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Willkommenskultur. Foto: Fotolia/Markus Mainka

Informationen für Geflüchtete

Sprachförderung, Gaststudium, Freizeitangebote: An der Universität Osnabrück  haben Studierende und Lehrende verschiedene Angebote und Initiativen ins Leben gerufen, um nach Deutschland Geflüchteten während ihres Aufenthaltes in der Stadt und im Landkreis Osnabrück praktische Hilfe und Unterstützung anzubieten und sie damit willkommen zu heißen.

Studium

Sprache fördern

Studentische Initiativen: Sport und Freizeit

Weitere Angebote an der Uni

Initiativen in Stadt und Landkreis Osnabrück

Nützliche Links

Ansprechpartner*innen

Für die Erstberatung und bei grundsätzlichen Fragen wenden Sie sich bitte an die Koordinationsstelle
Coordination Refugees@UOS:

Rouven Brinkmann
Tel. +49 541 969-4625
coord-refugees@uni-osnabrueck.de

Bei Fragen zu den Themen Studienorientierung und Studienwahl wenden Sie sich bitte an die Zentrale Studienberatung:
Einmal monatlich findet eine Gruppenberatung für internationale Studieninteressierte statt. Hier können auch Fragen zum Gasthörendenprogramm besprochen werden. Mehr Informationen: www.zsb-os.de/international
Tel.: +49 541 969 4999          
info@zsb-os.de                                                                                                     

Bei Fragen zu einzelnen Studiengängen und der Beratung zur Auswahl von Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an die Fachstudienberatungen Ihres Studiengangs.

Bei Fragen zur Hochschulzugangsberechtigung, Anerkennung von Zeugnissen und Anmeldung und Zulassung zum Gasthörendenprogramm kontaktieren Sie bitte das Studierendensekretariat:
Janine Even                        
Tel.: +49 541 969-7777  
studentsoffice@uni-osnabrueck.de

Bei Fragen zum Tandemprogramm wenden Sie sich bitte an die Welcome-Projektverantwortlichen:
welcome@uni-osnabrueck.de

Bei Fragen zu Deutschkursen wenden Sie sich bitte an das Sprachenzentrum:
sprachenzentrum@uni-osnabrueck.de                          

Bei Fragen zu Aufenthaltsrecht, Studienfinanzierung und Versicherungen wenden Sie sich bitte an das International Office:
Malte Paolo Benjamins                               
Tel.: +49 541 969-4972                     
malte.paolo.benjamins@uni-osnabrueck.de

Bei Fragen rund um das (Gast-)Studium an der Hochschule Osnabrück bekommen Sie im Center for International Students (CIS) der Hochschule:
Rita Malich                                       
Tel.: +49 541 969-3044                            
r.malich@hs-osnabrueck.de                  

Studium

Gaststudium

Geflüchtete können sich an der Universität Osnabrück für eine spezielles Gasthörerprogramm einschreiben. In diesem Programm können sie Kurse im Umfang von bis zu 10 Leistungspunkten (ECTS) absolvieren und auch an den Prüfungen teilnehmen. (Das ist im klassischen Gasthörer-Angebot der Universität, das Geflüchtete ebenfalls kostenlos besuchen können, nicht möglich). Für bestandene Prüfungen bekommen sie einen Nachweis, der auf ein späteres reguläres Studium angerechnet werden kann. Das Programm ist kostenfrei.

Reguläres Studium

Für ein reguläres Studium an der Universität Osnabrück sind bestimmte Zugangsvoraussetzungen nötig. Für die Aufnahme in ein grundständiges Studium, z. B. Bachelor, benötigen Bewerberinnen und Bewerber eine entsprechende Hochschulreife. Für die Aufnahme in einen Masterstudiengang sind ein akademischer Abschluss – in der Regel der Bachelor - sowie die besondere Eignung Voraussetzung. Darüber hinaus müssen Sprachkenntnisse, in der Regel Deutschkenntnisse, nachgewiesen werden.

Nach Deutschland Geflüchtete, die fluchtbedingt keine Zeugnisse haben, können beim Studienkolleg Hannover einen Aufnahmetest ablegen. Wer den Test besteht und entsprechende Deutschkenntnisse nachweist, kann zum Kolleg zugelassen werden und in einem Jahr die fachgebundene Hochschulreife erwerben. (Hinweis: Der Andrang auf das Kolleg ist sehr groß, sodass die Chance auf einen Platz trotz bestandenem Test zurzeit gering ist.)
Bei besonders guten Prüfungsleistungen im Aufnahmetest (mindestens 85 Prozent im mathematischen Teil) und entsprechenden Deutschkenntnissen (in der Regel auf C1-Niveau) können Geflüchtete ohne Zeugnisse direkt zu zulassungsfreien Studiengängen zugelassen werden. Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen muss ein regulärer Besuch des Studienkollegs erfolgen. Zusätzlich müssen für den Besuch des Studienkollegs in jedem Fall Deutschkenntnisse (je nach Schwerpunktkurs Sprachniveau B1 oder B2) nachgewiesen werden.

Weitere Informationen sind im Studierendensekretariat und beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) erhältlich.

Finanzierung des Studiums mit BAföG

BAföG ist das staatliche Förderung von Schülern und Studierenden in Deutschland. Die Abkürzung BAföG steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Wer mit BAföG gefördert wird, erhält je nach finanzieller Situation bis zu 853 Euro monatlich (Stand: Dezember 2019) zur Finanzierung seiner Ausbildung. In der Regel muss das Studium vor Vollendung des 30. Lebensjahres begonnen worden sein. BAföG-Zahlungen werden grundsätzlich zu 50 Prozent als Zuschuss und zu 50 Prozent als unverzinsliches Darlehen gewährt.

Auch Geflüchtete können von der finanziellen Förderung durch das BAföG profitieren:

  • Asylberechtigte und anerkannte Geflüchtete sind berechtigt, Leistungen nach dem BAföG zu beziehen
    (vgl. Flüchtlingsrat Niedersachsen).
  • Ab dem 1. Januar 2016 gilt, dass geduldete Personen und Inhaber bestimmter humanitärer Aufenthaltstitel schon nach 15 Monaten BAföG beantragen können.

In Osnabrück berät das Studentenwerk Osnabrück zum Thema BAföG. Bitte wenden Sie sich an die Abteilung für Studienfinanzierung.

Sprache fördern

Studierfähigkeitstest TestAS und Spracheinstufungstest onSET

Die g.a.s.t. Gesellschaft für Akademische Studienvorbereitung und Testentwicklung e. V. in Bochum  informiert in einem Film und auf ihren Seiten über ihre Angebote für Flüchtlinge. Der TestAS für Flüchtlinge ist ein Studierfähigkeitstest, der die allgemeine und fachliche Eignung zum Studium prüft. Der Online-Spracheinstufungstest onSET wendet sich an Flüchtlinge, die einen Sprachkurs belegen möchten, bevor sie ihr Studium in Deutschland beginnen oder fortsetzen.

Studentische Initiativen

Sportangebote

© Universität Osnabrück / Michael Münch

Sport schafft Bewegungs- und Begegnungsräume. Im Spiel können geflüchtete Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihre ungewisse Situation für einen Moment lang hinter sich lassen. Im weiten Feld des Sports wird Teilhabe erfahrbar, Berührungsängste – vor allem auch beheimateter Mitmenschen – können abgebaut werden." (Leitlinie der Projektgruppe)

Im November 2014 riefen Studierende des Instituts für Sport- und Bewegungswissenschaften das Praxisprojekt "Sport mit Osnabrücker Flüchtlingen (SmOF)"  ins Leben. Im Laufe des Jahres sind durch die ehrenamtlich arbeitende Projektgruppe zahlreiche Aktivitäten für geflüchtete Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Osnabrück entstanden:

Wöchentliche Angebote:

  • Spiel- und Sportnachmittag mit Kindern im Flüchtlingshaus am Natruper Holz
  • Ballsportgruppe mit jungen Männern im Flüchtlingshaus am Natruper Holz
  • Ballsportnachmittag mit Studierenden und jugendlichen Geflüchteten
  • Bouldergruppe mit jungen Erwachsenen
  • Tischtennisgruppe mit jungen Erwachsenen
  • Schwimmgruppe mit Kindern und Frauen

Unregelmäßige Angebote:

  • Teilnahme der Fußballmannschaft Team Welcome Osnabrück (gemischtes Team von Geflüchteten und Studierenden) an der Uni-Liga und anderen Freizeitturnieren
  • Gemeinsamer Besuch von Sportveranstaltungen (GiroLive Panthers, VFL Osnabrück, DFB-Länderspiel, Artland Dragons)
  • Waldexkursion, Bewegungslandschaft, Parkour, Spielefeste und Besuch beim Tag des Sports

Weitere Aktivitäten:

  • Sportkleidung-Sammelaktionen
  • Sponsorenlauf mit (Sport-)Studierenden
  • Kooperation mit dem organisierten Sport (SSB) und der Flüchtlingssozialarbeit
  • Konzeption von Weiterbildungsangeboten sowie eine Projektverstetigung

Aktuell entstehen darüber hinaus Angebote für Geflüchtete in Notunterkünften.

Kontakt:
SmOF - Sport mit Osnabrücker Flüchtlingen, Projektgruppe am Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Osnabrück, Jahnstraße 75, 49080 Osnabrück, smof@uni-osnabrueck.de

Projektverantwortung:
Ines Weiden und Daniel Wangler

Refugee Law Clinic Osnabrück 

Die Refugee Law Clinic Osnabrück (RLC) bietet unabhängige und kostenlose Rechtsberatung für Geflüchtete durch Studierende unter Anleitung erfahrener Juristinnen und Juristen. Die Ausbildung potentieller Beraterinnen und Berater hat im Sommersemester 2017 begonnen. Diese sollen das bestehende Angebot an Rechtsberatung des Exil e.V., der Caritas und der Diakonie in Osnabrück ergänzen.

Refugee Law Clinic Osnabrück bei Facebook

Tandem-programm „Tandem@OS“

Tandem@OS wurde im Dezember 2015 als studentische Initiative ins Leben gerufen. In enger Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle der Universität Osnabrück (Coordination Refugees@UOS) betreibt die Initiative seit Beginn des Wintersemesters 2016/2017 das Tandem-Programm.

Ziel des Programms ist eine Begegnung auf Augenhöhe zwischen Osnabrücker Studierenden und Gasthörenden mit Fluchterfahrung, die sich sprachlich und kulturell austauschen können. Die Gasthörenden werden zudem dabei unterstützt, sich in der Universität Osnabrück zurecht zu finden. Tandem@OS startet zu Beginn jedes Semesters mit 40-50 Personen. Der Auftakt des Programms stellt ein zweitägiges Vorbereitungsseminar dar, welches unter anderem Wege an die Universität sowie kulturelle Sensibilisierung und Selbstreflexion thematisiert.

Tandem@OS beinhaltet neben den wöchentlichen Treffen der Tandempaare auch monatliche Gruppenaktionen und Ausflüge.

Kontakt: tandemos@uos.de

Weitere Angebote

FreiZeit für Flüchtlingskinder

Die Initiative bietet Projekte und Aktionen an, um geflüchteten Kindern Freizeitaktivitäten außerhalb der Unterkunft zu ermöglichen und ihnen damit Raum zur Selbstverwirklichung und Selbstwahrnehmung zu geben. Ein Fotoprojekt, ein Tanzworkshop sowie Ausflüge in den Osnabrücker Zoo oder in den Botanischen Garten in Osnabrück sind nur einige Beispiele für die Angebote.

Weitere Initiativen und Angebote in Stadt und Landkreis Osnabrück

Stadt Osnabrück

Die Koordinierungsstelle Flüchtlingssozialarbeit betreut und berät die Flüchtlinge in den städtischen Gemeinschaftsunterkünften.
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Zahlreiche Initiativen für Geflüchtete werden durch die Stadt Osnabrück maßgeblich gefördert und begleitet
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Exil e.V.
Das Osnabrücker Zentrum für Geflüchtete bietet niedrigschwellige Sprachkurse an und vermittelt Kontakt zu Studierenden, die persönliche Hilfe leisten. Zusammen mit der Fachschaft Philosophie der Universität Osnabrück startet ein Projekt, in dem Geflüchteten Mentorinnen und Mentoren zur Seite gestellt werden, die beim Zurechtfinden in der neuen Umgebung hellfen.

Amnesty International
Auch die Hochschulgruppe Osnabrück von Amnesty International beschäftigt sich mit dem Thema.

Weitblick Osnabrück e.V.
Die Studenteninitiative setzt sich für einen weltweit gerechteren Zugang zu Bildung ein und engagiert sich vor diesem Hintergrund auch für die Geflüchteten in Osnabrück.

Caritas Osnabrück
Zum Angebot des Verbands zählt eine Nachhilfebetreuung für geflüchtete Kinder und Jugendliche, die größtenteils Studierende leisten.

NoLager
Unter dem Dach "NoLager" finden sich Initiativen unterschiedlicher Ausrichtung zusammen. Vorrangig geht es darum, Lagerunterbringung zu vermeiden.

Osnabrücker Integrationslotsen
Darunter befinden sich zahlreiche Studierende, die mit Geflüchteten arbeiten.

Flüchtlingshilfe Rosenplatz
Engagement im Sinne der Nachbarschaftshilfe für Geflüchtete, unter Beteiligung von Studierenden.

Darüber hinaus sind Osnabrücker Studierende auch an den bundesweiten Initiativen beteiligt, Geflüchtete in Privathaushalten, zum Beispiel auch in Wohngemeinschaften, unterzubringen.

Bündnis gegen Abschiebungen
Zusammenschluss verschiedenster Gruppierungen und Einzelpersonen in Osnabrück, die Abschiebungen (insbesondere nach den Dublin III-Regelungen) zu verhindern suchen.