Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Willkommenskultur. Foto: Fotolia/Markus Mainka

Informationen für Geflüchtete

Sprachförderung, Gaststudium, Freizeitangebote: An der Universität Osnabrück  haben Studierende und Lehrende verschiedene Angebote und Initiativen ins Leben gerufen, um nach Deutschland Geflüchteten während ihres Aufenthaltes in der Stadt und im Landkreis Osnabrück praktische Hilfe und Unterstützung anzubieten und sie damit willkommen zu heißen.

Kontakt

Studium

Sprache fördern

Studentische Initiativen: Sport und Freizeit

Weitere Angebote an der Uni

Initiativen in Stadt und Landkreis Osnabrück

Nützliche Links

Kontakt

Koordination:
Dr. Sabine Bohne, IMIS
Tel: +49 541 969 6360
coord-refugees@uos.de

Fachlicher Beirat:
Prof. Dr. Christina Noack, FB 7; Prof. Dr. Jochen Oltmer, IMIS; Prof. Dr. Christoph Rass, IMIS; Prof. Dr. Helen Schwenken, IMIS

Hochschulleitung:
Prof. Dr. Joachim Härtling, Vizepräsident für Studium und Lehre

Studium

Gaststudium

Geflüchtete können sich an der Universität Osnabrück für eine spezielles Gasthörerprogramm einschreiben. In diesem Programm können sie Kurse im Umfang von bis zu 10 Leistungspunkten (ECTS) absolvieren und auch an den Prüfungen teilnehmen. (Das ist im klassischen Gasthörer-Angebot der Universität, das Geflüchtete ebenfalls kostenlos besuchen können, nicht möglich). Für bestandene Prüfungen bekommen sie einen Nachweis, der auf ein späteres reguläres Studium angerechnet werden kann. Das Programm ist kostenfrei.

Reguläres Studium

Für ein reguläres Studium an der Universität Osnabrück sind bestimmte Zugangsvoraussetzungen nötig. Für die Aufnahme in ein grundständiges Studium, z. B. Bachelor, benötigen Bewerberinnen und Bewerber eine entsprechende Hochschulreife. Für die Aufnahme in einen Masterstudiengang sind ein akademischer Abschluss – in der Regel der Bachelor - sowie die besondere Eignung Voraussetzung. Darüber hinaus müssen Sprachkenntnisse, in der Regel Deutschkenntnisse, nachgewiesen werden.

Nach Deutschland Geflüchtete, die fluchtbedingt keine Zeugnisse haben, können beim Studienkolleg Hannover einen Aufnahmetest ablegen. Wer den Test besteht und entsprechende Deutschkenntnisse nachweist, kann zum Kolleg zugelassen werden und in einem Jahr die fachgebundene Hochschulreife erwerben. (Hinweis: Der Andrang auf das Kolleg ist sehr groß, sodass die Chance auf einen Platz trotz bestandenem Test zurzeit gering ist.)
Bei besonders guten Prüfungsleistungen im Aufnahmetest (mindestens 85 Prozent im mathematischen Teil) und entsprechenden Deutschkenntnissen (in der Regel auf C1-Niveau) können Geflüchtete ohne Zeugnisse direkt zu zulassungsfreien Studiengängen zugelassen werden. Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen muss ein regulärer Besuch des Studienkollegs erfolgen. Zusätzlich müssen für den Besuch des Studienkollegs in jedem Fall Deutschkenntnisse (je nach Schwerpunktkurs Sprachniveau B1 oder B2) nachgewiesen werden.

Weitere Informationen sind im Studierendensekretariat und beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) erhältlich.

Finanzierung des Studiums mit BAföG

BAföG ist das staatliche Förderung von Schülern und Studierenden in Deutschland. Die Abkürzung BAföG steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Wer mit BAföG gefördert wird, erhält je nach finanzieller Situation bis zu 670 Euro monatlich zur Finanzierung seiner Ausbildung. In der Regel muss das Studium vor Vollendung des 30. Lebensjahres begonnen worden sein. BAföG-Zahlungen werden grundsätzlich zu 50 Prozent als Zuschuss und zu 50 Prozent als unverzinsliches Darlehen gewährt.

Auch Geflüchtete können von der finanziellen Förderung durch das BAföG profitieren:

  • Asylberechtigte und anerkannte Geflüchtete sind berechtigt, Leistungen nach dem BAföG zu beziehen
    (vgl. Flüchtlingsrat Niedersachsen).
  • Ab dem 1. Januar 2016 gilt, dass geduldete Personen und Inhaber bestimmter humanitärer Aufenthaltstitel schon nach 15 Monaten BAföG beantragen können.

In Osnabrück berät das Studentenwerk Osnabrück zum Thema BAföG. Bitte wenden Sie sich an die Abteilung für Studienfinanzierung.

Sprache fördern

Online-Spracheinstufungstest

Der Online-Spracheinstufungstest OnSET wendet sich an Flüchtlinge, die einen Sprachkurs belegen möchten, bevor sie ihr Studium in Deutschland beginnen oder fortsetzen.

Ansprechpartner

Jan Kattenbach
Universität Osnabrück
Sprachenzentrum
Neuer Graben 7/9
49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4695
E-Mail

Intensivkurs Deutsch für den Hochschulzugang

Das Land Niedersachsen hat Mittel zur Verfügung gestellt, um höherqualifizierten Geflüchteten durch Sprachkurse sowie durch begleitende Betreuung und Beratung die Aufnahme eines Hochschulstudiums zu ermöglichen.

Im Rahmen dieses Programms führt das Sprachenzentrum der Universität Osnabrück mit Kooperationspartnern Intensivsprachkurse Deutsch durch, die neben 800 Unterrichtsstunden für den Spracherwerb auch die Vermittlung von Kenntnissen zur beruflichen Orientierung und zur Orientierung im deutschen Ausbildungs- und Hochschulsystem enthalten. Kooperationspartner sind die Volkshochschule Osnabrück, die Bildungsvereinigung Arbeit und Leben und die Landvolkhochschule Oesede.

Ziel des Sprachkurses ist das Erreichen des Niveaus C1, nachgewiesen durch eine von den Hochschulen anerkannte Prüfung (TestDaF, Telc, DSH). Nach erfolgreicher Prüfung und bei Vorliegen einer Hochschulzugangsberechtigung ist eine Einschreibung zum Studium möglich.

Ansprechpartner

Bastian Stöppler
FB 7, Institut für Germanistik
Raum 41/E13
Tel.: + 49 541 969 4929
 E-Mail

Deutsch als Zweitsprache (DAZ)/ Deutsch als Fremdsprache (DAF)

Das Institut für Germanistik (IfG) bietet Studierenden in Seminaren und Fortbildungsangeboten an, sich Grundkompetenzen in den Bereichen Deutsch als Zweitsprache und Mehrsprachigkeit zu anzueignen.  Daran anschließend haben diese Studierenden die Möglichkeit, im Rahmen verschiedener Projekte und Aktivitäten geflüchteten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im schulischen und außerschulischen Bereich beim Deutschlernen zu helfen. Dieses Engagement erfolgt ehrenamtlich in Kooperation mit lokalen Partnerinitiativen und -organisationen.

Dieses Angebot richtet sich insbesondere an Lehramtsstudierende, die so eine Basisqualifikation im Bereich Deutsch als Zweitsprache erhalten. Mit den so erworbenen Kompetenzen bereiten sich die angehenden Lehrer auch auf den Unterricht mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Erstsprachen im späteren Berufsleben vor.

Gleichzeitig stehen das ZLB und das IfG in engem Kontakt mit zahlreichen Trägern der schulischen und außerschulischen Sprachförderung. Hieraus ergeben sich unter anderem regelmäßig stattfindende Fortbildungsangebote für ehrenamtliche Sprachlernhelferinnen und Sprachlernhelfer, die in Stadt und Land Osnabrück Deutschkurse auf verschiedenen Niveaustufen für Geflüchtete veranstalten.

Weitere Angebote im Bereich der Lehrerfortbildung und zur Unterstützung des Gasthörendenprogramms der Universität sind im Sommerstester 2016 angelaufen (zum Beispiel Unterstützung der virtuellen Sprachförderung für geflüchtete Gasthörende). Diese Maßnahmen der Universität werden vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.

Studentische Initiativen

Sportangebote

© Universität Osnabrück / Michael Münch

Sport schafft Bewegungs- und Begegnungsräume. Im Spiel können geflüchtete Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihre ungewisse Situation für einen Moment lang hinter sich lassen. Im weiten Feld des Sports wird Teilhabe erfahrbar, Berührungsängste – vor allem auch beheimateter Mitmenschen – können abgebaut werden." (Leitlinie der Projektgruppe)

Im November 2014 riefen Studierende des Instituts für Sport- und Bewegungswissenschaften das Praxisprojekt "Sport mit Osnabrücker Flüchtlingen (SmOF)"  ins Leben. Im Laufe des Jahres sind durch die ehrenamtlich arbeitende Projektgruppe zahlreiche Aktivitäten für geflüchtete Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Osnabrück entstanden:

Wöchentliche Angebote:

  • Spiel- und Sportnachmittag mit Kindern im Flüchtlingshaus am Natruper Holz
  • Ballsportgruppe mit jungen Männern im Flüchtlingshaus am Natruper Holz
  • Ballsportnachmittag mit Studierenden und jugendlichen Geflüchteten
  • Bouldergruppe mit jungen Erwachsenen
  • Tischtennisgruppe mit jungen Erwachsenen
  • Schwimmgruppe mit Kindern und Frauen

Unregelmäßige Angebote:

  • Teilnahme der Fußballmannschaft Team Welcome Osnabrück (gemischtes Team von Geflüchteten und Studierenden) an der Uni-Liga und anderen Freizeitturnieren
  • Gemeinsamer Besuch von Sportveranstaltungen (GiroLive Panthers, VFL Osnabrück, DFB-Länderspiel, Artland Dragons)
  • Waldexkursion, Bewegungslandschaft, Parkour, Spielefeste und Besuch beim Tag des Sports

Weitere Aktivitäten:

  • Sportkleidung-Sammelaktionen
  • Sponsorenlauf mit (Sport-)Studierenden
  • Kooperation mit dem organisierten Sport (SSB) und der Flüchtlingssozialarbeit
  • Konzeption von Weiterbildungsangeboten sowie eine Projektverstetigung

Aktuell entstehen darüber hinaus Angebote für Geflüchtete in Notunterkünften.

Kontakt:
SmOF - Sport mit Osnabrücker Flüchtlingen, Projektgruppe am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Osnabrück, Jahnstraße 75, 49080 Osnabrück, smof@uni-osnabrueck.de

Projektverantwortung:
Ines Weiden und Daniel Wangler

Tandem-Mentoring „Tandem@OS“  

Der Osnabrücker Standort von „Chancen Gestalten“ wurde im Dezember 2015 als studentische Initiative ins Leben gerufen und besteht aus Masterstudierenden der Studiengänge „Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen“, „Interkulturelle Psychologie“ und „Erziehungswissenschaften“. In enger Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle der Universität Osnabrück (Coordination Refugees@UOS) betreibt die Initiative seit Beginn des Wintersemesters 2016/2017 das Programm „Tandem@OS“. Ziel des Tandem-Mentorings ist eine Begegnung auf Augenhöhe zwischen Osnabrücker Studierenden und geflüchteten Gasthörenden, die sich sprachlich und kulturell austauschen können. Die Gasthörenden werden zudem dabei unterstützt, sich in der Universität Osnabrück zurecht zu finden und zu integrieren.

Vor dem Start des Programms nahmen 26 neue Mentorinnen und Mentoren an einer dreitägigen Ausbildung teil, die Informationen über interkulturelle Kompetenz und den Umgang mit Traumata sowie den Gastvortrag eines Osnabrücker Anwalts zum Asylrecht umfasste. Nach einer Einführungsveranstaltung lernten schließlich 29 Mentees ihre Mentorinnen und Mentoren kennen. Zu den ersten gemeinsamen Aktionen zählten ein Ausflug in die Schlittschuhhalle und ein gut besuchtes Begegnungsfest in Koordination mit dem AStA.  

Kontakt: tandemos@uos.de

FreiZeit für Flüchtlingskinder

Die Initiative bietet Projekte und Aktionen an, um geflüchteten Kindern Freizeitaktivitäten außerhalb der Unterkunft zu ermöglichen und ihnen damit Raum zur Selbstverwirklichung und Selbstwahrnehmung zu geben. Ein Fotoprojekt, ein Tanzworkshop sowie Ausflüge in den Osnabrücker Zoo oder in den Botanischen Garten in Osnabrück sind nur einige Beispiele für die Angebote.

Dokumentarisches Theater: Asyl-Dialoge

Die Initiative "Studium und dann?" des Masterstudiengangs "Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen (IMIB)" hat in Zusammenarbeit mit der IMIB-Fachschaft im letzten Semester gemeinsam mit Geflüchteten die Asyldialoge - ein dokumentarisches Theater - in Osnabrück organisiert. Weitere Aktionen in diesem Kontext sind geplant.

Weitere Angebote

Mentorenprogramm "Lichtpaten"

Die Muslimische Jugendcommunity Osnabrücker Land (MUJOS e.V.) bietet mit Unterstützung von Balu und du ein Mentorenprogramm für geflüchtete Kinder an. Den Kindern wird ein ehrenamtlicher Pate zur Seite gestellt, der oder die sich einmal wöchentlich mit dem Kind trifft und bei Spaß und Freizeitspielen die Integration in Schule und Gesellschaft fördert.

Medizinische Versorgung

Im ehemaligen Klinikum "Natruper Holz" in Osnabrück befindet sich seit Ende 2014 eine Erstaufnahmestelle für Geflüchtete. Im selben Gebäude hat auch das Institut für Interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation an der Universität Osnabrück (iDerm) seinen Sitz. Institutsdirektor und Dermatologe Prof. Dr. med. Swen Malte John hat in Abstimmung mit den Krankenversicherungsverbänden die Gesundheitsversorgung der Geflüchtete im Lager Natruper Holz übernommen.

Weitere Initiativen und Angebote in Stadt und Landkreis Osnabrück

Stadt Osnabrück

Die Koordinierungsstelle Flüchtlingssozialarbeit betreut und berät die Flüchtlinge in den städtischen Gemeinschaftsunterkünften.
Mehr Infos

Zahlreiche Initiativen für Geflüchtete werden durch die Stadt Osnabrück maßgeblich gefördert und begleitet
Mehr Infos

Exil e.V.
Das Osnabrücker Zentrum für Geflüchtete bietet niedrigschwellige Sprachkurse an und vermittelt Kontakt zu Studierenden, die persönliche Hilfe leisten. Zusammen mit der Fachschaft Philosophie der Universität Osnabrück startet ein Projekt, in dem Geflüchteten Mentorinnen und Mentoren zur Seite gestellt werden, die beim Zurechtfinden in der neuen Umgebung hellfen.

Amnesty International
Auch die Hochschulgruppe Osnabrück von Amnesty International beschäftigt sich mit dem Thema.

Weitblick Osnabrück e.V.
Die Studenteninitiative setzt sich für einen weltweit gerechteren Zugang zu Bildung ein und engagiert sich vor diesem Hintergrund auch für die Geflüchteten in Osnabrück.

Caritas Osnabrück
Zum Angebot des Verbands zählt eine Nachhilfebetreuung für geflüchtete Kinder und Jugendliche, die größtenteils Studierende leisten.

NoLager
Unter dem Dach "NoLager" finden sich Initiativen unterschiedlicher Ausrichtung zusammen. Vorrangig geht es darum, Lagerunterbringung zu vermeiden.

Osnabrücker Integrationslotsen
Darunter befinden sich zahlreiche Studierende, die mit Geflüchteten arbeiten.

Flüchtlingshilfe Rosenplatz
Engagement im Sinne der Nachbarschaftshilfe für Geflüchtete, unter Beteiligung von Studierenden.

Darüber hinaus sind Osnabrücker Studierende auch an den bundesweiten Initiativen beteiligt, Geflüchtete in Privathaushalten, zum Beispiel auch in Wohngemeinschaften, unterzubringen.

Bündnis gegen Abschiebungen
Zusammenschluss verschiedenster Gruppierungen und Einzelpersonen in Osnabrück, die Abschiebungen (insbesondere nach den Dublin III-Regelungen) zu verhindern suchen.