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Zukunftsperspektiven

Geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung

Das Gleichstellungsbüro der Universität und die Integrierte Gesamtschule Osnabrück (IGS) führen seit einigen Jahren in Kooperation ein Modell durch, mit dem den Schüler*innen eine geschlechtersensible Berufs- und Studienperspektive ermöglicht werden soll. Das gemeinsam entwickelte jahrgangsübergreifende Konzept macht ab dem 8. Jahrgang geschlechtersensible Berufsorientierung kontinuierlich für die Schüler*innen zum Thema, welches in Form unterschiedlicher Angebote konkret bearbeitet wird.
Das Modell wurde auf Grundlage des jährlich bundesweit stattfindenden Girls‘Day und Boys’Day entwickelt, an dem auch das Gleichstellungsbüro bis zum Jahr 2009 teilgenommen hat. Durch die Singularität des Angebots und die im Schulumfeld und bei den Schüler*innen selbst fehlende Thematisierung und Einrahmung des Tages konnte dabei jedoch – so hat sich vielfach gezeigt – eine tatsächliche Sensibilisierung nicht erreicht werden.
Ziel des neu konzipierten Angebots – einer exklusiven Kooperation zwischen Gleichstellungsbüro und IGS – ist es folglich, eine kontinuierliche und nachhaltige geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung zu gewährleisten und den Jugendlichen neue Horizonte zu eröffnen.
Dazu wird im Anschluss an ein umfassendes Gender-Training in der 8. Jahrgangsstufe im 9. Schuljahr ein „Zukunftstag“ an der Universität Osnabrück angeboten. Hier bekommen die Schüler*innen eine erste Möglichkeit, eine Universität von innen zu sehen und sich ein Bild davon zu machen, was es bedeutet, an einer Universität lernen zu können. Das Gleichstellungsbüro hat damit nicht nur den Auftrag zur Durchsetzung der Geschlechtergerechtigkeit im Blick, sondern auch den der gleichberechtigten Teilhabe im Sinne einer offenen Hochschule. Die Universität Osnabrück profitiert gleichwohl durch den potenziellen Gewinn neuer Studierender. Im 11. Jahrgang bieten die Zentrale Studienberatung und das Gleichstellungsbüro den Jugendlichen eine weitere geschlechtersensible Berufs- und Studienorientierung an. Im Mittelpunkt steht es, die eigenen Stärken, Interessen und Fähigkeiten zu erkunden und für den Orientierungsprozess relevante Werte und Ziele zu formulieren.
Neben den Angeboten für die Schüler*innen werden auch Lehrkräfte, welche die Schüler*innen bei der beruflichen Orientierung begleiten, durch das Gleichstellungsbüro der Universität gesondert geschult und sensibilisiert. Dadurch wird erreicht, dass die Kolleg*innen auch inhaltlich eingebunden sind und eine gute Kommunikation des Konzepts an die Schüler*innen stattfinden kann. Hauptfunktion der Gendersensibilisierung ist es jedoch, die Lehrkräfte für eine geschlechtersensible Berufsorientierung ihrer Schüler*innen zu qualifizieren. Durch die kontinuierliche und umfassende Sensibilisierung und die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Gleichstellungsbüro soll die Nachhaltigkeit des Projektes sichergestellt werden.

Die Campusreporterinnen und Campusreporter der IGS Osnabrück berichten über zwei spannende Projekte des Zukunftstages 2019. 

Für weitere Informationen zum Konzept können Sie sich gerne an die Koordinatorin aus dem Gleichstellungsbüro Annkatrin Kalas wenden.

Wenn auch Sie an einer geschlechtersensiblen Berufs- und Studienberatung interessiert sind, steht Ihnen Anja Thiebach von der Zentralen Studienberatung als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

MentUOS

Die Universität Osnabrück bietet mit MentUOS ein Mentoringprogramm für Studentinnen an, die ihre beruflichen Netzwerke und Karriereperspektiven ausbauen möchten.
Im Mittelpunkt von Mentoring steht die Tandem-Beziehung zwischen Mentor*in und Mentee. Mentor*innen sind berufserfahrene Personen, die in der Wissenschaft, Wirtschaft oder Verwaltung tätig sind. Mentees sind der Fach- und Führungskräftenachwuchs – bei MentUOS Studentinnen, die sich kurz vor der Berufseinstiegsphase befinden.
Die Mentor*innen geben den Mentees ihr fachliches Wissen und ihre berufliche Erfahrung weiter, binden sie in bestehende Netzwerke ein, vermitteln Kontakte und bieten Unterstützung bei der beruflichen und persönlichen Entwicklung. So können Mentor*innen die Mentees an ihren eigenen Erfahrungen und Handlungsstrategien teilhaben lassen und zugleich Wegbegleiter*innen und Türöffner*innen sein. Neben der Mentoring-Beziehung haben die Mentees die Möglichkeiten, an einer Workshopreihe zur Berufs- und Lebensplanung teilzunehmen und sich zudem bei Networking-Veranstaltungen mit den anderen Mentees und Mentor*innen zu vernetzen.

Die Ziele von MentUOS sind:
•    Die Berufs- und Karriereaussichten der Studentinnen durch gezielte Maßnahmen erweitern und auf ihren Wegen in die Wissenschaft oder in einen außeruniversitären Berufseinstieg begleiten
•    Kompetenzen sichtbar machen und stärken
•    Den Berufseinstieg und -aufstieg bereits während des Studiums thematisieren
•    Reflexionsprozesse anstoßen, Anregungen zur Karriereplanung und Persönlichkeitsentwicklung geben, persönliche Zielsetzung unterstützen
•    Netzwerke aufbauen, Erfahrungsaustausch ermöglichen, Kontakte knüpfen

Mehr Informationen zum angebotenen Mentoring, den Voraussetzungen zur Teilnahme am Programm und den Bewerbungsmöglichkeiten finden Sie bei MentUOS und bei Ihrer Ansprechpartnerin Greta Schaffer-Weiß.

"Paare im Übergang"

Der Workshop "Paare im Übergang" richtet sich an (studentische/promovierende) Paare im Übergang vom Studium in den Beruf und beinhaltet die Erarbeitung von Strategien zur Vereinbarkeit von Beruf, Partnerschaft und Familie. Ziel der beiden Tage ist es, eine umfassende, ganzheitliche Lebensplanung in den Blick zu nehmen.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Immatrikulation an der Universität Osnabrück mindestens einer Partnerin oder eines Partners. Ein wichtiges Element des Workshops ist die Diskussion mit einer Führungskraft eines regionalen Unternehmens. Hier werden Einblicke in den konkreten Umgang mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus Unternehmenssicht gegeben.

Weitere Inhalte sind:
•    Reflexion von persönlichen Wünschen und der Wirklichkeit
•    Umgang mit geschlechtsspezifischen Rollenverständnissen und Erwartungen
•    Gelingende Kommunikation in der Partnerschaft
•    Strategien zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie innerhalb der Partnerschaft

Weitere Informationen und die aktuellen Workshoptermine können Sie auf der Seite Paare im Übergang oder bei der Ansprechpartnerin Christine Kammler erlangen.
 

Diversity- und Gendertrainings

Das Gleichstellungsbüro veranstaltet regelmäßig Gender- und Diversitytrainings oder unterstützt Sie bei der Suche nach passenden Trainingsformaten und Trainer*innen.
Mit den Trainings möchten wir Studierende, Beschäftigte aber auch Schüler*innen und Lehrkräfte darin unterstützen, einen kompetenten und professionellen Umgang mit Vielfalt und den damit verbundenen Herausforderungen zu entwickeln. Neben der Sensibilisierung für Diversität, Diskriminierung und Chancengerechtigkeit erwerben die Teilnehmenden Wissen über Grundlagen der Frauen- und Geschlechterforschung, Diversitätskategorien, über Beratungsinstitutionen und darüber, wie sie in konkreten Fällen Handlungssicherheit erlangen können.

Themen des Workshops:
•    Reflexion der Teilnehmer*innen über die eigene Diversität und (Geschlechter-)Rollenbilder
•    Sensibilisierung der Teilnehmer*innen für die Diversität anderer
•    Sensibilisierung für Geschlechter(un)gerechtigkeiten
•    Reflektierter Umgang der Teilnehmer*innen mit Diversität und Geschlechterstereotypen
•    Verknüpfung von Theorie und Praxis

Bei Interesse an einer Teilnahme oder mehr Informationsbedarf können Sie sich gerne an Melora Felsch (Diversity) oder Annkatrin Kalas (Gender) wenden oder direkt bei StudIP für den nächsten angebotenen Termin für das Training eintragen.

Termin für das nächste Gender- und Diversitytraining: 21.06.2019 und 28.06.2019, Anmeldung über StudIP.