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Pressemeldung

Nr. 182 / 2019

14. Oktober 2019 : Auf steinigem Weg zu einer Integrationsgemeinschaft? – Vortrag an der Universität Osnabrück beschäftigt sich mit Zustand der Integrationsgesellschaft

Die Offenheit der deutschen Grenzen für Einwandernde hat in den letzten sechs Jahren einen gesellschaftlichen Wandel erzeugt, der zum einen die Integrationsfähigkeit gestärkt aber auch populistische und extremistische Gruppen so stark gemacht hat, dass an vielen Orten im Land die Gesellschaft gespalten ist. Mit dieser Problematik beschäftigt sich am Montag, 21. Oktober, ein Vortrag von Prof. Dr. Andreas Zick (Universität Bielefeld), der im Rahmen der Profillinie Migrationsgesellschaften der Universität Osnabrück eingeladen wurde. Der Vortrag findet ab 18.15 Uhr im Geographiegebäude (Seminarstraße 19 a/b, Raum 02/E04) statt.

Universität Bielefeld, Personen, Konfliktforschung, Gewaltforschung Großansicht öffnen

© Andreas Zick

Der Sozialpsychologe und Konfliktforscher Prof. Dr. Andreas Zick leitet seit April 2013 das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld. Er hat 2016 den Communicatorpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft bekommen und ist häufig als Experte für die Themen Rechtspopulismus, Vorurteile und Gewalt in der Tagesschau zu sehen.

Der Vortrag möchte auf der Grundlage von empirischen Studien eine Perspektive zum Zustand der Integrationsgesellschaft entwickeln und damit zugleich eine Brücke zwischen Konflikt- und Migrationsforschung aufzeichnen. „Berichtet werden Ergebnisse zum Verhältnis und zu den Konflikten zwischen Etablierten und Neuankömmlingen auf der Grundlage der Langzeitstudie zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (2002 bis 2019) sowie der Studie Zugehörigkeit und Ungleichwertigkeit, die seit 2014 die Meinungen der Bevölkerung zur Integration erfasst“, so Prof. Dr. Julia Becker vom Institut für Psychologie und dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), die den Vortrag zusammen mit Prof. Dr. Andreas Pott organisiert.

Es wird sich zeigen, dass Integration und Migration nicht gelingen können, solange Vorurteile und rassistische Überzeugungen, die zunehmend in politischen Ideologien münden und neue Kollektive von Etablierten schaffen, bearbeitet werden. Die Studien zeigen ebenso, dass in der globalen Gesellschaft der Konfliktdynamik in sozialen Räumen eine immer stärkere Bedeutung zukommt. Integrationsgemeinschaften brauchen demokratische Räume. Wovon diese wiederum abhängen, wird der Vortrag fragen.

Der Sozialpsychologe und Konfliktforscher Prof. Dr. Andreas Zick leitet seit April 2013 das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld. Er hat 2016 den Communicatorpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft bekommen und ist häufig als Experte für die Themen Rechtspopulismus, Vorurteile und Gewalt in der Tagesschau zu sehen.
 
Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Julia Becker, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück
Tel.: 0541 969-4870
julia.becker@uni-osnabrueck.de