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Pressemeldung

Nr. 297 / 2012

05. Dezember 2012 : Internationale Berufsausbildung im Handwerk - Universität Osnabrück und Handwerkskammern schließen Kooperationsvertrag

Die Universität Osnabrück wird künftig mit den beiden Handwerkskammern Osnabrück-Emsland und Hildesheim-Südniedersachsen bei der internationalen Berufsbildung im Handwerk eng zusammenarbeiten. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde heute (5. Dezember) in Osnabrück von den Präsidenten und Hauptgeschäftsführern der Handwerkskammern sowie dem Universitätspräsidenten unterzeichnet.

Die Universität Osnabrück wird künftig mit den beiden Handwerkskammern Osnabrück-Emsland und Hildesheim-Südniedersachsen bei der internationalen Berufsbildung im Handwerk eng zusammenarbeiten. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde heute (5. Dezember) in Osnabrück von den Präsidenten und Hauptgeschäftsführern der Handwerkskammern sowie dem Universitätspräsidenten unterzeichnet. Mit der Projektleitung auf Seiten der Universität sind Prof. Dr. Thomas Bals vom Institut für Erziehungswissenschaft (IfE) sowie Prof. Dr. Peter Schneck und Prof. Dr. Alexander Bergs vom Institut für Anglistik/Amerikanistik (IfAA) betraut.

Die beiden Handwerkskammern haben als »Leitkammern« die Federführung für die berufliche Anerkennung von handwerklichen Berufsausbildungen aus den USA. Im Rahmen des seit diesem Jahr geltenden »Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes« soll Berufstätigen aus dem Ausland innerhalb einer Dreimonatsfrist eine verbindliche Auskunft zur Anerkennung bzw. Verwertung ihrer erworbenen einschlägigen beruflichen Abschlüsse und Kompetenzen auf dem deutschen Arbeitsmarkt erteilt werden. Als Beitrag zum »Aufbau eines gemeinsamen Wissensmanagements im Handwerk« wurde von der Universität Osnabrück bereits ein Länderbericht über das US-amerikanische Bildungswesen erstellt sowie Berufs- und (Aus-) Bildungsinformationen zu ausgewählten, handwerklichen Berufen in den USA gesammelt und ausgewertet. Die erarbeiteten Ergebnisse werden in ein Informationsportal für ausländische Berufsqualifikationen eingepflegt.

Bei den Erhebungen bzw. Recherchen waren insbesondere auch die Forschungsaufenthalte von Prof. Bals als Visiting Scholar an der Columbia University/ New York und von Prof. Schneck als Visiting Professor/ Research Scholar an der University of California at Irvine hilfreich.»Durch den Kooperationsvertrag soll nun die langfristige und umfassende Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Theorie und Praxis der internationalen Berufsbildung im Handwerk besiegelt werden«, so Prof. Bals. »Ziel dieser Vereinbarung ist die partnerschaftliche Nutzung der wechselseitigen Potenziale.«

Konkret werden die Handwerkskammern Studierende der Universität Osnabrück bei der Anfertigung von Bachelor- oder Masterarbeiten zur Internationalisierung der Berufsbildung im Handwerk unterstützen. Dabei geht es um die Vermittlung von Kontakten zu relevanten Einrichtungen sowie den Zugang zu einschlägigen Unterlagen. Weiterhin unterstützen sie die Institute der Universität bei der Akquise und Durchführung einschlägiger Forschungsvorhaben, zum Beispiel durch die Nutzung ihrer institutionellen Netzwerke.

Die Universität stellt den Handwerkskammern weiterhin die Expertise zur internationalen Berufsbildung zur Verfügung, zum Beispiel durch Recherchen, Beratungsangebote oder Vorträge.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Thomas Bals, Universität Osnabrück,
Katharinenstraße 24, 49078 Osnabrück,<br<Berufs- und Wirtschaftspädagogik,<br>Tel.: +49 541 969 6303,
tbals@uni-osnabrueck.de