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Pressemeldung

Nr. 118 / 2016

31. Mai 2016 : Normalfall Migration? Binationale Konferenz mit Beteiligung der Uni Osnabrück

Von Dienstag, 7. Juni, bis zum darauffolgenden Donnerstag findet in Dresden und Breslau eine Tagung und Podiumsdiskussion unter dem Titel „Normallfall Migration? Kulturelle, historische und aktuelle Dimensionen“ statt. Sie wird veranstaltet vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa und dem Willy-Brandt-Zentrum für Deutschland- und Europastudien der Universität Breslau/Wrocław. Kooperationspartner der Tagung ist das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück.

Europa ist geprägt von Migrationen und ihren Folgen: Schon im Mittelalter und der Neuzeit, etwa nach dem Dreißigjährigen Krieg, kommt es in Deutschland zu massenhaft Migration und Neubesiedlungen. Die Migrationsbewegungen des 20. Jahrhunderts sind unter anderem durch die beiden Weltkriege und in den 1990ern durch den Balkankrieg gezeichnet. In diese Geschichte reiht sich nun auch die aktuelle Flüchtlingsbewegung der Menschen aus dem Nahen Osten und Afrika ein, die vor Krieg und Terror im eigenen Land nach Europa fliehen.  

Der Blick zurück in die Geschichte verrät, dass Flucht und Migration zu den wenigen Konstanten der europäischen Geschichte und Kultur gehören. Doch hilft diese Perspektive? Kann man Migration vielleicht sogar als gesellschaftlichen “Normalfall“ bezeichnen? Und welche Folgen hätte eine Antwort auf diese Frage für die aktuellen Probleme?   Mit der Tagung sollen diese und andere Fragen aus der Perspektive zweier unterschiedlicher, aber dennoch eng miteinander verbundener Partnerstädte beantwortet werden: Dresden und Breslau/Wrocław. In den drei Themenschwerpunkten “Migrieren„, “Ankommen„ und “Aufnehmen„ werden historische und gegenwärtige Dimensionen von Flucht und Migration aus deutscher, polnischer und europäischer Sicht beleuchtet.  

Der Historiker und Migrationsforscher apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer, Vorstand des IMIS der Universität Osnabrück, wird zu Beginn der Tagung ein Impulsreferat zu dem Thema “Migration in der europäischen Geschichte„ halten. Seiner Ansicht nach ist Migration keine Ausnahmeerscheinung: »Migration war immer normal in der Geschichte der Menschheit. Sie finden weltweit keine Epoche, in der Sesshaftigkeit Normalität gewesen wäre. Jedes Land wird von Wanderungen durchzogen.« Nach dem Einstiegsvortrag begleitet er außerdem kommentierend das Panel “Ankommen„, das am ersten Tagungstag in Dresden stattfindet.  

Adressaten der Konferenz sind insbesondere mit aktuellen Migrationsfragen befasste Multiplikatoren im Kulturbereich: Vertreterinnen und Vertreter von Bildungseinrichtungen, Medien sowie Religionsgemeinschaften.  

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Neuer Graben 19/21, 49076 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4365
joltmer@uni-osnabrueck.de