbildausweis als Fahrtberechtigung, ähnlich wie im Bereich der  VOS! Zur Info des Landesweiten Semestertickets

Werden Bescheinigungen für Krankenkassen, Rentenversicherungsanstalten etc. ausgestellt?

Aufgrund der derzeitigen Situation werden die üblichen Bescheinigungen für Krankenkassen und Rentenversicherungsanstalten nicht ausgedruckt und per Post versandt. Die Versendung erfolgt zunächst bis zum 29. Mai 2020 nur digital im pdf-Format. Der zusätzliche Versand einer Printfassung erfolgt nach dem 29. Mai 2020 nur auf explizite Anforderung.

Wie muss der Nachweis einer Behinderung oder schweren Erkrankung mit studienzeitverlängernden Auswirkungen im Rahmen des Antrags auf Erlass der Langzeitstudiengebühren erfolgen?

Informationen zum Thema Langzeitstudiengebühren erhalten Sie unter diesem Link.

Sofern ein amtsärztliches Attest aufgrund der derzeitigen Überlastung der dafür zuständigen Stellen nicht vorgelegt werden kann, werden Langzeitstudiengebühren erlassen, wenn die Fortdauer bzw. das Vorliegen einer schweren Krankheit mit studienzeitverlängernder Auswirkung durch Übersendung eines einfachen ärztlichen Attests im pdf-Format an studierendensekretariat@uni-osnabrueck.de nachgewiesen wird. Das amtsärztliche Attest ist unverzüglich, spätestens jedoch bis zum 30. September 2020, nachzureichen. Sollte die Vorlage nicht bis zum 30. September 2020 erfolgen, werden die Langzeitstudiengebühren für das Sommersemester 2020 sofort fällig. Eine Rückmeldung zum Wintersemester 2020/2021 erfolgt nur, wenn neben den üblichen Beiträgen und Gebühren des Wintersemesters 2020/2021 auch ein Zahlungseingang der Langzeitstudiengebühren für das Sommersemester 2020 zu verzeichnen ist. Sofern bereits eine Mahnung zur Erhebung der Langzeitstudiengebühren für das Sommersemester 2020 ergangen ist, gilt das zuvor Geschriebene entsprechend.

Welche Fristen gelten zur Einreichung des Bachelorzeugnisses bei vorläufiger Mastereinschreibung?

Sofern im Wintersemester 2019/2020 aufgrund des fehlenden Bachelorabschlusses bzw. gleichwertigen Abschlusses lediglich eine vorläufige Einschreibung im Masterstudiengang erfolgt ist, wird in Abänderung des Zulassungsbescheides die Frist zur Vorlage des Bachelorabschlusses bzw. gleichwertigen Abschlusses wie folgt geändert:

  1. Der Bachelorabschluss bzw. gleichwertige Abschluss muss spätestens bis zum 30. September 2020 erlangt werden. Die vorläufige Zugangsberechtigung erlischt, wenn der Bachelorabschluss bzw. gleichwertige Abschluss nicht bis zum vorgenannten Datum erlangt worden ist, d. h. nicht alle für den Abschluss erforderlichen Leistungen vorliegen.
  2. Sofern der Bachelorabschluss bzw. gleichwertige Abschluss bis zum 30. September 2020 erlangt worden ist, ist das Zeugnis über diesen Abschluss bis spätestens 15. Oktober 2020 im Studierendensekretariat der Universität Osnabrück vorzulegen. Mit der fristgerechten Vorlage erfolgt eine endgültige Einschreibung in den Masterstudiengang.
  3. Wird das Zeugnis nicht bis zum 15. Oktober 2020 vorgelegt und hat die/der Studierende dies zu vertreten, wird diese/dieser mit Ablauf dieser Frist kraft Gesetzes exmatrikuliert. Soll die gesetzliche Folge durchbrochen werden, muss die/der Studierende gegenüber dem Studierendensekretariat fristgerecht vortragen, warum die fehlende Zeugnisvorlage von ihr/ihm nicht zu vertreten war.
  4. Die ergänzenden Informationen zur vorläufigen Zugangsberechtigung bzw. vorläufigen Einschreibung in einen Masterstudiengang bei fehlendem Bachelorabschluss unter diesem Link sind weiterhin zu beachten

    Derzeit wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass Bewerber*innen, die aufgrund ausgefallener Prüfungen aus dem Wintersemester 2019/2020 aufgrund der Corona-Krise keine 150 Leistungspunkte zum Bewerbungsende für das Wintersemester 2020/2021 nachweisen können, keine Nachteile entstehen. Sobald  hier eine genehmigungsfähige  Lösung gefunden worden ist, wird dies in den FAQs veröffentlicht.

Kann ein Antrag auf Beurlaubung für das Sommersemester 2020 noch zurückgezogen werden, obwohl die Beurlaubung bereits bewilligt wurde?

Es ist möglich, den bereits bewilligten Antrag auf Beurlaubung für das Sommersemester 2020 noch zurückzuziehen. Ein entsprechender Antrag ist formlos bis zum 31. Mai 2020 per E-Mail an studierendensekretariat@uni-osnabrueck.de zu richten. Eine Rückmeldung  für das Sommersemester 2020 erfolgt aber erst, wenn der vollständige Semesterbeitrag auf dem Konto der Universität Osnabrück eingegangen ist.  

Was müssen zugelassene aber noch nicht eingeschriebene ausländische Studierende beachten?

Ausländische Studierende, die eine Zulassung zum Studium für das Sommersemester 2020 für ein Studium an der Universität Osnabrück erhalten, sich jedoch aufgrund der aktuellen Situation nicht eingeschrieben haben, haben die Möglichkeit, sich zum Wintersemester 2020/2021 ohne erneute Bewerbung für den gewünschten Studiengang an der Universität Osnabrück einzuschreiben. Die betroffenen Studierenden sollten bis zum 15. April 2020 per E-Mail Kontakt mit dem studentsoffice@uni-osnabrueck.de aufnehmen, wenn Sie eine „Verschiebung“ Ihrer aktuellen Zulassung für das Sommersemester 2020 in das Wintersemester 2020/2021 wünschen. Eine über das Wintersemester 2020/2021 hinausgehende  „Verschiebung“ der für das Sommersemester 2020 erteilten Zulassung ist nicht möglich.

II. Fragen rund um das Thema Prüfungen

Welche Präsenzprüfungen dürfen im Sommersemester 2020 überhaupt durchgeführt werden?

  • Mündliche Einzelprüfungen können unter hohen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden. Zu beachten ist, dass mündliche Prüfungen in Einzelfällen in Eigenverantwortung des Fachs auch digital stattfinden können, so z. B. bei etwaiger Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe.  Eine Verpflichtung seitens der Prüfern*innen zur Durchführung von Videokonferenzen besteht grundsätzlich aber nicht.
  • Präsenzprüfungen in Gruppen (Klausuren) werden im Sommersemester die Ausnahme bleiben, da sie ein sehr hohes Sicherheitsrisiko bergen. Dabei werden Wiederholungsprüfungen bzw. zweite Prüfungstermine, die zum WS 19/20 gehören, Vorrang haben, damit das Wintersemester abgeschlossen werden kann und es nicht zu Studienzeitverlängerungen kommt. Alle Prüfungen, die ohnehin digital oder ohne Präsenz stattfinden können, werden als solche geplant und durchgeführt.
  • Etwaige Präsenzprüfungen müssen unter hohen Schutzmaßnahmen und Einhaltung strenger Hygienevorschriften stattfinden. Ein Sicherheits- und Hygienekonzept wird bis zum 4. Mai vorliegen und Maßnahmen wie Abstandsregelungen, Desinfektion/Hygiene, ggf. Handschuh- und Mundschutzpflicht in den Blick nehmen.
  • Aktuell ist die Ergänzung der APO um eine Sonderregelung in Arbeit, in der u. a. geregelt werden soll, wer bei einer festgestellten erheblichen Beeinträchtigung des Universitätsbetriebs von der Prüfungsordnung bzw. Modulbeschreibung abweichende Regelungen treffen darf − insbesondere bzgl. der Änderung von Prüfungsformen studienbegleitender Prüfungsleistungen, Prüfungsvorleistungen, Studiennachweisen, Umstellung auf digitale Prüfungen etc. Gleichzeitig ist zur Gleichbehandlung aller Studierenden die Regelung bestimmter Rahmenbedingungen vorgesehen.
  • Sobald diese Änderung, die unter Einhaltung des vorgeschriebenen Gremienweges (d. h. unter Beteiligung der Fachbereichsräte, der Zentralen Studienkommission, des Senats und des Präsidiums) beschlossen werden soll, in Kraft ist, wird auch an dieser Stelle darüber informiert.

Sollen Studierende sich von den betroffenen Präsenzprüfungen selbst abmelden?

Nein, Studierende sollen sich nicht selbst von den Präsenzprüfungen abmelden. Die Abmeldung von Präsenzprüfungen wird durch die jeweils zuständigen Prüfungsämter der Fachbereiche vorgenommen. Davon betroffen sind allerdings nur eindeutig betroffene und im Rahmen der Prüfung hinterlegte Prüfungsformen, d. h. Klausuren, mündliche Prüfungen, Referate oder (künstlerische) Präsentationen.

Besteht die Möglichkeit, zu anderen Prüfungsformen zu wechseln?

Siehe Erläuterungen zur Frage „Welche Präsenzprüfungen dürfen im Sommersemester 2020 überhaupt durchgeführt werden?“ >>

Werden Online-Prüfungen/Videokonferenzen angeboten?

Siehe Erläuterungen zu Frage 1

Besteht Anwesenheitspflicht bei Lehrveranstaltungen?

Die derzeit gültige Leitlinie für die Anwesenheitsregelungen der Universität Osnabrück behält ihre Gültigkeit grundsätzlich auch unter den besonderen Bedingungen des Sommersemesters 2020 der digitalen Lehre:  So ist die Anwesenheitspflicht in einigen Modulen an der Universität Osnabrück vorgesehen, indem diese als Bestehensregelung die regelmäßige erfolgreiche Teilnahme an den Lehrveranstaltungen explizit ausweisen und begründen. Dies ist grundsätzlich nach dem Niedersächsischen Hochschulgesetz (NHG) zulässig, da nach § 7 Abs. 4 S. 1 NHG Studien- und Prüfungsordnungen eine Verpflichtung der Studierenden zur Anwesenheit in Lehrveranstaltungen vorsehen dürfen, wenn diese erforderlich ist, um das Ziel einer Lehrveranstaltung zu erreichen.

Wegen der zum Teil erschwerten Bedingungen, an virtuellen Lehrveranstaltungen teilzunehmen, sollte ‒ so auch der Wunsch der Mitglieder der Ständigen Zentralen Studienkommission (ZSK) ‒ ein unentschuldigtes Fehlen, über die meist zugestandenen zwei Termine hinaus, in diesem Semester nicht zu negativen Konsequenzen für die Studierenden führen. Dem sollte so weit wie möglich nachgekommen werden. Die Studierenden sind jedoch gehalten, der oder dem jeweiligen Lehrenden die technisch begründete Abwesenheit noch während der laufenden Lehrveranstaltung per Mail mindestens anzuzeigen. Module, die als Studienleistung die regelmäßige erfolgreiche Teilnahme ausweisen, sind bei nicht möglichem Erbringen mit den Studierenden rechtzeitig zu besprechen; gegebenenfalls können Ersatzleistungen ermöglicht werden.

Werden Bearbeitungszeiten von Abschlussarbeiten, Hausarbeiten, Referaten mit Ausarbeitung etc. verlängert?  

Alle Möglichkeiten sollten im Sinne der Studierenden ausgeschöpft werden. Zur Orientierung Nachfolgendes:

Abschlussarbeiten ‒ Fristverlängerungen für die Abgabe von Abschlussarbeiten können gewährt werden, wenn z. B. Literatur durch Schließung der Bibliotheken nicht mehr in Print-Fassung vor Ort ausgeliehen werden kann. Informieren Sie sich bei der Universitätsbibliothek weiterhin über alternative Möglichkeiten zur Bereitstellung von Print-Literatur. Verlängerungsoptionen gelten grundsätzlich auch für Arbeiten, die auf aktuellen Datenerhebungen basieren, die in vielen Bereichen derzeit nicht mehr möglich ist. In diesen Fällen kann gegebenenfalls auch eine Nachjustierung des Themas erfolgen. Experimentelle Arbeiten können bei Bedarf durch Literaturarbeiten ersetzt werden. Anträge auf Fristverlängerung und Änderung des Themas sind formlos an das für das jeweilige Fach zuständige Prüfungsamt zu stellen. Weiteres regelt der jeweils für das betreffende Fach zuständige Fachbereich.

Hausarbeiten, Referate mit Ausarbeitung etc. – Im Wesentlichen gelten die Ausführungen zu den Abschlussarbeiten. Hier ist jedoch insbesondere zu prüfen, inwieweit die Schließung der Bibliotheken Konsequenzen für das Thema der jeweiligen Arbeit hat. Seitens der Prüfer*innen ist ebenfalls zu erwägen, ob es nicht möglich ist, auch auf Grundlage eingeschränkter Literatur eine gute oder auch sehr gute Hausarbeit zu schreiben, in der die Studierenden zeigen, dass sie über die angestrebten Kompetenzen verfügen (beispielsweise sofern es sich um die letzte Leistung handelt und sich eine Verlängerung studienzeitverlängernd auswirken würde).

Welche Vorgaben bestehen zu Layout/Form von Abschlussarbeiten, Hausarbeiten etc. ?

In der Regel sind Abschlussarbeiten in gedruckter und gebundener Form abzugeben. Sollte die Einhaltung der Form derzeit nicht möglich sein, ist die Arbeit fristwahrend (zunächst)  inklusive der Erklärung über die selbständige Abfassung der Bachelor- bzw. Masterarbeit als PDF-Dokument einzureichen. Die gedruckte und gebundene Form sowie die weiteren erforderlichen Unterlagen sind in angemessener Frist nachzureichen. Entsprechendes gilt auch für Hausarbeiten oder Referate mit Ausarbeitung.

Werden Abschlussdokumente aus- und zur Verfügung gestellt?

Aufgrund der derzeitigen Situation können Zeugnisse gfl. weder in der erforderlichen Form ausgestellt noch zugesandt werden. Die für die Unterzeichnung der Zeugnisse zuständigen Stellen werden auf formlosen Antrag, der an das für das jeweilige Fach zuständige Prüfungsamt des jeweiligen Fachbereichs oder an das Mehrfächerprüfungsamt PATMOS zu richten ist,  auf diesen Umstand explizit hinweisen und unter Angabe des Studiengangs und unter Ausweisung der Abschlussnote den erfolgreichen Abschluss bestätigen. Es wird zudem bestätigt, dass das Abschlusszeugnis ausgehändigt wird, sobald der Normalbetrieb dies wieder zulässt. Beigefügt wird zudem der Nachweis zum Prüfungsverlauf, der im universitären System hinterlegt ist. Anschreiben und Leistungsübersicht werden den Antragsstellenden sodann digital im pdf-Format zur Verfügung gestellt.

Zu den verlängerten Einreichfristen der Masterzeugnisse für das Einstellungsverfahren in den Vorbereitungsdienst für die Lehrämter der allgemeinbildenden Schulen zum ersten Schulhalbjahr des Schuljahres 2020/2021 siehe auch: https://www.mk.niedersachsen.de/download/128257

Welche Regelungen gelten hinsichtlich Praktika?

Schulpraktika, die durch Schließung der Schulen abgebrochen werden mussten, sowie außerschulische Praktika, die coronabedingt nicht vollständig absolviert werden konnten, werden nicht fortgesetzt. Informationen, u. a. über etwaig zu erbringende Ersatzleistungen, erteilen die jeweiligen Praktikumsbeauftragten. Genauere Informationen zu Schulpraktika sind abrufbar beim Zentrum für Lehrerbildung (ZLB)  Auskunft erteilen auch die jeweiligen Ansprechpartner*innen im ZLB.

Hinweis: Der zu GHR300 gehörige Praxisblock ist bislang nicht abgebrochen, sondern zunächst bis auf weiteres ausgesetzt worden.

Welche Vorgaben bestehen zum Layout/Form von Dissertationen?

Dissertationen können ebenfalls als PDF-Dokument eingereicht werden.

 


 

Informationen der Fachbereiche und Institute

Wir haben an dieser Stelle die Links zu den spezifischen Informationen der Fachbereiche zusammengetragen (sofern vorhanden). Sollte die Liste unvollständig sein, bitten wir Sie um eine E-Mail mit Link an die Onlineredaktion der UOS.

FB 1 Prüfungsamt Kultur- und Sozialwissenschaften
FB 1 Institut für Geographie
FB 1 Fachgebiet Kunst/Kunstpädagogik
FB 1 Kunsthistorisches Institut
FB 1 Historisches Seminar
FB 1 Institut für Sozialwissenschaften
FB 1 Textiles Gestalten
FB 3 FAQ-Liste Erziehungs- und Kulturwissenschaften
FB 3 Institut für Erziehungswissenschaft
FB 3 Institut für Evangelische Theologie
FB 3 Institut für Islamische Theologie
FB 3 Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
FB 3 Fachgebiet Sachunterricht
FB 3 Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften
FB 4 Physik
FB 5: Biologie/Chemie
FB 6 Mathematik/ Informatik
FB 7 Sprach- und Literaturwissenschaft
FB 7 Institut für Anglistik und Amerikanistik
FB 7 Institut für Germanistik
FB 8 Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB)
FB 8 Institut für Psychologie
FB 9 Wirtschaftswissenschaften
FB 10 Rechtswissenschaften
Institut für Kognitionswissenschaft (IKW)

 


 

Updates für alle Hochschulangehörigen

Update 29. April

Information für Mitarbeitende zur Maskenpflicht

Die Diskussion um das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes haben wir sicherlich alle mit großem Interesse verfolgt. Bundesweit hat sich nun die Verpflichtung zum Tragen des Schutzes in bestimmten öffentlichen Räumen durchgesetzt. In den vergangenen Tagen haben wir daher verständlicherweise Anfragen erhalten, ob auch in der Universität ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss.

Solange Gebäude der Universität grundsätzlich geschlossen sind und nur ein Kontakt mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im eigenen Arbeitsbereich stattfindet, gibt es in diesen Bereichen keine Verpflichtung, sich mit einem Mund-Nasen-Schutz zu bedecken. Hier sorgen die Regelungen zum Arbeitseinsatz und zur Arbeitszeit vom 16. April 2020 für einen guten Schutz.

Anders sieht die Situation aus, wenn in bestimmten definierten Bereichen der Universität Studierende oder andere Personen der nicht-universitären Öffentlichkeit, wie z.B. im Uni-Shop und dem Infopoint (StudiOS) ab dem kommenden Montag wieder Zutritt haben. In diesen Bereichen werden Menschen in wechselnden Konstellationen aufeinandertreffen, analog zu Kontakten in Geschäften und anderen Bereichen, in denen nun eine Verpflichtung zum Mund-Nasen-Schutz besteht. Wir haben daher beschlossen, unsere Studierenden, aber auch andere Personen zum Tragen eines Schutzes zu verpflichten, wenn sie diese Bereiche betreten. Dies gilt auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und studentischen Hilfskräfte in diesen Bereichen.

Die Mail an die Studierenden im Wortlaut lesen Sie unten. Bitte lassen Sie uns alle – auch im eigenen Interesse – darauf achten, dass alle Personen in sensiblen Bereichen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Sofern Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Leiterin des Präsidialbüros Frau Claudia Kirchner (Email: Claudia.Kirchner@uni-osnabrueck.de).

Bleiben Sie gesund!

Für das gesamte Präsidium
Susanne Menzel-Riedl

 

Information für Studierende zur Maskenpflicht

auch in Niedersachsen wurde, wie Sie wissen, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Einkaufen, beim Betreten öffentlicher Gebäude und bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs verpflichtend eingeführt. Universitäten sind nicht explizit in diese Regelung eingeschlossen. Ab Montag, den 04.05.2020 werden allerdings die Universitätsbibliothek, der Infopoint (StudiOS) und der Uni-Shop wieder geöffnet sein und es ist mit einem erhöhten Publikumsverkehr zu rechnen.

Wir haben im Präsidium daher beschlossen, an Orten mit hohem Publikumsverkehr und überall dort, wo an der Universität wechselnde Konstellationen von Menschen aufeinandertreffen und damit das Infektionsrisiko steigt, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zur Pflicht zu machen. (Diese Regelung betrifft entsprechend nicht unsere Mitarbeitenden in festen Teams in Gebäuden und ohne Publikumsverkehr.)

Ich möchte Sie, liebe Studierende, deshalb bitten, einen solchen Schutz zu tragen, wenn Sie diese Bereiche betreten, um damit Ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie die Mitarbeitenden der Universität zu schützen. Natürlich ist es möglich, dass Sie als Schutz Schals, Tücher, Buffs oder auch selbst hergestellte Masken verwenden. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Ihnen unsere Mitarbeitenden – analog zu den Regelungen u.a. in Geschäften und dem ÖPNV – ohne einen solchen Mund-Nasen-Schutz den Zutritt verwehren dürfen. Bitte bedenken Sie aber auch: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes darf uns nicht nachlässig werden lassen! Halten Sie daher immer ausreichend Abstand zu Ihren Mitmenschen und beachten Sie die Hygienevorgaben – waschen Sie Ihre Hände regelmäßig.

Ich darf Ihnen verraten, dass ich es selbst überhaupt nicht mag, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, obwohl ich einige wunderbare selbstgemachte Exemplare erhalten habe. Auch verfolgen wir im Präsidium die kritische Diskussion um den Mund-Nasen-Schutz sehr genau. Aber lassen Sie uns die Maßnahme nun als ein Zeichen der Solidarität begreifen gegenüber den Menschen, die besonders schutzbedürftig sind – und für die, die für uns alle die Stellung halten! Machen wir die Uni etwas bunter in diesen anstrengenden Zeiten! Ich bin auf jeden Fall dabei.

Viele Grüße

Susanne Menzel-Riedl

Update 21. April

Auf der Webseite der Landesregierung finden Sie die Niedersächsische Verordnung vom 17. April 2020 zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus.

Update 17. April

Infos für Studierende zu neuen Vorgaben: Lockerungen mit Teufel im Detail

Liebe Studierende,

es ist kompliziert. Wir alle haben die für Mittwoch angekündigten neuen Informationen der Bundes- und Landesregierung zum Umgang mit der Corona-Krise mit Spannung erwartet. Seit Mittwochabend ist nun klar, dass zwar eine teilweise Lockerung einzelner bislang bestehender Schutzmaßnahmen zeitnah erfolgen soll. Dennoch bleibt der Umgang mit der Pandemie eine große Herausforderung. Die aktuell feststellbare Verlangsamung der Infektionsketten zeigt, dass die ergriffenen strikten Maßnahmen der vergangenen Wochen notwendig und auch erfolgreich waren. Die Infektionsrate konnte gesenkt werden; eine Überlastung unseres Gesundheitssystems ist bislang ausgeblieben. Dennoch: Die Situation bleibt kritisch und die nun mühsam erzielten Teilerfolge können durch Leichtsinnigkeit schnell zurückgeworfen werden.

Es ist davon auszugehen, dass die derzeitigen Einschränkungen nur schrittweise aufgehoben werden können und uns Vorkehrungen zum Infektionsschutz noch lange Zeit begleiten werden. Grundsätzlich gilt: Jede Lockerung von Maßnahmen bedeutet ein Risiko und darf nur umgesetzt werden, wenn dieses Risiko größtmöglich reduziert wird – und die Inkaufnahme des stets verbleibenden Risikos tatsächlich gerechtfertigt ist. Für uns an der Universität heißt das: Es gibt tatsächlich Hoffnung - aber keinen Freifahrtschein.

Im Beschluss aus der Telefonkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am Mittwochabend heißt es: In der Hochschullehre können neben der Abnahme von Prüfungen auch Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern, unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder aufgenommen werden. Bibliotheken und Archive können unter Auflagen zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen geöffnet werden.

Das sind zunächst gute Nachrichten, denn ab Mai können wir Prüfungen und ganz bestimmte Lehrformate wieder als Präsenzveranstaltungen in den Blick nehmen. Der Teufel steckt jedoch im Detail, denn wir sind als Universität dafür verantwortlich, dass es zu keinem erhöhten Infektionsrisiko kommt. Das Risiko muss stets im Blick behalten werden und dessen Vermeidung handlungsleitend sein. Das bedeutet insbesondere, dass keine Menschenansammlungen und Hygieneengpässe entstehen dürfen – und zwar nirgends in der Universität. Gar nicht so einfach.

Gemäß den oben angeführten Vorgaben werden wir zeitnah in ein digitales Semester starten; das bedeutet, dass grundsätzlich alle Veranstaltungen jenseits der oben definierten Ausnahmen, besonders Vorlesungs- und Seminarangebote, in diesem Sommersemester ausschließlich digital stattfinden können. Für den Zugang zu Literatur aus der Bibliothek erarbeiten wir bis zum 4. Mai ein Konzept, damit Sie auf Ihre Fachliteratur zugreifen können.

Die oben genannten Praxisveranstaltungen in speziellen Labor- bzw. Arbeitsräumen dürfen im Sommersemester 2020 nur in Ausnahmefällen und unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden. Die Entscheidung darüber trifft im Einzelfall das jeweilige Dekanat in enger Rücksprache mit den Lehrenden Ihres Fachbereichs.

Mündliche Einzelprüfungen können unter hohen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden.
Präsenzprüfungen in Gruppen (Klausuren) werden im Sommersemester die Ausnahme bleiben, da sie ein sehr hohes Sicherheitsrisiko bergen. Dabei werden Wiederholungsprüfungen bzw. zweite Prüfungstermine, die zum WS 19/20 gehören, Vorrang haben, damit das Wintersemester abgeschlossen werden kann und es nicht zu Studienzeitverlängerungen kommt. Alle Prüfungen, die ohnehin digital oder ohne Präsenz stattfinden können, werden als solche geplant und durchgeführt. Detaillierte Informationen zu den Regelungen zu möglichen Änderungen von Prüfungsformen finden Sie  in den FAQs auf dieser Seite.

Es wird dafür Sorge getragen, dass die wenigen Präsenzprüfungen und Praxisveranstaltungen unter hohen Schutzmaßnahmen und Einhaltung strenger Hygienevorschriften stattfinden werden. Ein Sicherheits- und Hygienekonzept wird bis zum 4. Mai vorliegen und Maßnahmen wie Abstandsregelungen, Desinfektion/Hygiene, ggf. Handschuh- und Mundschutzpflicht in den Blick nehmen. Wir sind dabei auch auf Ihre Unterstützung angewiesen und möchten Sie bitten, die Vorgaben zur Hygiene - insbesondere die Abstandsregeln - außerordentlich gewissenhaft einzuhalten.

Über das Stattfinden von Prüfungen und Lehrveranstaltungen wie auch die Rahmenbedingungen werden Sie durch Ihre Dekanate und Lehrenden informiert. Bitte versuchen Sie diesen Zeitpunkt abzuwarten, denn eine plötzliche Flut von Anfragen können die Dekanate nicht bewältigen. Wir versuchen alles zu ermöglichen, damit Sie trotz der Ausnahmesituation weiterhin Credits erwerben und Ihr Studium abschließen können! Sollten Sie sich Sorgen um Ihre Gesundheit machen oder zu einer Risikogruppe gehören, werden wir auch für diese Situation eine Lösung finden. Keine Studierende und kein Studierender sollen einen Nachteil erfahren, wenn er oder sie in dieser besonderen Ausnahmesituation nicht zur Prüfung erscheint.

Es ist vollkommen klar, dass diese Situation einerseits mehr Spielräume bietet, andererseits eine erneute große Herausforderung für Sie und uns alle bedeutet. Es bleibt zu befürchten, dass uns derartige Herausforderungen noch viele Monate lang begleiten werden. Nun ist die Entscheidung zu grundsätzlich digitalen Vorlesungen und Seminaren gefallen; das mag im Einzelfall schwierig sein, gibt Ihnen aber zumindest Planungssicherheit. Laborpraktika und experimentelle Übungen müssen nun auf den Prüfstand – aber sie können grundsätzlich stattfinden. Prüfungen werden sorgfältig und aufwändig organisiert werden müssen – aber sie können durchgeführt werden! Bei allen Belastungen: Damit sind wir wieder ein großes Stück weiter!

Ich kann nicht enden, ohne Ihnen erneut für Ihr unermüdliches Engagement und Verständnis zu danken. So schwierig die Zeiten sind – dank Ihrer Geduld konnten wir umsichtig planen. Ihr so oft ungebrochener Optimismus hilft, viele Schwierigkeiten zu überwinden. Danke dafür.

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich.

Für das gesamte Präsidium

Susanne Menzel

Update 16. April

Neue Vorgaben: Lockerungen mit Teufel im Detail

Wir alle haben die für gestern angekündigten neuen Informationen zum Umgang mit der Corona-Krise mit Spannung verfolgt. Am Abend haben wir dann von der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten erfahren, dass eine teilweise Lockerung einzelner bisheriger Maßnahmen zeitnah erfolgt bzw. in Aussicht gestellt wird. Es wird trotzdem deutlich, wie schwierig der Umgang mit der COVID-19 Pandemie ist und bleibt.

Eines ist klar: Auch die ergriffenen strikten Maßnahmen der vergangenen Wochen haben die Zunahme der Infektionen und Todesfälle nicht verhindern können. Allerdings wurden die Infektionsketten verlangsamt und so eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert – ein wichtiger Erfolg. Der Kampf ist aber nicht gewonnen: Wir können, so formuliert der Beschluss, nicht zum gewohnten Leben der Zeit vor der Epidemie zurückkehren, sondern wir müssen lernen, wie wir für eine längere Zeit mit der Epidemie leben können. Jede Lockerung in jeglichem Bereich des täglichen Lebens bedeutet ein Risiko und darf nur umgesetzt werden, wenn dieses Risiko größtmöglich reduziert wird – und die Inkaufnahme eines verbleibenden Risikos tatsächlich gerechtfertigt ist. Für uns an der Universität heißt das: Es gibt Hoffnung, aber keinen Freifahrtschein.

Im Beschluss aus der gestrigen Telefonkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder heißt es: In der Hochschullehre können neben der Abnahme von Prüfungen auch Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern, unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder aufgenommen werden. Bibliotheken und Archive können unter Auflagen zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen geöffnet werden.

Das sind zunächst gute Nachrichten, denn ab Mai können wir bestimmte Prüfungs- und Lehrformate wieder in den Blick nehmen. Der Teufel steckt jedoch im Detail, denn wir sind als Universität dafür verantwortlich, dass es zu keinem erhöhten Infektionsrisiko kommt. Das bedeutet insbesondere, dass keine Menschenansammlungen entstehen dürfen – und zwar nirgends in der Universität. Jede Veranstaltung, die mehrere Personen umfasst, darf auch nicht zu Ansammlungen von Gruppen VOR den Veranstaltungsräumen führen, auch nicht nach einer Veranstaltung. Der Infektionsschutz muss darüber hinaus auch durch klar definierte und für alle Personen bindende, besondere Hygienemaßnahmen gesichert werden, die wir rechtzeitig bis zum 1. Mai definieren werden.

Lehrbetrieb im Sommersemester 

Jenseits der oben aufgezeigten Ausnahmemöglichkeiten im Prüfungs- und Praxisbereich müssen wir mittlerweile davon ausgehen, dass alle weiteren Veranstaltungen, besonders Vorlesungs- und Seminarangebote, in diesem Sommersemester ausschließlich digital stattfinden können. Bereits am 13. März haben wir Hinweise zum Einsatz digitaler Lehre als Alternative zur Präsenzlehre an die Lehrenden kommuniziert. Weitere Hinweise und aktuelle Informationen zu den entsprechenden Beratungs- und Fortbildungsangeboten finden Sie auf den Webseiten von Rechenzentrum und virtUOS.

Praxisveranstaltungen in speziellen Labor- bzw. Arbeitsräumen im SoSe 2020 dürfen nur dann als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden, wenn dies unabweisbar nötig ist. Ob dies der Fall ist, soll von den jeweiligen Dekanaten anhand folgender Kriterien entschieden und entsprechend dokumentiert werden:

  1. Gibt es eine digitale Alternative zur bisherigen Lehrveranstaltung? Können ggf. die Lehrinhalte so verändert werden, dass ein digitales Format möglich wird?
  2. Können Ersatzleistungen definiert werden?
  3. Ist eine Verschiebung der Veranstaltung in das Folgesemester möglich?

Sollten alle drei Punkte nicht erfüllt werden, muss schließlich geklärt werden, ob die erforderlichen besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen (einschließlich Berücksichtigung der Problematik von Risikogruppen) gewährleistet werden können. Hier wird es sich voraussichtlich um Fragen des Mindestabstands, geringen Gruppengrößen und Schutzmaterialien handeln. Nur dann kann eine Präsenzlehrveranstaltung stattfinden.

Für die Erfüllung der Sicherheitsauflagen bei der jeweiligen Präsenzveranstaltung sind die Lehrenden verantwortlich; Einzelheiten zur Durchführung werden in einer Dienstanweisung geregelt, die zeitnah erstellt und kommuniziert wird. Wir sind dran!

Prüfungen

Präsenzprüfungen in Gruppen sind nur ausnahmsweise und in begrenztem Umfang möglich. Jede Präsenzprüfung mit vielen Studierenden birgt ein hohes Sicherheitsrisiko und muss sorgfältig erwogen werden. Daher bleiben Präsenzprüfungen im SoSe die Ausnahme; alle Prüfungen, die digital oder ohne Präsenz stattfinden können, sollten unbedingt als solche geplant und durchgeführt werden. Die Regelungen zu möglichen Änderungen von Prüfungsformen stehen bereits als Information/FAQs  zur Verfügung und gelten weiter.

Zudem werden alle Lehrenden gebeten, zu überlegen, ob Modul-oder Midtermprüfungen, besonders wenn sie der Zulassung zur eigentlichen Prüfung dienen, in diesem Semester entfallen können oder durch digitale Prüfungsformate ersetzt werden. Mündliche Einzelprüfungen können unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen wieder durchgeführt werden. Wir bitten um eine Dokumentation der Änderungen von Prüfungsformen bzw. -formaten in den Dekanaten.

Präsenzprüfungen in Gruppen haben, wegen des hohen Aufwands der Vorbereitung und Durchführung, einen Vorlauf von mindestens zwei Wochen. Pro Tag kann an der Universität Osnabrück nur eine Präsenzprüfung mit Studierendengruppen abgehalten werden, da nur in kleinen Gruppen und räumlich versetzt Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden können. Wiederholungsprüfungen bzw. zweite Prüfungstermine, die zum WS 19/20 gehören, haben Vorrang, damit das Wintersemester abgeschlossen werden kann und es nicht zu Studienzeitverlängerungen kommt.

Für die Erfüllung der Sicherheitsauflagen bei Prüfungen sind die jeweiligen Lehrenden verantwortlich; Einzelheiten zur Durchführung werden in einer Dienstanweisung geregelt, die zeitnah erstellt und kommuniziert wird. Auch hier gilt: Wir sind dran!

Unsere Studierenden werden morgen mit einer Rundmail über die grundsätzlichen Möglichkeiten der Durchführung von Prüfungen und von vereinzelten, besonders abgesicherten Präsenzlehrveranstaltungen informiert, verbunden mit der Bitte, auf Informationen aus den Dekanaten zu warten, damit diese nicht durch Anfragen überlastet werden. Werben Sie bei Ihren Studierenden wie bisher auch um Verständnis – die Situation ist für alle nicht einfach und wir tun unser Bestes, um das Studieren in diesem Semester zu ermöglichen!

Im Präsidium ist uns vollkommen klar, dass diese Situation einerseits mehr Spielräume bietet, andererseits eine erneute große Herausforderung für Sie und uns alle bedeutet. Es bleibt zu befürchten, dass uns derartige Herausforderungen noch viele Monate lang begleiten werden. Nun ist die Entscheidung zu grundsätzlich digitalen Vorlesungen und Seminaren gefallen; das mag im Einzelfall schwierig sein, gibt aber zumindest Planungssicherheit. Laborpraktika und experimentelle Übungen müssen nun auf den Prüfstand – aber sie können grundsätzlich stattfinden. Prüfungen werden sorgfältig und aufwändig organisiert werden müssen – aber sie können durchgeführt werden! Bei allen Belastungen: Damit sind wir wieder ein großes Stück weiter!

Ich kann nicht enden, ohne Ihnen erneut für Ihr unermüdliches Engagement, oft bis zur Belastungsgrenze, zu danken. So schwierig die Zeiten sind – dank Ihnen steht unsere Universität gut da und Ihr ungebrochener Optimismus hilft, viele Schwierigkeiten zu überwinden. Danke dafür.

Für das gesamte Präsidium
Susanne Menzel

Update 9. April

Studienfinanzierung in Zeiten von Corona

Liebe internationale Studierende,

auch wenn das öffentliche Leben scheinbar zum Stillstand gekommen ist, arbeiten wir weiterhin unter Hochdruck daran, Lösungen für Ihre dringendsten Bedürfnisse zu finden. Deshalb haben wir die folgenden Informationen über finanzielle Möglichkeiten in Zeiten von Corona zusammengestellt, die Ihnen hoffentlich weiterhelfen. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie nicht, uns unter malte.paolo.benjamins@uos.de zu kontaktieren.

Jobs

Es mag zunächst kontraintuitiv erscheinen, aber einige Sektoren suchen derzeit verzweifelt nach zusätzlichem Personal. Viele der folgenden Websites sind zwar nur in deutscher Sprache verfügbar; das sollte Sie jedoch nicht davon abhalten, den Inhalt zu übersetzen, Ansprechpartner zu identifizieren und diese dann zu kontaktieren.

  • Viele Geschäfte haben zwar geschlossen, jedoch sind Geschäfte mit Waren des täglichen Bedarfs weiterhin geöffnet und erfahren eine erhöhte Nachfrage. Dazu gehören Supermärkte und andere Lebensmittelgeschäfte, Wochenmärkte, Drogerien, Tankstellen, kleine Kioske, Reinigungen und Waschsalons.
  • Viele Einzelhandelsgeschäfte haben auf die Lieferung ihrer Waren umgestellt. Dies betrifft vor allem Restaurants, Cafés und andere gastronomische Betriebe, aber auch einige nicht-gastronomische Geschäfte suchen Fahrer*innen und Kuriere für ihre Produkte. Osnabringts.de ist ein umfassendes Verzeichnis von Geschäften, die Lieferdienste in Osnabrück anbieten.
  • Die Landwirte erwarten, dass es durch Reisebeschränkungen in zahlreichen Gebieten Deutschlands zu einem Mangel an Erntehelfern kommen wird. Sowohl daslandhilft.de als auch ernte-erfolg.de versuchen, Interessenten (Studierende wurden gesondert adressiert) mit Landwirten zusammenzubringen, die kurzfristig Personal benötigen.
  • Da die meisten Einzelhandelsgeschäfte weiterhin geschlossen bleiben, hat das Online-Shopping einen neuen Höhepunkt erreicht. Daher benötigen Logistikunternehmen und Paketzustelldienste zusätzliche Mitarbeiter. In Osnabrück gibt es eine große Konzentration dieser Unternehmen (zu den beiden größten gehören Koch und Meyer & Meyer).

Vergessen Sie nicht, auch traditionelle Suchbörsen zu nutzen! Lokale Unternehmen suchen nach wie vor über das Schwarze Brett der Universität Osnabrück. Weitere nützliche Seiten sind die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, Jobwelt der Osnabrücker Lokalzeitung, jobmensa und studentjob.

Stipendien

Nach der Umschichtung großer Drittmittelbeträge kann das International Office der Universität Osnabrück nun insgesamt 20 Studienabschluss-Stipendien mit einer Einmalzahlung von 375 € für Studierende in der Endphase ihres Studiums anbieten. Alle Details sind hier abrufbar.  

Nothilfe

Wenn Sie sich in einer ernsthaften finanziellen Notlage befinden, sollten Sie in Erwägung ziehen, Ihre Krankenkasse, Ihren Vermieter usw. zu fragen, ob es möglich ist, die Zahlung Ihrer Rechnungen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben (zu „stunden“). Erörtern Sie außerdem folgende Möglichkeiten:

  • Der Notfallfonds SOS - Sozialfonds für Osnabrücker Studierende e.V. hat zum Ziel, Studierende beider Hochschulen in Osnabrück zu unterstützen. Wenn ein Studierender unverschuldet in eine schwere finanzielle Notlage gerät, kann eine unbürokratische finanzielle Hilfe an den Antragsteller ausgezahlt werden. Angesichts der außerordentlichen Nachfrage decken die Zuschüsse derzeit nur Lebensmittel und Einkäufe ab.
  • Der AStA der Universität Osnabrück gewährt Studierenden einen zinslosen Mikrokredit von bis zu 500 Euro. Auch hier ist die Nachfrage derzeit außerordentlich hoch.
  • Das Studierendenwerk Osnabrück stellt ein einmaliges zinsloses Notfalldarlehen von bis zu 1000 € zur Verfügung, um Studierenden in finanziellen Notlagen zu helfen. Für einen Antrag ist die Bürgschaft einer in Deutschland lebenden und arbeitenden Person notwendig. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an rebekka.kalka@sw-os.de.

Freiwilligenarbeit

Wenn Sie in der glücklichen Lage sind, sich keine Sorgen um die Finanzierung machen zu müssen, warum helfen Sie dann nicht Bedürftigen in diesen schwierigen Zeiten? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Beitrag zu leisten und anderen zu helfen. Auf dieser Website finden Sie verschiedene Möglichkeiten, wie Sie etwas bewirken können.

Update 8. April

Die Corona-Krise bestimmt weiterhin unser aller Tagesgeschäft. Glaskugel, Tarotkarten und andere Wahrsagerei helfen nicht: wir können bei Entscheidungen noch immer nur auf „Sicht“ fahren. Wir wissen, dass die aktuelle Situation für Sie äußerst belastend ist und nehmen Ihre Sorgen und Nöte sehr ernst.

Viele Fragen erreichten uns in den letzten Tagen bezüglich der Durchführung von Präsenzprüfungen. Eine konkrete Terminierung zu Lockerungen einzelner der bestehenden Sicherheitsmaßnahmen ist derzeit jedoch nicht absehbar. Wir sind daher noch immer an die zum jeweiligen Zeitpunkt relevanten Rechtsverfügungen der Landesregierung sowie die Allgemeinverfügung der Stadt und des Landkreises gebunden. Wir gehen davon aus, dass diese nach den Osterferien aktualisiert werden.

Dies bedeutet, dass in Analogie zu dem Verbot der Präsenz-Lehre bis zum 1. Mai 2020 keine Präsenz-Prüfungen stattfinden können. Eine Absage bis zunächst 19. April hatten wir seit Mitte März kommuniziert in der Hoffnung, dass sich noch vor Ostern eine größere Klarheit über möglicherweise gelockerte Maßnahmen zum Pandemieschutz ergibt. Dies ist nun nicht der Fall.

Nun hoffen wir auf größere Klarheit nach den Osterferien. Danach werden wir die Lage neu beurteilen und Sie entsprechend informieren. Wir gehen aber davon aus, dass Präsenzprüfungen und Präsenzlehre frühestens ab Mai, möglicherweise aber auch erst deutlich später und auch dann allenfalls in äußerst kleinen Gruppen und unter Berücksichtigung besonders strenger Hygiene- und Schutzmaßnahmen stattfinden können.

Wenden Sie sich mit Ihren Fragen gern an Ihre Studiendekaninnen und -dekane. Wir werden alle gemeinsam versuchen, bestmögliche Lösungen für Sie zu finden.

Alle Haupt- und Nebeneingänge der Universitätsgebäude sind bis einschließlich 3. Mai verschlossen.

Trotz der schwierigen Situation wünschen wir Ihnen schöne Ostertage. Bleiben Sie zuversichtlich und vor allem gesund!

Update 6. April

Sie haben es sicher den Medien entnommen: Am Freitag hat es eine dpa-Pressemeldung gegeben, die sich auf eine Abstimmung der Wissenschaftsministerien der Länder in der KMK bezog. Die dpa-Meldung wurde durch regionale und überregionale Medien breit aufgegriffen. In der Meldung wird unser Wissenschaftsminister zitiert. Zum einen liest man, dass das Semester in allen Ländern zum 20.4. starten soll, zum anderen, dass die Lehrveranstaltungen im gesamten Sommersemester digital sein sollen.

Bei einer Recherche auf den Seiten der KMK ist der 20. April nicht als zentraler Starttermin hinterlegt, stattdessen lernen wir hier, dass das Wintersemester offensichtlich einheitlich am 1. November beginnen soll. Das Ziel der Übung sei „… durch klare Leitlinien möglichst viel Flexibilität für die Semestergestaltung …“  zu gewähren. Wir haben von den Regelungen bisher ausschließlich aus der Presse erfahren. Meine Nachfrage beim MWK am vergangenen Freitag ergab lediglich, dass wir weiterhin entscheiden können, wie wir möchten und alle terminlichen Entscheidungen gedeckt seien. 

Der Schaden ist verursacht. Unsere Studierenden kennen nun den 20.4. als zentralen Starttermin; er wurde bundesweit durch Radio, Tagesschau sowie Print- und Onlinemedien präsentiert. Seitdem laufen Nachfragen ein, wann das Semester nun tatsächlich starte. Dadurch hat sich eine neue Entscheidungssituation ergeben.

Nach intensiver Diskussion im Präsidium heute Morgen wurde nun schweren Herzens entschieden,

den Veranstaltungsbeginn an der Universität Osnabrück auf den 20. April 2020 zu verschieben.

Die Lehrveranstaltungen des Sommersemesters enden wie geplant am 18.7.2020. Die Veranstaltungen des Wintersemesters beginnen voraussichtlich zum 1.11.2020 – eine gesicherte Information dazu existiert bisher nicht. Wie im Rahmen der Lehrverpflichtungsverordnung mit den verkürzten Semestern umzugehen ist, konnte bislang nicht geklärt werden (vgl. auch NI-VORIS | Niedersächsisches Vorschriffteninformationssystem).

Zur Begründung: Neben dem bereits angezettelten Terminchaos wird die Erwartung, dass Lehrveranstaltungen im gesamten Sommersemester überwiegend digital stattfinden, einen deutlich erhöhten Aufwand für unsere Lehrenden und auch Studierenden mit sich bringen. Nicht überall ist digitale Lehre zeitnah problemlos umzusetzen; nach wie vor müssen daher zahlreiche, zum Teil komplizierte Lösungen gefunden werden. Die Vorbereitungszeit ist daher sinnvoll nutzbar. Noch eine weitere Überlegung kam hinzu: Wir möchten unsere Studierenden, die sich in großer Zahl bei Ihren Familien außerhalb Osnabrücks aufhalten, nicht zu einer Anreise direkt nach Ostern verpflichten, wo trotz der Regelungen zur sozialen Distanz mit einem erhöhten Reisendenaufkommen zu rechnen ist.

Ich bitte Sie herzlich um Verständnis für die Entscheidung, die klar auch ihre Nachteile hat. Insbesondere bedaure ich die Rücknahme bereits getroffener Regelungen. Klare Kommunikation ist uns ein zentrales Anliegen; es ist ärgerlich, wenn dies durch wenig umsichtige Informationspolitik Dritter konterkariert wird. Aber: Bleiben wir zuversichtlich und machen das Beste daraus!

Update 2. April

Aufenthaltsbezogene Informationen der Ausländerbehörde (dt. Fassung, englische Version vom 25. März)

Liebe internationale Angehörige der Universität Osnabrück,

wir haben wichtige Informationen der Ausländerbehörde über Neuanmeldungen in Osnabrück sowie zu verlängernde Visa und/oder Aufenthaltsgenehmigungen in Erfahrung gebracht. Generell sind Vor-Ort-Termine bis auf weiteres abgesagt worden. Stattdessen werden alle Beratungsangebote telefonisch oder per Email durchgeführt. Daher gelten die folgenden Richtlinien:

  1. Wenn Sie neu in Osnabrück und im Besitz eines EU-Passes sind, müssen Sie KEINE Aufenthaltserlaubnis zu beantragen. Stattdessen müssen Sie sich lediglich anmelden, indem Sie (1) ein Anmeldeformular (hier eine Anleitung zum Ausfüllen), (2) eine Kopie Ihres Reisepasses oder Personalausweises und (3) eine sogenannte "Wohnungsgeberbestätigung" (ein Dokument, das Ihnen von Ihrem Vermieter zur Verfügung gestellt wird - wenn Sie in einem Studentenwohnheim wohnen, erhalten Sie dieses Dokument automatisch) an auslaenderbehoerde@osnabrueck.de senden.
     
  2. Wenn Sie neu in Osnabrück sind, einen Reisepass eines Nicht-EU-Staates besitzen und ein Visum für die gesamte Dauer Ihres Aufenthaltes haben, müssen Sie KEINE Aufenthaltserlaubnis zu beantragen. Stattdessen müssen Sie sich lediglich anmelden, indem Sie (1) ein Anmeldeformular (hier eine Anleitung zum Ausfüllen), (2) eine Kopie Ihres Passes, (3) eine Kopie Ihres Visums und (4) eine sogenannte "Wohnungsgeberbestätigung" (ein Dokument, das Ihnen von Ihrem Vermieter zur Verfügung gestellt wird - wenn Sie in einem Studentenwohnheim wohnen, erhalten Sie dieses Dokument automatisch) an auslaenderbehoerde@osnabrueck.de senden.
     
  3. Wenn Sie neu in Osnabrück sind, einen Reisepass eines Nicht-EU-Staates besitzen und kein Visum für die gesamte Dauer Ihres Aufenthaltes haben, MÜSSEN Sie eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Zu diesem Zweck müssen Sie Ihren Antrag zusammen mit allen Belegen in einer E-Mail an auslaenderbehoerde@osnabrueck.de schicken. Folgende Dokumente müssen Sie vorlegen:

    a. Anmeldeformular ( Anmeldeformular How-to)

     

    b. Kopie des Reisepasses

     

    c. Kopie des Einreisestempels im Reisepass (wenn die Einreise nach Deutschland ohne Visum möglich war)

     

    d. Kopie des Visums (falls zutreffend)

     

    e. Kopie der Krankenversicherungsbestätigung

     

    f. Kopie der Immatrikulationsbescheinigung

     

    g. Kopie des Finanzierungsnachweises (Sperrkonto, Stipendienbestätigung, etc.)

     

    h. Kopie des Zulassungsbescheids für ein Studium in Osnabrück

     

    i. Kopie der "Wohnungsgeberbestätigung"
     

  4. Wenn Sie sich derzeit in Osnabrück befinden und Ihr Visum oder Ihre Aufenthaltsgenehmigung zwischen dem 18. März und dem 30. Juni 2020 abläuft, müssen Sie KEINE Verlängerung zu beantragen. Bitte drucken Sie stattdessen diese Allgemeinverfügung aus und bewahren Sie sie stets bei sich auf. Dieses Dokument dient analog zu einer Fiktionsbescheinigung als Verlängerung Ihrer derzeitigen Aufenthaltserlaubnis bis zum 30. Juni. Bitte informieren Sie sich in regelmäßigen Abständen, wann persönliche Vorstellungen und Verlängerungsanträge wieder möglich sind. Sollten wir zusätzliche Informationen erhalten, werden wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

  5. Wenn Sie aus einer anderen deutschen Stadt, in der Sie bisher gemeldet waren, nach Osnabrück gezogen sind, müssen Sie sich zwischen dem 18. März und dem 30. Juni 2020 NICHT erneut anzumelden.

Wie immer gilt: wenn Sie zusätzliche Fragen haben, zögern Sie nicht, uns unter malte.paolo.benjamins@uos.de zu kontaktieren!

Update 30. März

Wie Sie der aktuellen Berichterstattung in allen Medien entnehmen können, ist die Situation um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus weiterhin kritisch. Es sind daher weiterhin Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Corona-Virus notwendig. Wir zitieren hier im Original die E-Mail, die uns heute aus dem Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit einer aktualisierten amtlichen Fassung der Allgemeinverfügung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (MS) vom 23. März 2020 erreicht hat. Diese aktualisierte Fassung finden Sie im Anschluss als Download.

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
die am 26.03.2020 versandte Allgemeinverfügung vom 22.03.2020 ist nicht mehr aktuell. Im Anhang übersende ich Ihnen die amtliche Fassung vom 23.03.2020. Letztere ist leicht verändert, insbesondere in der dortigen Ziffer 11, die von Bedeutung ist („Zu beruflichen Zwecken sind Zusammenkünfte von mehreren Personen zulässig. Soweit möglich, ist ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einzuhalten.“)
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Johanna Müller
Niedersächsisches Ministerium
für Wissenschaft und Kultur
Büro der Staatssekretärin
Dr. Sabine Johannsen

Amtliche Fassung der Allgemeinverfügung des MS vom 23. März 2020 zur Kontaktbeschränkung:

Vollzug des Infektionsschutzgesetzes

Update 23. März

Schreiben des niedersächsischen Ministerpräsidenten
Vollzug des Infektionsschutzgesetzes

Update 19. März

Schließung der Gebäude

Von Donnerstag, 19. März, bis Sonntag, 19. April 2020 sind alle Haupteingänge/ Nebeneingänge zu den Gebäuden der Universität Osnabrück in der Innenstadt und am Westerberg verschlossen und können nur noch mit Transpondern geöffnet werden.

Studierendenservice / Campuscard

Mit Schließung der Gebäude kann auch die Campuscard bis auf Weiteres nicht mehr validiert oder ausgegeben werden.

Die Infoline im StudiOS ist weiterhin über 969 7777 zu erreichen, das Studierendensekretariat erreichen Sie per Mail.

Aktuelles vom Studentenwerk

Das Studentenwerk veröffentlicht aktuelle Informationen zu Schließungen im Hinblick auf den Corona-Virus. Dies betrifft auch die Mensen.

Wie Sie der aktuellen Berichterstattung in allen Medien entnehmen können, ist die Situation um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus kritisch. Bisher gelingt es noch nicht in ausreichendem Maße, die Bevölkerung von der Notwendigkeit der konsequenten Reduzierung von sozialen Kontakten zu überzeugen. Auch in der Universität halten sich weiterhin, z.T. größere Studierendengruppen auf, die sich Lehrveranstaltungsräume haben aufschließen lassen und dort oder in den Foyers der Gebäude aufhalten. Wir sehen uns daher gezwungen, weitere Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung des Corona-Virus im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten zu ergreifen.

Schließung der Gebäude 

Seit Donnerstag, 19. März, bis Sonntag, 19. April 2020 sind alle Haupteingänge/ Nebeneingänge zu den Gebäuden der Universität Osnabrück in der Innenstadt und am Westerberg verschlossen und können nur noch mit Transpondern geöffnet werden.

Für Studierende besteht in diesem Zeitraum keine Möglichkeit, die Gebäude der Universität zu betreten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben weiterhin über die Transponderberechtigungen Zutritt zu den Gebäuden und zu ihrem Arbeitsplatz. Auch die Tiefgarage am EW-Gebäude wird verschlossen. Auch hier ist ein Zutritt nur noch mit entsprechender Transponderberechtigung möglich. Sollte eine Zugangsberechtigung fehlen und unbedingt erforderlich sein, wenden Sie sich bitte über die Leitung Ihrer Organisationseinheit an das Dezernat Gebäudemanagement. 

Die Schließung bedeutet, dass auch der bislang noch zugängliche Buchrückgabeautomat im gemeinsamen Bibliotheksgebäude der Universität und der Hochschule auf dem Westerberg (Gebäude 96) geschlossen ist. Buchrücksendungen per Post sind immer möglich, darüber hinaus sind die Möglichkeiten zur Verlängerung der Leihfristen derart erweitert worden, dass fällige Rückgaben erst nach dem derzeit vereinbarten Schließungstermin 19. April liegen.

Mit Schließung der Gebäude der Universität kann auch die Campuscard ab morgen bis auf Weiteres nicht mehr validiert oder ausgegeben werden. Den Studierenden wird geraten, stattdessen sowohl die  Immatrikulationsbescheinigung als auch diese Mail des Präsidiums auszudrucken und bei sich zu führen, damit, sofern benötigt, v. a. im öffentlichen Nahverkehr auch der Nachweis des Studierendenstatus geführt werden kann.

Die Infoline im StudiOS ist weiterhin besetzt und über 969 7777 zu erreichen. Anliegen können daneben wie gewohnt an studierendensekretariat@uni-osnabrueck.de  gerichtet werden.  Die Mitarbeiter*innen des Studierendensekretariats bemühen sich, die Anliegen ohne größere Reibungsverluste zu bearbeiten, bitten aber schon jetzt um Nachsicht, wenn dies aufgrund des erhöhten E-Mail-Aufkommens etwaig nicht im gewohnten Maße und Umfang erfolgt.

Teambildung/soziale Kontakte

Das Präsidium appelliert noch einmal ganz herzlich an alle Studierenden und alle Mitarbeitenden, soziale Kontakte so weit wie irgend möglich zu reduzieren, und zwar im privaten wie universitären Bereich. Stellen Sie als Leitung einer Organisationseinheit ernsthaft die Frage, welche Arbeiten tatsächlich nur unter Präsenz erfolgen können und ermöglichen Sie mobiles Arbeiten wo immer möglich.

Um alle Arbeitsbereiche weiterhin maximal funktionsfähig zu halten, bitten das Präsidium darum zu prüfen, ob Sie Teams bilden können, die unabhängig voneinander arbeiten, also ohne Kontakt zueinander. Auch das Präsidium hat sich in zwei Teams aufgeteilt; ein Team ist anwesend, das andere arbeitet mobil. Persönlichen Kontakt zwischen den Teams gibt es nicht mehr. Die meisten Sitzungen können als Telefon-/Videokonferenzen problemlos abgehalten werden.

Das Präsidium arbeitet mit Hochdruck daran, zahlreiche dienstrechtliche Fragen zu klären, die im Detail aufgekommen sind. Gestern konnten in Videokonferenzen mit den Dekanaten und Leitungen der Verwaltung und zentraler Einheiten viele Fragen geklärt werden. In der kommenden Woche werden an Dekanate und Leitungen weitere Informationen übermittelt.

Sollte eine Ausgangssperre verhängt werden, müssen alle Funktionen der Universität im Minimalbetrieb weitergeführt werden. Bitte denken Sie als Leiter*in von Organisationseinheiten nochmals an die Listen, auf denen die Personen aufgeführt sind, die unbedingt präsent sein müssen. Diese Listen dienen Ihrer eigenen Vorbereitung auf eine solche Situation.

Zuletzt noch der Appell, den Sie gegenwärtig überall hören und lesen: Bitte nehmen Sie die Situation sehr ernst, denn sie ist es.

Bislang funktioniert die Universität in vielen Bereichen durch eine ungebrochene und beeindruckende Motivation und Flexibilität ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter. Sie, liebe Studierende, ertragen die für Sie schwierige Situation mit größter Geduld und wenden sich bei Fragen an Ihre zuständigen Studiendekanate und Lehrenden. Das Präsidium dankt Ihnen allen! Lassen Sie uns das hier gemeinsam schaffen!

Update 17. März

Keine Eingangstests für Fremdsprachenkurse des Sprachenzentrums

Die Universität Osnabrück hat aufgrund der Covid-19-Pandemie alle Prüfungen abgesagt. Dies betrifft auch die Eingangstests für Fremdsprachenkurse des Sprachenzentrums am 31. März und der DaF-Kurse am 8. April.

Für unsere Fremdsprachenkurse haben wir daher beschlossen, die Anmeldung zum Sommersemester 2020 ohne vorherigen Nachweis von Sprachkenntnissen erfolgen zu lassen. Wir bitten Sie, vor der Anmeldung eine Selbsteinschätzung anhand der Deskriptoren des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) vorzunehmen. Sofern Sie bereits einen Kurs bei uns erfolgreich abgeschlossen haben, melden Sie sich bitte für den nächsthöheren Kurs an.

Wenn Sie Unterstützung bei der Interpretation der Tabellen oder zusätzliche Beratung benötigen, wenden Sie sich bitte an das Sprachenzentrum der Universität Osnabrück.

Weitere weitreichende Regelungen für die Universität Osnabrück

Mündliche Prüfungen

Alle Präsenzprüfungen werden bis zum 19. April 2020 abgesagt. Das bedeutet, dass keine Klausuren, mündliche Prüfungen, Präsentationen oder ähnliche Prüfungsformate stattfinden können.

Promotionsprüfungen

Promotionsprüfungen finden oft unter Teilnahme von Personen aus unterschiedlichen Universitäten und Organisationseinheiten unserer Universität statt. Daher sollen bis zum 19. April 2020 auch keine Promotionsprüfungen stattfinden. Eine Detailabstimmung erfolgt morgen im Rahmen einer Videokonferenz aller (Studien-)Dekaninnen und Dekane.

Sprechstunden

Alle Sprechstunden werden abgesagt und können ausschließlich als telefonische Beratung oder Online-Beratung fortgeführt werden. Die einzige Ausnahme ist derzeit der Info-Point des Studierendensekretariats. Der Info-Point ist zur Validierung und zur Ausgabe der Campuscard Montag bis Freitag von 10 - 11 Uhr besetzt.

Gremienbetrieb

Über den Umgang mit Gremien stimmen sich Präsidium sowie (Studien-)Dekaninnen und Dekane in einer morgigen Videokonferenz ab. Grundsätzlich gilt: Alle verschiebbaren Gremiensitzungen sollten bereits jetzt verschoben werden. Wichtige Beschlüsse sollten, wenn möglich, bereits jetzt in ein Umlaufverfahren überführt werden. Darüber hinaus bitten wir alle zuständigen Einheiten zu prüfen, welche Gremien ggf. als Videokonferenz abgehalten werden können.

Mobiles Arbeiten

Wo immer möglich, sollte mobiles Arbeiten ermöglicht bzw. Telearbeit genutzt werden. Ich verweise dazu auf die Informationen vom 12. März 2020.

Auflösung von sozialen Kontaktpunkten und wechselnden Teams

Eine zentrale Aufgabe von uns allen, Mitarbeitenden und Studierenden, ist es, soziale Kontaktpunkte zu identifizieren und nach Möglichkeit aufzulösen. Bitte betrachten Sie Ihr Umfeld kritisch: Wo kommt es zu häufig wechselnden Kontakten (qualitative Gefährdung) und zum Zusammentreffen zahlreicher Personen (quantitative Gefährdung)? Solche Treffen sollten vermieden werden. Sind sie nicht zu vermeiden, bitte unbedingt höchste Hygiene- und Abstandsregelungen einhalten. Grundsätzlich gilt: Wo wenige, immer dieselben Personen zusammentreffen, besteht eine geringere Gefahr als bei wechselnden Personen(gruppen). IMMER sollten Treffen aber nur abgehalten werden, wenn sie überhaupt nicht vermeidbar sind! Bitte nehmen Sie keine spontanen Besuche von Organisationseinheiten vor, sondern stimmen Sie immer vorher telefonisch ab!

Hygiene

Wir sollten alle nicht müde werden, immer wieder auf Hygienemaßnahmen zu verweisen. Neben den bekannten Standards des Robert-Koch-Instituts ist die Vermeidung von Sozialkontakten auch in dieser Hinsicht als wichtigste neue Maßnahme zu beachten. Ein weiterer Tipp: Tragen Sie im öffentlichen Raum Handschuhe (z.B. Stoffhandschuhe). Die Queen ist unser Vorbild! Legen Sie die Handschuhe ab, wenn Sie wieder in Ihrem Arbeitsumfeld oder privaten Umfeld sind und reduzieren Sie das Händewaschen trotzdem nicht!

Vorübergehende Schließung der Universität

Wir rechnen damit, dass unsere Universität in den nächsten Tagen vorübergehend geschlossen werden könnte. Eine Reaktion des zuständigen Ministeriums steht bisher aus. Dies würde bedeuten, dass der Campus dann nicht mehr betreten werden darf; ausgenommen sind systemrelevante Personen (z.B. Personen, die in Kernbereichen der Verwaltung tätig sind oder Betreuende von wissenschaftlichen Langzeitexperimenten). Bitte erstellen Sie für diesen Fall bereits jetzt Notfallpläne. In diesen Plänen sollten Sie als Leiterin oder als Leiter einer Organisationseinheit festlegen, welche Personen zur Gewährleistung welcher Aufgaben in der Universität präsent sein müssen und durch welche Personen sie vertreten werden können.

Allgemeinverfügung der Stadt Osnabrück

Update 14. März

Informationen zu Prüfungen

Die Situation im Umgang mit dem Virus COVID-19 („Corona-Virus“) weist noch immer eine hohe Dynamik auf. Dies führt zu vielen Fragen. Wir arbeiten pausenlos daran, diese zu beantworten. Gehäuft sind nun Fragen zum Umgang mit Prüfungen aufgekommen.

Grundsätzlich gilt weiterhin: Prüfungen sollen grundsätzlich stattfinden; allerdings als Prüfungsangebote. Dies ist insoweit unproblematisch, wenn Prüfungen als Online-Prüfungen, mündliche Einzel- oder kleine Gruppenprüfungen oder in Form von Hausarbeiten abgenommen werden (zu letzterem Prüfungsformat können Ausnahmeregelungen notwendig werden, da der Zugang zur Bibliothek aktuell nicht möglich ist). Bitte prüfen Sie als Verantwortliche, ob eine Änderung der Prüfungsform möglich ist, wenn bisher eine Klausur geplant ist. Möglicherweise müssen wir dazu Änderungen in Prüfungsordnungen vornehmen.

Klausuren sind eine besondere Herausforderung. Einerseits werden hier potenziell viele Personen zusammenkommen; andererseits sind zahlreiche Studierende von der zeitnahen Prüfungsleistung (z.T. existenziell) abhängig. Auch kann manchen Studierenden zusätzlich ein Nachteil entstehen, wenn der vermittelte Prüfungsstoff zu weit vom Prüfungsdatum entfernt ist. Eine individuelle Infektionsgefahr kann bei Einhaltung bestimmter Regelungen sehr gering gehalten werden. Diese Regeln sind insbesondere: durchgängige, konsequente Handhygiene und „Nies- Hustetikette“; großer Abstand zwischen den Prüflingen. Im Lichte der derzeitigen Situation halten wir es für institutionell vertretbar, zwar bis zum 1. Mai konsequent auf alle Präsenzlehrveranstaltungen zu verzichten und Kontakte überall möglichst gering zu halten, Prüfungsangebote aber aufrecht zu erhalten.

Aber das Wichtigste für Sie als Studierende: Keine Studierende und kein Studierender soll einen Nachteil erfahren, wenn er oder sie nicht zur Prüfung erscheint. Einige Studierende machen sich sehr große Sorgen um ihre eigene Gesundheit. Bei der derzeitigen Situation in und um Osnabrück besteht dazu kein zwingender Anlass, aber wer beunruhigt ist, soll keine Prüfungsleistung abgeben müssen. Für Prüfende und die Prüfungsverwaltung bedeutet dies, dass Nichterscheinen wie entschuldigte Krankheit gewertet werden soll. Denkbar wäre dann, Ersatztermine z.B. am Ende des Sommersemesters anzubieten (wir befassen uns auch mit der Frage von festgelegten Prüfungszeiträumen). Rücktrittsfristen sollen keine Berücksichtigung finden. Derzeit arbeiten wir an einer Auflistung aller geplanten Prüfungen (Danke an die Kolleg*innen von VirtUOS!) und haben am Sonntag früh hoffentlich einen Überblick. Dann können wir viel besser auch in Einzelfällen unterstützen. Danke auch an die Raumverwaltung, die zur Gewährleistung kleiner Gruppengrößen extrem viel leistet!

Auch wenn die Ausprägung von Infektionen in Stadt und Landkreis Osnabrück bisher nicht dazu geführt hat, konsequent jede Veranstaltung abzusagen und deswegen auch größere Veranstaltungen weiterhin stattfinden können, müssen wir jederzeit damit rechnen, dass sich die Bedingungen ändern. Darauf müssen wir uns alle einstellen. Sobald auch Prüfungsleistungen wie Klausuren nach Maßgabe der Stadt Osnabrück nicht mehr möglich sind, müssen wir die Prüfungsangebote vermutlich zurückziehen. Jetzt ist dieser Moment allerdings noch nicht gekommen.

Update 13. März

Hochschulsport: Aus aktuellem Anlass sind alle Hochschulsportkurse des Frühstarterprogramms abgesagt. Mehr Infos

Universitätsbibliotheken: Auf Empfehlung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur haben sich das Präsidium der Universität und die Bibliotheksleitung entschlossen, alle Standorte der Bibliothek ab Samstag, dem 14. März bis zunächst einschließlich 19. April für jegliche Benutzung vor Ort zu schließen. Mehr Infos

Informationen für die Lehrenden

Wie bereits vom Präsidium in der gestrigen Mail zu den Herausforderungen durch COVID-19 angekündigt, möchten wir Ihnen im Folgenden einige Hinweise zum Einsatz Digitaler Lehre als Alternative zur Präsenzlehre geben.

Im kommenden Sommersemester 2020 wird die Anwesenheitspflicht für Studierende in Lehrveranstaltungen zumindest zeitweise weitgehend ausgesetzt. Derzeit ist es zunächst das Ziel, durch Einsatz digitaler Lehre den Ausfall von Präsenzveranstaltungen abzumildern. Angesichts der schon vorhandenen umfassenden und langjährigen Expertise an unserer Universität sehen wir in der Situation aber auch die Chance eines Entwicklungsschubs für die digitale Lehre. Mithilfe digitaler Medien können Lehrveranstaltungen mit vergleichsweise geringem Aufwand in ein virtuelles Angebot überführt werden, so dass der Lehrbetrieb auch ohne bzw. mit reduzierten Präsenzveranstaltungen fortgeführt und damit ein Beitrag zur verzögerten Ausbreitung des Corona-Virus geleistet werden kann.

Die Universität Osnabrück ist vergleichsweise gut auf diese Situation vorbereitet. Das Lernmanagementsystem Stud.IP wird für nahezu alle Lehrveranstaltungen der Universität genutzt. In den Kursen in Stud.IP können Informationen und Dateien für die Studierenden bereitgestellt werden. Das Stud.IP-Modul „Courseware“ ermöglicht es darüber hinaus, mit geringem Aufwand integrierte Online-Lehrmaterialien als Selbstlernkurse für die Studierenden zu erstellen. Diese können aus Texten, Videos und kleinen Tests bestehen. Es gibt in Stud.IP auch die Möglichkeit, Videos über das Videomanagementsystem Opencast für die Studierenden bereitzustellen. Studierende können zudem selbständig in Stud.IP Studiengruppen einrichten, um kooperatives Arbeiten virtuell durchzuführen. Via Stud.IP erhalten Sie darüber hinaus Zugriff auf viele weitere Dienste für die Digitale Lehre. 

Wenn Sie einen Überblick über die im Folgenden beschriebenen technischen oder didaktischen Einsatzmöglichkeiten erhalten möchten, beraten wir Sie zeitnah. Vereinbaren Sie gern einen für Sie günstigen Termin mit unseren einschlägigen Fachberatern via Telefon (+49 541 969 6666) oder per E-Mail.

Veranstaltungsaufzeichnungen mit Opencast:

In der Universität Osnabrück sind derzeit 21 Hörsäle mit Aufzeichnungstechnik ausgestattet. Die Aufzeichnungen erfolgen automatisch zeitgesteuert und erzeugen somit kaum zusätzlichen Aufwand für Lehrende. Die Aufzeichnung des Vortrags wird ausschließlich für die Studierenden der jeweiligen Veranstaltung in Stud.IP zugänglich gemacht. Aufgrund des hohen Grades der Automatisierung und ausreichend verfügbarer Server- sowie Speicherressourcen steht der Universität Osnabrück damit eine hohe Kapazität für Lehrveranstaltungsaufzeichnungen zur Verfügung. 

Aufzeichnungen sind in folgenden Räumen möglich:
Innenstadt: Schlossaula, 01/E01, 01/B01, 11/212, 11/213, 15/E07, 15/E10, 15/E16, 15/128, 22/B01, 41/112, 44/E03, 44/E04
Westerberg: 32/102, 32/110, 35/E01, 35/E16, 35/E25, 66/E33, 93/E07, 93/E31

Screencasts aufzeichnen mit Opencast Studio:

Rechtzeitig vor dem kommenden Semester wird über Stud.IP auch die neue Software "Opencast Studio" verfügbar sein. Es handelt sich dabei um ein webbasiertes Portal, mit dem man ohne Installation von zusätzlicher Software auf dem eigenen PC seinen Bildschirm und auf Wunsch auch ein Kamerabild aufzeichnen kann. Der verwendete Rechner sollte üblichen Leistungsanforderungen entsprechen und eine aktuelle Version von Firefox oder Google Chrome installiert haben. Nach der Aufzeichnung in Opencast Studio können Sie das erstellte Video auf ihren eigenen Rechner laden und die Aufzeichnung dann über die vorhandenen Opencast Server den Studierenden in ihrem Stud.IP Kurs zur Verfügung stellen.

Auch bei dieser Technologie hat die Universität ausreichende Kapazitäten, um die o.g. Aufzeichnungen zu ermöglichen. Der Aufwand für Lehrende ist etwas höher, da man selbst die Aufzeichnungstechnologie bedienen muss, um die Videos zu erstellen. Dafür können die Aufzeichnungen an einem beliebigen Ort, der über eine ausreichend schnelle Netzwerkverbindung verfügt, durchgeführt werden. Wir empfehlen, mit Opencast Studio eher kleinere Videos zu einzelnen Themen zu erstellen, längere Vorträge in Vorlesungslänge dagegen vorzugsweise in den dafür vorbereiteten Hörsälen oder in den vorhandenen Videostudios aufzuzeichnen.  

Aufzeichnungen im Videostudio:

Die Universität Osnabrück betreibt zwei Videostudios in den Räumen 15/125 und 07/102 (LehrKolleg). Vor allem im großen Studio im Raum 15/125 können Produktionen nur mit Unterstützung durch geschultes Personal des virtUOS durchgeführt werden. Das Studio im Lehrkolleg ist als Self-Recording Studio konzipiert, Nutzer benötigen aber zumindest eine kurze Einweisung durch Fachpersonal. Im Gegensatz zur Softwarelösung “Opencast Studio” können hier Aufzeichnungen mit überdurchschnittlicher Audio- und Videoqualität produziert werden. In beiden Räumen sind Greenscreens für die flexible Gestaltung von Bildhintergründen und professionelle Beleuchtungstechnik vorhanden. Die Aufzeichnungen können grundsätzlich auch durch das Videoproduktionsteam des virtUOS nachbearbeitet werden. Aufgrund der begrenzten Ressourcen bitten wir interessierte Lehrende, sich so früh wie möglich zu melden. Die Produktion der Videos sollte zudem deutlich vor Semesterstart beginnen. 

Videokonferenzen und Webinare:

Die Universität Osnabrück nutzt die Videokonferenzdienste des DFN-Vereins. Dies ist zum einen der DFNconf Dienst für Videokonferenzen, zum anderen Adobe Connect. Aufgrund der aktuellen Krisenlage erreicht die Auslastung dieser Dienste derzeit ihre Kapazitätsgrenzen. Es wird daran gearbeitet, die Kapazitäten weiter zu erhöhen, um die Situation zu entspannen. Der DFN empfiehlt, Videokonferenzen in den Zeiten mit geringerer Auslastung durchzuführen, d.h. vor 10 Uhr oder nach 15 Uhr. Seitens der Universität Osnabrück prüfen wir derzeit, ob zusätzliche eigene Ressourcen für Videokonferenzen bereitgestellt werden können.

Weitere Hinweise und aktuelle Informationen zur Ausgestaltung der genannten Dienste finden Sie auf den Webseiten von Rechenzentrum und virtUOS.

Informationen für die Mitarbeitenden

Wie Sie möglicherweise bereits vernommen haben, werden ab Montag Schulen und Kindertagesstätten geschlossen. Daher wird die Sicherstellung der Kinderbetreuung für einige von Ihnen bis zum Beginn der Osterferien im jeweiligen Bundesland zu einer großen Herausforderung werden. Wir bitten Sie als Mitarbeitende und Sie als Vorgesetzte in solchen Fällen gemeinsam pragmatische Lösungen zu finden.

Grundsätzlich gehen wir dabei in Anlehnung an tarifrechtliche und beamtenrechtliche Vorschriften davon aus, dass eine Betreuung von Kindern im Alter von unter 12 Jahren sichergestellt werden muss. Insbesondere gilt dies natürlich für Kinder, die auf besondere Hilfe angewiesen sind.

Dabei sollte Folgendes beachtet werden:

Bitte nutzen Sie zunächst, falls möglich, die Arbeitszeitflexibilisierungsmöglichkeiten und suchen Sie nach anderen alternativen Kinderbetreuungsmöglichkeiten.

Sofern umsetzbar, nutzen Sie die Möglichkeiten der Telearbeit und des mobilen Arbeitens. Hier nehmen wir Bezug auf die Information der Präsidentin vom 12.03.2020.

Sofern eine anderweitige Kinderbetreuung nicht möglich ist und die unter Nr. 1 und Nr. 2 genannten Maßnahmen nicht umsetzbar sind, kann Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung des Entgelts gem. § 29 TV-L bzw. Sonderurlaub unter Fortzahlung der Bezüge nach § 9a i.V.m. § 11 Nds. SUrlVO gewährt werden. Dies gilt zunächst bis maximal zu Beginn der Osterferien im jeweiligen Bundesland.

Sollte nach Abwägung aller anderen Alternativen nur diese Möglichkeit in Betracht kommen, wird darum gebeten, dass die jeweiligen Vorgesetzten einen formlosen Hinweis über die Freistellung per E-Mail an Alexandra Zurlutter (für den Tarifbereich) und Heike Seidel (für den Beamtenbereich) schicken. Für weitere Fragen steht Ihnen auch Stefanie Prieß, Tel. 4934, gerne zur Verfügung.


Finanztechnische Hinweise bei Kosten aus Anlass ausgefallener Reisen/Veranstaltungen

Aufgrund der aktuellen Lage entsteht vielfach die Frage danach, wer die Kosten beim Ausfall von Reisen und/oder Veranstaltungen aus Anlass dieser besonderen Situation trägt.

Für alle Reisen und/oder Veranstaltungen, die nicht stattfinden, müssen die entstehenden Kosten so gering wie möglich gehalten werden. Dazu gehört die Rückgabe von Flug- und Bahntickets, die Stornierung von Hotelzimmern und, wenn möglich, die Rückforderung von Teilnehmerentgelten.

Beim Ausfall von Reisen und/oder Veranstaltungen ergeben sich im Wesentlichen folgende Fallkonstellationen:

  1. Die Veranstaltung wird von einem externen Veranstalter abgesagt: In diesem Fall, sind die Teilnehmergebühren vom Veranstalter zu erstatten. Es ist noch unklar, ob in diesem Fall auch ein Anspruch auf Erstattung der Stornogebühren für Hotel, Flug und/oder Bahnreisen besteht. Daher werden Sie gebeten, diese Kosten gegenüber dem Veranstalter schriftlich geltend zu machen. Unabhängig von der Reaktion des Veranstalters reichen Sie die noch verbleibenden Storno- und Reisekosten als Reisekostenantrag im Dezernat 3 ein. Die Erstattung erfolgt aus der Finanzstelle/dem Fonds, aus dem auch die Reise geplant und zur Genehmigung freigegeben wurde. Sollten später vom Veranstalter Erstattungen erfolgen, werden diese ebenfalls dieser Finanzstelle/ dem Fonds gutgeschrieben.
    > Entstandene Kosten, die nicht gegenüber dem Veranstalter geltend gemacht werden können, sind von der Organisationseinheit (OE) zu tragen.
     
  2. Sie sagen die Veranstaltung/ Reise ab, weil Sie selbst erkrankt sind oder für Sie Quarantäne verfügt worden ist: Wenn Sie die Reise absagen, weil Sie selbst erkrankt sind oder für Sie Quarantäne verfügt worden ist, verfahren Sie wie zu 1.. In diesem Fall können Sie allerdings die Teilnehmergebühren und ggf. sonstige Kosten nicht zurückfordern. Bitte fügen Sie Ihrer Reisekostenabrechnung das Attest des Arztes oder für den Fall der Quarantäne ein anderen Nachweis bei.
    > Entstandene Kosten, werden aus zentralen Mitteln finanziert. Bitte wenden Sie sich hierzu an das SG 3.1, Marina Brentrop (Tel.: -4182)
     
  3. Sie sagen die Veranstaltung/ Reise aufgrund einer Entscheidung der bzw. des die Dienstreise genehmigende Vorgesetzten ab: Ab sofort dürfen lt. Mitteilung des Nds. Ministerium für Inneres und Sport vom 10.3.2020 Dienstreisen nur noch durchgeführt werden, soweit sie für die Aufgabenerfüllung zwingend erforderlich sind und die Art des Dienstgeschäftes nicht auf andere Weise erledigt werden kann. Auf Grund vorliegender Hinweise aus dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung zum Umgang mit dem Corona-Virus gilt dies aktuell insbesondere für die derzeit besonders betroffenen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Für Dienstreisen in ausländische Risikogebiete gilt Entsprechendes (hier sind insbesondere die Reisehinweise, Sicherheitshinweise und Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes sowie des Robert Koch Institutes zu beachten). Die Entscheidung ob eine Dienstreise durchgeführt werden muss, trifft – unter Berücksichtigung aller Umstände, wozu insbesondere das konkrete Reiseziel zählt – die bzw. der jeweilige die Dienstreise genehmigende Vorgesetzte. Eine etwaige Ausbreitung der Risikogebiete ist dabei auch eigenverantwortlich in den Blick zu nehmen und zu berücksichtigen.

    Sie verfahren wie zu 2.. In diesem Fall können Sie allerdings die Teilnehmergebühren und ggf. sonstige Kosten nicht vom Veranstalter zurückfordern.
    > Entstandene Kosten sind von der OE zu tragen
     
  4. Das Reiseland hat eine Einreisesperre verhängt: In diesem Fall werden Sie gebeten, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Reichen Sie die noch verbleibenden Storno- und Reisekosten als Reisekostenantrag im Dezernat 3 ein. Die Erstattung erfolgt aus der Finanzstelle/dem Fonds, aus dem auch die Reise geplant und zur Genehmigung freigegeben wurde.
    > Entstandene Kosten sind von der OE zu tragen
     
  5. Verzicht auf Erstattung von Teilnehmerbeiträgen bei abgesagten Veranstaltungen Dritter: Wenn Veranstalter, die ihre Veranstaltungen abgesagt haben, Sie anfragen, ob Sie auf die Erstattung der bereits geleisteten Teilnehmerbeiträge ganz oder teilweise, ggf. auch gegen eine Zuwendungsbestätigung (Spendenquittung), verzichten.
    > Haushaltsrechtlich ist es nicht zulässig, auf die Erstattung von Teilnehmerbeiträgen für ausgefallende Veranstaltungen Dritter zu verzichten, auch dann nicht, wenn Zuwendungsbestätigung oder ein sonstiger Ersatznachweis angeboten wird.

Bei Fragen wenden Sie sich gern an die Leiterin des Dezernats 3 (Finanzen), Frau Peters (-4177) oder deren Vertreterin, Frau Reisige (-4613).

Update 12. März

Die Situation um die sich verbreitende Infektion mit dem Virus „COVID-19“ („Corona-Virus“) verändert sich fortlaufend. Als Institution, in der viele Tausend Menschen täglich zusammenkommen, müssen wir uns hier positionieren, selbst wenn wir nicht wissen, wie sich die Situation entwickeln wird.

In Niedersachsen, auch in der Stadt und im Landkreis Osnabrück, ist die aktuelle Infektionsverbreitung eher mäßig. Auch die individuelle Gefährdung ansonsten gesunder Menschen scheint überschaubar zu sein. Die Perspektive, die wir nun aber einnehmen müssen, ist systemisch. Wie kann – gesamtgesellschaftlich gesehen – eine Infektionswelle verlangsamt werden, sodass die Situation für unser Gesundheitssystem bewältigbar bleibt? Hier tragen wir eine entscheidende institutionelle Verantwortung, der wir uns nicht entziehen können.

Im Präsidium haben wir daher folgende Maßnahmen abgestimmt:

  1. Lehre. Bis zum 1. Mai 2020 werden keine Präsenzlehrveranstaltungen durchgeführt. Unser Sommersemester beginnt wie geplant, die Lehrformate müssen jedoch umgestellt werden. Lehrende haben hier verschiedene Möglichkeiten, die von virtuellen Vorlesungen bis hin zu Online-Konferenzen reichen. Auch klassische Formate, wie Organisation und Arbeitsbeauftragung von Studierenden per E-Mail sind möglich. In den nächsten Tagen erhalten alle Lehrenden eine Informations-E-Mail von VirtUOS, in der ihnen verschiedene Möglichkeiten der virtuellen Lehre aufgezeigt werden. Bitte denken Sie als Lehrende – insbesondere bei präsenzbasierten Veranstaltungen wie Laborpraktika – darüber nach, ob Sie eine Verschiebung der betroffenen Veranstaltungstage einrichten können. Wenn Sie als Studierende gute Ideen zur alternativen Gestaltung der nicht als Präsenzveranstaltung angebotenen Termine haben, bringen Sie diese Ideen gern bei Ihren Dozierenden ein und unterstützen Sie sie bei der Organisation virtueller Lehrveranstaltungen! Sicher können wir jetzt nicht für alle Details pauschale Regelungen finden und dafür bitten wir herzlich um Ihr Verständnis. Bisher sind bei den meisten Veranstaltungen zwei Einzeltermine betroffen; im Laufe des Aprils werden wir sehen, wie sich die Situation entwickelt. Lassen Sie uns gemeinsam Lösungen finden!
     
  2. Prüfungen. Prüfungen sollen angeboten werden. Bitte beachten Sie, dass zwischen den Studierenden ein großer Sitzabstand gewährleistet werden soll. Bei Gruppen von mehr als 50 Studierenden lassen Sie die Prüfung parallel in mehreren Räumen stattfinden. Für alle Prüfenden und Prüflinge gilt: Hygieneetikette beachten! Aber das ist für Sie sicher bereits eine Selbstverständlichkeit (der Seifen- und Handtuchverbrauch an unserer Universität hat sich übrigens gut verdoppelt!).
     
  3. Externe Veranstaltungen. Es gilt weiterhin: Alle internationalen Veranstaltungen und Veranstaltungen über 1000 Teilnehmende werden abgesagt. Alle anderen Veranstaltungen sollten sehr kritisch einzeln überprüft werden, vor allem wenn mehr als 100 Personen teilnehmen. Mit fast allen Veranstaltenden ist das Präsidium bereits in Kontakt; falls nicht, melden Sie sich bitte bei der Leiterin des Präsidialbüros, Claudia Kirchner. Möglicherweise werden wir in den nächsten Tagen weiterreichende Regelungen zu Veranstaltungen treffen müssen.
     
  4. Reisen; Aus- und Einreisen. Dienstreisen in Risikogebiete werden weiterhin nicht genehmigt (Liste der fortlaufend aktualisierten Risikogebiete). Exkursionen in Risikogebiete müssen abgesagt werden. Treten Sie alle anderen Auslandsreisen nur an, wenn zwingend notwendig. Die Situation ist auch international dynamisch und Sie müssen mit Schwierigkeiten bei der Einreise in andere Staaten rechnen, vor allem außerhalb Europas. Auch können weitere Gebiete als Risikogebiete eingestuft werden, was Ihnen Schwierigkeiten nach der Rückkehr nach Deutschland verursachen kann. Gäste, die sich in den vergangenen 14 Tagen in Risikogebieten aufgehalten werden, können nicht empfangen werden; Gäste aus dem Ausland müssen zudem mit Schwierigkeiten rechnen, wenn sie wieder zurückkehren möchten. Studierende aus Risikogebieten müssen ebenfalls 14 Tage warten, bis Sie wieder am universitären Leben teilnehmen können und müssen sich bei unserem Betriebsarzt melden. Unsere erwarteten internationalen Studierenden adressieren wir persönlich in einer gesonderten Mail.
  5. Erkrankte Personen. Sollten Sie selbst erkranken, Kommiliton*innen erkranken oder Mitarbeitende Ihrer Organisationseinheit oder sollten Sie oder die genannten Personen Kontakt zu einer infizierten Person gehabt haben, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit unserem Betriebsarzt Dr. Henning Allmers auf. Es werden umgehend Maßnahmen mit den lokalen Gesundheitsbehörden abgestimmt!
     
  6. Zentrale Informationsveranstaltung für Dekan*innen und Leiter*innen der Organisationseinheiten. Großveranstaltungen sind im Moment nicht angesagt. Dennoch ist es gerade jetzt wichtig, in Dialog zu bleiben. Am kommenden Mittwoch laden wir daher in zwei getrennten Veranstaltungen alle Dekan*innen/Studiendekan*innen sowie alle Leitende von Organisationseinheiten zu einer Informationsveranstaltung mit dem Präsidium und unserem Betriebsarzt ein (Einladung folgt). Hier können wir ungelöste Herausforderungen besprechen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir den Personenkreis der Infoveranstaltung möglichst klein halten möchten. Als Studierende werden Sie über die Studiendekanate und/oder Ihre Lehrenden informiert; Fachbereiche durch die Dekanate und die weiteren OEs durch ihre Leitungspersonen.
     
  7. Telearbeit/Mobiles Arbeiten. Da es bereits durch § 7 der Dienstvereinbarung zur Vertrauensarbeitszeit für das wissenschaftliche Personal eine Öffnung zur Arbeitsleistung an einem anderen Ort gibt, ist eine weitergehende Regelung seitens der Dienststelle nicht erforderlich. Die Tätigkeit kann auch an einem anderen Ort, wenn es die Arbeit zulässt, auch in der häuslichen Umgebung, erbracht werden. Hierzu bedarf es allerdings einer Abstimmung zwischen dem/der Vorgesetzten und dem/der Beschäftigten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des nicht-wissenschaftlichen Dienstes kann im Einzelfall bei berechtigten Situationen eine verstärkte Nutzung von Telearbeitsmöglichkeiten und mobilem Arbeiten mit der oder dem Vorgesetzten vereinbart werden. Dies setzt aber voraus, dass die Arbeit auch von zu Hause erledigt werden kann. Diese Möglichkeit gilt aktuell bis Ende April.
     
  8. Hygiene. Achten Sie bitte alle weiterhin auf die Hygieneetikette, wie auf den Plakaten in der Universität ausgehängt. Wenn Sie sich krank fühlen, bleiben Sie zu Hause. Bitte beachten Sie, dass viele Desinfektionsmittel nicht virozid wirken. Die Mittel, die es tun, können für die gesamte Universität nur mit einer Lieferzeit von 15-20 Wochen (!) gekauft werden und sollten zudem den Einrichtungen zugutekommen, die eine Desinfektion wirklich benötigen: Arztpraxen, Krankenhäuser und Menschen, die vorerkrankt sind. Haben Sie daher bitte Verständnis dafür, dass wir die flächendeckende Ausstattung der Universität mit Desinfektionsmittel nicht vornehmen werden. Händewaschen ist noch immer der beste Schutz; vor allem nach dem Benutzen von Türklinken oder anderen Kontaktgegenständen. Vermeiden Sie das Händeschütteln und Umarmen. Wenn Sie sich unsicher fühlen, können Sie für Ihre Organisationseinheit kleinere Mengen Desinfektionsmittel selbst beschaffen – achten Sie aber dann darauf, die Hände gut zu pflegen. Rissige Haut ist ein weiteres Infektionsrisiko.
     
  9. Informationsvideo. In der kommenden Woche bringen wir ein Informationsvideo auf die Website, in dem wir weiter über die Situation und die Maßnahmen an unserer Universität berichten.

Alles in allem gilt: Wir fahren auf Sicht – und handeln nach dem bestmöglichen Informationsstand und Gewissen. Wir können nicht ausschließen, dass unsere Informationen und Maßnahmen bald neu bewertet werden müssen und dynamisch bleiben.

Update 9. März

Am Wochenende hat der Bundesgesundheitsminister Spahn die dringende Aufforderung ausgesprochen, aufgrund sich ausbreitender Infektionen mit dem Virus COVID-19 („Corona-Virus“) bestimmte Veranstaltungen abzusagen. An unserer Universität gelten nun folgende Regelungen:

Bitte sagen Sie bis Ende April alle Veranstaltungen der Universität ab, die

  • mehr als 1000 Teilnehmende erwarten lassen oder
  • internationale Besucherinnen und Besucher adressieren.

Ausgenommen sind reguläre Lehrveranstaltungen.

Sollten Sie Mitveranstalter einer internationalen Veranstaltung sein, die im Ausland stattfindet, gelten die Entscheidungsvorgaben der örtlichen Veranstalter sowie das eigene Ermessen. Veranstaltungen in Risikogebieten müssen abgesagt werden. Beim Robert-Koch-Institut können Sie fortlaufend eine aktualisierte Liste der COVID-19 Risikogebiete einsehen.

Möglicherweise müssen die Vorgaben in unserer Universität, die wir bisher auf ein Minimum beschränken, in den kommenden Tagen und Wochen noch aktualisiert werden.

Weiterhin gilt: Wenn Sie individuell Gäste aus Risikogebieten empfangen und diese Kontakte nicht vermeidbar sind, nehmen Sie zuvor zwingend Kontakt mit unserem Betriebsarzt Dr. Henning Allmers auf. Dies gilt auch, wenn Sie selbst ein Risikogebiet bereist haben.

Update 6. März

Hinweise der zuständigen Ministerien:
Im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus haben wir nun von den für uns zuständigen Ministerien die beigefügten Hinweise für den Umgang mit betroffenen Beamtinnen und Beamten und Tarifbeschäftigten des Landes erhalten. Wir möchten Sie bitten, die für Sie relevanten Hinweise aufmerksam durchzulesen:

Hinweise für Beamtinnen und Beamte
Hinweise für Tarifbeschäftgte

Für Rückfragen stehen Ihnen für den Beamtenbereich Frau Seidel, Tel. 4940, für den Bereich der Tarifbeschäftigten Frau Zurlutter, Tel. 4035 sowie grundsätzlich der Leiter des Personaldezernates, Carsten Niekamp, Tel. 4931 und seine Stellvertreterin Stefanie Prieß, Tel. 4934 zur Verfügung.

Dienstreisen:
Dienstreisen in die sogenannten Risikogebiete derzeit nicht genehmigt werden dürfen und bereits genehmigte Dienstreisen nicht angetreten werden sollten. Eine stets aktuell gehaltene Liste dieser Gebiete finden Sie beim Robert Koch-Institut

Veranstaltungen:
Vor dem Hintergrund der derzeitigen regionalen Entwicklungen werden wir Sie in der kommenden Woche darüber informieren, ob Veranstaltungen mit externer oder internationaler Beteiligung abgesagt werden müssen. Wir befinden uns dazu in enger Abstimmung mit Stadt, Landkreis sowie den örtlichen Gesundheitsbehörden.

Hygienemaßnahmen:
In Ergänzung zu den bereits empfohlenen Hygienemaßnahmen zur Vorbeugung von Viruserkrankungen bitten wir Sie um Unterstützung und um einen Hinweis: Sollten die Seifenspender und Handtuchspendersysteme in den WC-Anlagen aufgrund der umfangreicheren Handhygiene geleert sein, senden Sie uns bitte eine kurze E-Mail mit Angabe der Raumnummer mit dem kurzen Hinweis „Handtuch“ oder/und „Seife“ an: handhygiene@uos.de
Wir werden uns um die rasche Auffüllung der Materialien bemühen. Die Seifenspender und Handtuchspendersysteme werden in allen WC-Anlagen jeden Morgen aufgefüllt. Auch hat eine Begehung aller Waschräume stattgefunden, um sicherzustellen, dass Seifenspender und Waschgelegenheiten funktionsfähig sind.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Hygiene- und Verhaltenstipps | 2. März

Liebe Mitglieder der Universität!

Informationen für die Region

Informationen zur regionalen Entwicklung und Verhaltensmaßnahmen finden Sie auch auf der Website des Gesundheitsdienstes für Landkreis und Stadt Osnabrück. Zudem wurde dort ein Bürgertelefon eingerichtet: 0541/501-1111

Da sich die Situation um die Infektionen mit dem so genannten „Corona-Virus“ noch immer als aktuell erweist, hier unsere aktualisierten Hinweise zum derzeitigen Stand sowie zu möglichen Szenarien im Falle einer weiteren Ausbreitung des Virus.

Zunächst darf ich Sie bitten, die Situation mit Umsicht und der derzeit gebotenen Gelassenheit zu betrachten. Wie Sie sicherlich wissen, liegt die Infektionsrate noch immer weit unter der von üblichen Grippewellen; auch die gesundheitliche Gesamtgefährdung durch eine Infektion liegt nicht höher als bei der auch in unserer Region üblichen Grippe. Dennoch ist es ratsam – auch in Betracht der ohnehin einsetzenden Grippezeit – einige  Überlegungen anzustellen, die ich gern mit Ihnen teilen möchte.

Das Robert-Koch-Institut teilt Infektionskrisen in drei Stufen ein; Containment, Protection und Mitigation. Wir befinden uns auf der Ebene des Containment, auf der individuelle Krankheitsverläufe verfolgt und Infektionsketten nach Möglichkeit unterbrochen werden. Hierauf sollte unser Augenmerk nun liegen.

1. Hygiene
In der Downloadbox rechts auf dieser Seite finden Sie ein Poster mit den üblichen Hinweise zur Hygiene, so wie das Robert-Koch-Institut sie vorgibt. Sie können dies gerne innerhalb der Universität verteilen. Derzeit ist es schwierig, Desinfektionsmittel und-spender für eine große Institution wie unsere flächendeckend zu erwerben, aber auch hier werden wir versuchen zu handeln. Viren werden häufig über die Hände und den anschließenden Kontakt mit Speisen/dem Mund übertragen. Gründliches Händewaschen mit Seife ist ein sehr effektiver Schutz. Es versteht sich von selbst, dass Husten und Niesen nicht auf Essenstische und in Richtung anderer Personen erfolgen sollten. Diskretes Abwenden und Niesen/Husten in die Armbeuge gebietet der Knigge der Stunde.

2. Begrüßung
Überlegen Sie, ob häufiges Händeschütteln oder Umarmungen gerade das passende Begrüßungszeremoniell sind. Händeschütteln ist ein geringeres Problem, wenn auf sorgfältige Handhygiene geachtet wird. Trotzdem – grundsätzlich sollten Sie vielleicht vom Handschlag absehen, wenn nicht unbedingt notwendig.

3. Kontakt zu potenziell infizierten oder erkrankten Personen
Da bisher nur sehr wenige Verdachtsfälle und keine Infektionen in Osnabrück gemeldet wurden, stellt sich die Frage nicht akut, wird aber in absehbarer Zeit aufkommen. Sollten in Ihrem Arbeitsbereich Personen infiziert sein oder unter Infektionsverdacht stehen, bitten wir Sie um umgehende Mitteilung an das Präsidium. Personen, die aus potenziellen Infektionsgebieten einreisen, sollten Kontakt zu unserem Betriebsarzt Dr. Henning Allmers aufnehmen.

Bislang gibt es keinerlei Anhaltspunkte für eine gebotene Schließung der Universität. Die Effektivität einer solchen Maßnahme ist grundsätzlich fragwürdig, da es praktisch unmöglich ist, „sichere“ Zeiträume zu definieren und die Universität eine Institution von vielen in Osnabrück ist. Eine Institution unserer Größenordnung würde eine solche Entscheidung folglich immer nur in enger Absprache mit Stadt, Landkreis, Institutionen der Wirtschaft sowie der Hochschule treffen können. Eine enge Abstimmung zwischen den genannten Institutionen erfolgt fortlaufend. Nach Ostern werden wir eine neue Sachlage vorfinden, da viele Menschen verreisen und rückkehren werden und die Verbreitung des Virus‘ dann aktuell betrachtet werden muss. Kurz vor Ostern wenden wir uns daher voraussichtlich mit neuen Informationen an alle Mitarbeitenden.

4. Lehrveranstaltungsbetrieb
Wir befinden uns derzeit in der vorlesungsfreien Zeit. Dies bedeutet, dass wenige Lehrveranstaltungen stattfinden. Sollten Sie dennoch Lehrveranstaltungen durchführen, bitten wir Sie, die Informationen auf dieser Seite mit Ihren Studierenden zu teilen. Derzeit sehen wir keine Veranlassung, Lehrveranstaltungen abzusagen. Vor Veranstaltungsbeginn im April werden wir uns mit aktueller Sachlage auch an alle Studierenden wenden. Zum Sommersemester erwarten wir Austauschstudierende auch aus potenziellen Infektionsgebieten. Diese Studierenden werden im Vorfeld kontaktiert, um Vorsichtsmaßnahmen in Form von Untersuchungen sowie ggf. Quarantänemaßnahmen zu vereinbaren.

5. Tagungen/Großveranstaltungen
In den kommenden Wochen werden durch die Universität Osnabrück einige Tagungen und Großveranstaltungen durchgeführt. Bitte nehmen Sie als hauptverantwortliche Veranstalter*in Kontakt mit der Leitung des Präsidialbüros Claudia Kirchner claudia.kirchner@uni-osnabrueck.de auf, damit gemeinsam Überlegungen zur Abwicklung sowie ggf. Entscheidungen getroffen werden können.

Soweit die Sachlage zur Stunde. Bitte bleiben Sie gesund!

Für das Präsidium
Susanne Menzel-Riedl