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Topinformationen

Familie mit mehreren Generationen gemeinsam am Tisch. Foto: Stephan Schute

Service für Studierende mit Familie

Kinderbetreuung

Kindertagesstätten und Tageseltern

Für die regelmäßige Betreuung von Kleinkindern stehen den Student*innen in Osnabrück Kindertagesstätten (Kitas) und Tageseltern zur Verfügung. Neben den vom Familien- und Kinderservicebüro der Stadt Osnabrück vermittelten öffentlichen und privaten Kitas bieten Universität und Hochschule verschiedene Betreuungseinrichtungen an.

Die Kita "Die kleinen Strolche" des Elternvereins "UNI-KITA" e.V. bietet für 34 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren Betreuung an.

Die Kita "Kindervilla" des Elternvereins Kindervilla e.V. bietet 30 Betreuungsplätze für Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren.

Die Kita "Fingerhut" e.V. ist eine Einrichtung der Hochschule Osnabrück mit 35 Plätzen für Kinder von ein bis sechs Jahren.

Der Kinderbungalow ist eine Großtagespflegestelle der Universität Osnabrück am Campus Westerberg (Gebäude 39), in welcher bis zu 8 Kinder von null bis vier Jahren von drei Tagesmüttern betreut werden.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Kindertagespflege der Stadt Osnabrück durch Tagesmütter oder Tagesväter. Das Kind kann im Haushalt der Tagespflegefamilie oder aber im elterlichen Haushalt betreut werden.

Weitere Angebote

Betreuungsbörse

Die Betreuungsbörse ist ein Angebot des Familien-Service, welches die Kontaktaufnahme zwischen Eltern und Babysitter*innen bzw. Hausaufgabenbetreuer*innen erleichtern soll.

Die Kontaktaufnahme zwischen interessierten Eltern und Personen, die einen Babysitterjob suchen oder Kinder bei den Hausaufgaben unterstützen wollen, ist über die Plattform Stud.IP möglich.

Interessierte Eltern und potentielle Babysitter*innen bzw. Hausaufgabenbetreuer*innen tragen sich in die Veranstaltung "Betreuungsbörse"ein und melden sich anschließend, zur Freischaltung, im Familien-Service.

Für Eltern: Wie finde ich eine (Hausaufgaben-)Betreuung für mein Kind?

Eltern, die eine Betreuungsperson für ihre Kinder suchen, können in der Datenbank der "Betreuungsbörse" fündig werden. Das Angebot ist nach Stadtteilen sortiert und der Kontakt kann direkt per E-Mail aufgenommen werden. Für die Kontaktaufnahme, Entgeltvereinbarungen und die Absprache von Betreuungszeiten sind die Beteiligten selbst verantwortlich.

Notfallbetreuung

Anfang 2013 wurde das Projekt "Notfallbetreuung für Kinder berufstätiger und studierender Eltern" (PDF nicht barrierefrei) als Verbundprojekt des Arbeitskreises "Unternehmen im Familienbündnis" der Stadt Osnabrück ins Leben gerufen. Die Initiative Osnabrücker Unternehmen und Einrichtungen war zunächst als einjähriges Pilotprojekt geplant. Mittlerweile sind an dem Projekt insgesamt 25 Unternehmen auch aus dem Landkreis Osnabrück beteiligt.

Durch die Notfallbetreuung soll sichergestellt werden, dass Kinder studierender oder berufstätiger Eltern auch in Situationen gut betreut werden, die nicht planbar sind. Dazu gehören Engpässe oder Ausfälle in der Kinderbetreuung. Der Service ist für die Eltern kostenfrei - die Kosten übernehmen die beteiligten Firmen und Einrichtungen. Bei beruflich bedingten Engpässen können Kinder stunden- oder tageweise von erfahrenen Fachkräften (zertifizierte Tagesmütter/-väter oder pädagogisch ausgebildete Personen) betreut werden. Die Betreuung soll in der Regel im elterlichen Haushalt stattfinden. Eine vorherige Registrierung im Büro des Familien-Service ist notwendig, um das Angebot nutzen zu können.

Ferienfreizeiten

Gerade in der Schulferienzeit stehen Studierende mit Kindern vor der besonderen Herausforderung, die Betreuung ihrer Kinder mit den individuellen Arbeits- bzw. Urlaubszeiten in Einklang zu bringen.

Als familiengerechte Hochschule bemüht sich die Universität Osnabrück um die bessere Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie und bietet daher den Kindern von Hochschulangehörigen die Möglichkeit, in den Oster-, Sommer- und Herbstferien ein attraktives Freizeitprogramm zu besuchen.

Die Katholische Familien-Bildungsstätte Osnabrück organisiert in Kooperation mit der Universität Osnabrück und der Stadt Osnabrück ein mehrwöchiges Ferienangebot für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen. Um Eltern eine langfristige Ferienplanung zu ermöglichen, gibt es auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit, Kinder schon zu Beginn des Jahres für alle Ferienzeiten des laufenden Jahres anzumelden. Die Betreuung findet in der Regel ganztägig von 8.30 - 16.30 Uhr statt.

Zur Ferienfreizeit können Kinder im Alter von sechs bis 12 Jahren angemeldet werden. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden, stehen in den meisten Betreuungswochen zwei Altersgruppen parallel zur Verfügung:

- Altersstufe 1: sechs bis neun Jahre

- Altersstufe 2: acht bis zwölf Jahre

Auf dem Programm stehen sportliche Aktivitäten wie Schwimmen, Reiten, Klettern ebenso wie kreative Spiel- und Bastelangebote.

Tagesmütter

Schölerberg/Fledder (Meller Straße)

Kernbetreuungszeiten von 8-17 Uhr
für Kinder unter drei Jahren
Kontakt: Elke Grumke

Tel.: 0176 62 66 27 11

Widukindland

Kernbetreuungszeiten von 8-17 Uhr
für Kinder unter drei Jahren
Kontakt: Angelika Denter

Tel.: 0160 98 00 96 24

Mit Kind unterwegs

Stillmöglichkeiten

Westerberg:

  • Mensa Westerberg

Die Gebäudestandorte finden Sie auf den Lageplänen der Universität.

Wickelmöglichkeiten

Westerberg:

  • Gebäude 32, Raum 120
  • Gebäude 35, Raum E 27
  • Gebäude 66, Raum E 31
  • Gebäude 69, Raum E 16
  • Mensa Westerberg

Die Gebäudestandorte finden Sie auf den Lageplänen der Universität.

Wohnen mit Kind

Das Studentenwerk Osnabrück bietet in seinen Wohnanlagen insgesamt 31 familiengerechte und zentrumsnahe Wohnungen mit Platz für bis zu 2 Erwachsene mit 2 Kindern. Die Familienwohnungen sind mit Bad und Küche ausgestattet und liegen zentrumsnah aber ruhig. Weiterhin ist unter bestimmten Bedingungen die Wohngeldstelle der Stadt Osnabrück als Vermittlungseinrichtung für die Angebote des sozialen Wohnungsbaus anzusprechen. Die Hermann-Ehlers-Stiftung, die ein Studentenwohnheim mit Appartements für Alleinerziehende und Paare mit Kind betreut, kann ebenfalls eine Möglichkeit sein, eine familiengerechte Wohnung zu finden. Daneben bietet sich die private Suche über die Neue Osnabrücker Zeitung an. Darüber hinaus könnte auch ein Inserat am Schwarzen Brett der Universität oder der Plattform Stud.IP eine Möglichkeit sein, eine Wohnung zu finden.

Spielbereich in der Mensa

Die Mensen und Cafeterien des Studentenwerks bieten für Kinder von Studierenden, Mitarbeiter*innen und anderen Besucher*innen Wickeltische, kindgerechte Stühle und im Foyer der Mensa am Schlossgarten einen Spielbereich mit Stillecke.

Eltern-Kind-Zimmer in der Bibliothek

Die Universitätsbibliothek stellt Studierenden mit Kind am Standort Alte Münze neben einem ruhigen Stillzimmer auch ein Eltern-Kind-Zimmer für ein ruhiges Arbeiten zur Verfügung. Dieses kann während der Öffnungszeiten genutzt werden, eine vorherige Reservierung ist zu empfehlen. Es bietet einen geräumigen Arbeitsplatz mit PC, Whiteboard und WLAN-Zugang. Kinder können auf einem Spielteppich oder am Kindertisch spielen oder Bilderbücher anschauen während ihre Eltern arbeiten. Zum Ausruhen steht ein Sitz- und Kuschelsack zur Verfügung. Für den Kinderwagen gibt es einen „Parkplatz“ direkt vor der Tür.

Kinderteller

Für Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr besteht, nach vorheriger Anmeldung für Studierende die Möglichkeit, in Verbindung mit einem studentischen Mittagessen, einen kostenlosen Kinderteller zu erhalten. Dafür müssen die Geburtsurkunde und eine Haushaltsbescheinigung vorgelegt werden.

Eltern-Kind Café

Für studierende Eltern und ihre Kinder findet jeden zweiten Freitag im Monat das Eltern-Kind-Café in der Katholischen Familienbildungsstätte (FABI) statt. Dabei handelt es sich um selbstorganisierte Vernetzungstreffen von studierenden Eltern mit ihren Kindern. Es wird gemeinsam von den Gleichstellungsbüros der Universität und der Hochschule sowie dem Studentenwerk unterstützt. Die regelmäßigen Treffen sollen den Eltern eine Möglichkeit bieten, sich mit anderen Studierenden mit Kind auszutauschen, sich untereinander kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen und somit ein unterstützendes Netzwerk zu bilden.

Das Eltern-Kind Café in der Kath. FABI ist auch für angehende Eltern ein hilfreicher und informativer Ort, an dem sie Kontakte knüpfen und von den vielfältigen Erfahrungen anderer Mütter und Väter im Studium profitieren können.

Sie können sich per E-Mail für das Eltern-Kind Café anmelden oder über die angegebenen Kontaktdaten weitere Informationen einholen. Anmeldungen helfen dem Organisations-Team bei der Planung. Spontane Besucherinnen und Besucher sind ebenfalls herzlich willkommen.

Veranstaltungsort:
Katholische Familienbildungsstätte
"Roter Raum"
Große Rosenstraße 18
49074 Osnabrück

Organisation des Studiums

Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft stellt immer einen Neuanfang dar und beinhaltet zahlreiche Herausforderungen durch die sich verändernde Lebenssituation. Besonders im Studium stehen werdende Mütter und Väter vor zahlreichen Fragen: Ist es möglich ein Studium mit Kind erfolgreich zu absolvieren? Welche Sonderregelungen für Prüfungen gibt es? Wie kann das Studieren mit Kind finanziert werden? Der Familien-Service unterstützt und berät werdende Eltern bei allen Fragen rund um Studium und Kind in individuellen und vertraulichen Gesprächen. Wenden Sie sich gerne über die angegebenen Kontaktdaten an uns!

Schwangerschaftsberatung

Beratungen zu allen Themen, die die Schwangerschaft betreffen, bieten auch die Schwangerschafts-Beratungsstellen an. Wenden Sie sich an:

Sozialdienst katholischer Frauen e.V.

Donum vitae e.V.

Pro familia Beratung

Urlaubssemester und Studienunterbrechung

Während der regulären Studienzeit kann ein Antrag auf Beurlaubung wegen Schwangerschaft und/oder Kindererziehung beim Studierendensekretariat gestellt werden. Der Antrag sollte bis zum Ende der Rückmeldefrist eingereicht worden sein, in Ausnahmefällen ist eine Beurlaubung auch danach möglich. Während des Urlaubsemesters besteht kein BAföG-Anspruch. Studierende Mütter und Väter können ihr Studium auch auf unbestimmte Zeit unterbrechen. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass - anders als während der Beurlaubung - die Immatrikulation während einer Studienunterbrechung nicht aufrechterhalten bleibt. Der Studierendenstatus geht somit verloren. Bei einer längeren Unterbrechung kann es zudem zu Schwierigkeiten bei der Wiederaufnahme des Studiums kommen. Der Familien-Service berät und unterstützt Sie bei finanziellen, sozialen und organisatorischen Fragen rund um das Studium mit Kind.

Studienbeiträge und Langzeitstudiengebühren

Die Universität erhebt von Studierenden Semesterbeiträge, welche in die Finanzierung der universitären sowie studentischen Verwaltung, als auch des Studentenwerkes fließen. Eine Befreiung von diesen Beiträgen ist in der Regel nicht möglich.

Von Langzeitstudiengebühren sind Studierende, welche ein Kind unter 14 Jahren betreuen, in der Regel jedoch befreit. Diese Gebühren werden erhoben, wenn das „Studienguthaben“, das heißt grob die doppelte Dauer der Regelstudienzeit, aufgebraucht ist. Genauere Informationen zu Studienguthaben, Langzeitstudiengebühr und einer Befreiung finden sie unter dem Menüpunkt Studienbeginn/Kosten für Studieninteressierte. 

Prüfungsorganisation

Allgemeine Prüfungsordnung

In der Allgemeinen Prüfungsordnung (APO) sind allgemeine und übergreifende Regelungen für fast alle Bachelor- und Masterstudiengänge der Universität Osnabrück enthalten. Die APO stellt eine Rahmenprüfungsordnung dar.

Studiengangsspezifische Prüfungsordnungen

Die studiengangspezifischen Prüfungsordnungen umfassen Regelungen, die nur für diesen bestimmten Studiengang gelten. Bedingungen zum zeitlichen, inhaltlichen und organisatorischen Ablauf eines jeweiligen Studiengangs sind hier festgelegt, d.h. es werden Informationen zu den Studieninhalten sowie zu den Prüfungen gegeben.

Die Prüfungszeit insgesamt stellt vielfach eine Belastung für studierende Eltern dar. Treten dann darüber hinaus unvorhergesehene Ereignisse ein (z. B. Krankheit des Kindes) kann es passieren, dass ein Prüfungstermin nicht wahrgenommen werden kann. Im Rahmen des Workshops "Optimierung der Studien- und Prüfungsorganisation für Studierende unter besonderer Berücksichtigung familiärer Aspekte" wurden Empfehlungen für eine familiengerechte Prüfungsverwaltung (PDF barrierearm) erarbeitet.

Auslandsaufenthalt mit Kind

Ein Auslandsaufenthalt während des Studiums wird von Studierenden als durchaus reizvoll wahrgenommen und ist in vielen Studienfächern für den erfolgreichen Abschluss erforderlich. Gleichzeitig soll ein Auslandsaufenthalt die späteren beruflichen Chancen verbessern und wertvolle Erfahrungen liefern. Der Entschluss, einen Teil des Studiums im Ausland zu verbringen, bringt eine Menge an Vorbereitung mit sich. Auch für Studierende mit Kind kann es eine wertvolle Erfahrung sein. Studierende, die sich entschließen, mit Kind einen Auslandsaufenthalt zu planen, können sich an das International Office wenden.

Paare im Übergang

Am Ende des Studiums verändern sich gewohnte Lebensarrangements. Die relative Sicherheit des studentischen Zusammenlebens mit einer Partnerin oder einem Partner weicht einer eher ungewissen Zukunft. Wie kann der erfolgreiche Berufseinstieg gelingen und gleichzeitig die Beziehung als stärkende Ressource dienen? Der Strategieworkshop »Paare im Übergang« des Gleichstellungsbüros bietet Studierenden die Möglichkeit ihre gesellschaftlichen und persönlichen Vorstellungen zur familiären und beruflichen Lebensplanung zu reflektieren sowie Vorstellungen einer egalitären Elternschaft zu entwickeln. Ein wichtiges Element der Workshops ist der Austausch mit regionalen Unternehmen. Die Studierenden erhalten so einerseits einen Einblick in die unternehmerische Sicht und werden gleichzeitig für eine gute Planung der eigenen Karriere sensibilisiert.

Weitere Termine werden unter Aktuelles bekanntgegeben.

Fit für den Start ... und das Baby kann kommen

Die katholische Familienbildungsstätte Osnabrück e.V. bietet Familienkurse für werdende Mütter und Väter ab dem 4. Schwangerschaftsmonat. Die Kurse sollen die werdenden Eltern auf die erste Zeit mit dem Baby und die daraus entstehenden Veränderungen vorbereiten. Dabei geht es sowohl um Fragen den Alltag betreffend, als auch um rechtliche Aspekte. Durch die Betreuung einer Trainerin oder eines Trainers erhalten Sie Informationen und erlernen praktische Übungen. Der Kurs findet an an vier Terminen vor der Geburt und zwei Terminen nach der Geburt statt.

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten der katholischen Familienbildungsstätte.

Finanzierung des Studiums

Elterngeld

Was ist Elterngeld?

Das Elterngeld ist eine Transferzahlung, die einen Teil des nach der Geburt des Kindes wegfallenden monatlichen Erwerbseinkommens ersetzt und so die Lebensgrundlage junger Familien sichern soll. Auch nicht erwerbstätige Elternteile erhalten einen Mindestbetrag. Für Geringverdienende, Mehrkinderfamilien und Familien mit Mehrlingen wird das Elterngeld entsprechend angepasst. Leistungen nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) müssen nicht zurückgezahlt werden. Maßgebend für die Höhe ist das Nettoeinkommen der letzten zwölf Kalendermonate vor der Geburt des Kindes desjenigen Elternteils, das Elterngeld beantragt.

Wer hat Anspruch auf Elterngeld?

Elterngeld gibt es für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Beamtinnen und Beamte, selbstständige und erwerbslose Elternteile, Studierende und Auszubildende. Neben den leiblichen Eltern können Adoptiveltern, in Ausnahmefällen auch Verwandte bis einschließlich zum dritten Grad, Elterngeld erhalten.

Anspruch auf Elterngeld haben Eltern, die:

  • ihre Kinder nach der Geburt selbst betreuen und erziehen,
  • durchschnittlich nicht mehr als 30 Stunden in der Woche erwerbstätig sind,
  • mit ihren Kindern in einem Haushalt leben und
  • einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben.
Wie muss Elterngeld beantragt werden?

Das Elterngeld muss schriftlich beantragt werden. Jeder Elternteil kann einen Antrag auf Elterngeld stellen. Der Antrag sollte sofort nach der Geburt des Kindes gestellt werden, da rückwirkende Zahlungen nur für die letzten drei Monate vor Beginn des Monats, in dem der Antrag auf Elterngeld eingegangen ist, geleistet werden. In dem Antrag müssen Zahl und Lage der Bezugsmonate festgelegt werden. Antragsformulare gibt es bei den Elterngeldstellen, bei Gemeindeverwaltungen, Krankenkassen und Krankenhäusern mit Entbindungsstation oder im Netz. Zuständig für die Ausführung des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes sind die von den Landesregierungen bestimmten Stellen. In Niedersachsen ist es die Gemeinde oder die Stadt, in Ausnahmefällen der Landkreis.

Wie lange kann Elterngeld bezogen werden?

Am 1. Januar 2015 ist das Gesetz zur Einführung des ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit in Kraft getreten. Die Regelungen zum ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit gelten für Geburten ab dem 1. Juli 2015. Seit diesem Zeitpunkt können Eltern zwischen dem Bezug von (Basis-) Elterngeld und Elterngeld Plus wählen oder beides kombinieren.

Das Basiselterngeld kann nur in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes bezogen werden. Der Bezug von ElterngeldPlus ist auch über den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus möglich. Dabei können Eltern das ElterngeldPlus doppelt so lange bis maximal zur Hälfte des Elterngeldanspruchs erhalten, der dem Elternteil ohne Einkommen nach der Geburt zustünde: ein Basiselterngeldmonat wird zu zwei ElterngeldPlus-Monaten.

Ein Elternteil kann höchstens für zwölf Monate (Basis-)Elterngeld beantragen. Anspruch auf zwei weitere Monate haben Eltern, wenn auch das andere Elternteil Zeit für die Kinderbetreuung aufwendet und dafür seine Arbeitszeit für diese Zeit auf höchstens 30 Stunden wöchentlich reduziert (Partnermonate). Zusammen können Eltern dann bis zu 14 Monate Elterngeld beziehen. Mit Ausnahme der Partnermonate können Eltern die Bezugsdauer des Elterngeldes frei unter sich aufteilen, das heißt, sie können Elterngeld nacheinander oder auch gleichzeitig beziehen. Bei gleichzeitigem Bezug verringert sich die Bezugsdauer von 14 Monaten entsprechend.

Bei Bezug von ElterngeldPlus können sich Elternteile monatlich nur die Hälfte des zustehenden Elterngeldes auszahlen lassen und dadurch die Bezugsdauer auf die doppelte Anzahl der Monate verlängern. Auch die Zuschläge für Geschwisterkinder und Mehrlinge werden für den verlängerten Zeitraum halbiert.

Kindergeld

Wer hat Anspruch auf Kindergeld?

Mit der Geburt des Kindes entsteht ein Anspruch auf Kindergeld, unabhängig von der Höhe des Einkommens der Eltern. Das Kindergeld ist nach der Anzahl der in der Familie lebenden Kinder gestaffelt. Ab Vollendung des 18. Lebensjahres des Kindes wird Kindergeld nur unter bestimmten Bedingungen, wie z. B. Aufnahme einer Ausbildung, gezahlt. Seit Januar 2007 in der Regel längstens bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, auch wenn das Kind die Ausbildung zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen hat. Anspruchsberechtigt sind die Personen, in deren Obhut sich das Kind befindet. Leben beide Eltern (in Ehe bzw. in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft) mit dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt, müssen sie entscheiden, wer von beiden das Kindergeld beziehen wird. Auch Großeltern können das Kindergeld beziehen, sofern sie mit im Haus leben und die Eltern der Übertragung zustimmen. Vorteile hat dieses Verfahren, wenn die Großeltern noch für andere Kinder (drei oder mehr) im eigenen Haushalt Kindergeld beziehen, weil das Enkelkind dann als zusätzliches Kind gezählt wird und sich somit der Betrag erhöht. Das Finanzamt prüft bei der Erstellung Ihres Steuerbescheides von sich aus, ob der steuerliche Kinderfreibetrag für Sie günstiger ist. Dieser kommt erst bei einem recht hohen Einkommen der Eltern in Betracht.

Weitere Informationen

Was ist der Kinderzuschlag?

Geringverdienende erhalten unter bestimmten finanziellen Voraussetzungen einen zeitlich unbegrenzten Kinderzuschlag. Er wird nur auf Antrag und nicht rückwirkend gezahlt und wird nicht auf das Kindergeld angerechnet. Individuelle Beratung und die entsprechenden Formulare erhalten Sie bei der Familienkasse.

Wo können das Kindergeld und der Kinderzuschlag beantragt werden?

Das Kindergeld und der Kinderzuschlag sind bei den Familienkassen der Agentur für Arbeit bzw. des öffentlichen Dienstes schriftlich zu beantragen. Der Antrag ist ausgefüllt und unterschrieben, gemeinsam mit einer Geburtsurkunde des Kindes, bei der Familienkasse einzureichen.

BAföG

Was verändert sich bei der Beantragung von BAföG für studierende Eltern?

Bafög § 14b besagt, dass sich für Studierende, die mit mindestens einem eigenen Kind, welches das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, in einem Haushalt leben, der Bedarf um monatlich 130 Euro für jedes der Kinder erhöht. Der Zuschlag wird für denselben Zeitraum nur einem Elternteil gewährt. Sind beide Elternteile nach diesem Gesetz dem Grunde nach förderungsfähig und leben in einem gemeinsamen Haushalt, bestimmen sie untereinander die bzw. den Berechtigte*n.

Kann die BAföG-Förderungsdauer für Studierende mit Kind verlängert werden?

Für studierende Eltern sieht das BAföG (§ 15) eine Verlängerung der Förderungsdauer vor. So kann für werdende Mütter die Zeit der Schwangerschaft und für beide Elternteile die Zeit der ersten Lebensjahre angerechnet werden. Für die Zeit der Schwangerschaft und Geburt wird die Förderungsdauer für Studentinnen um ein Semester verlängert. Diese Förderung ist in der Regel rückzahlungsfrei. Auch die Förderung über die Höchstförderungsdauer hinaus wird in der Regel voll bezuschusst.

Bekomme ich auch in einem Urlaubssemester BAföG?

Während eines Urlaubssemesters besteht kein Anspruch auf BAföG.

Nach Ablauf von 5 Jahren nach dem Bezug von BAföG wird die Rückzahlung fällig. Befinden Sie sich gerade nicht in einem Beschäftigungsverhältnis, ist ein Aufschub möglich. Dieser muss beantragt werden. Unter bestimmten Umständen gibt es einen Teilerlass bei der Rückzahlung der Fördersumme:

 

  1. Wenn Sie zu den 30 Prozent Besten gehören
  2. Wenn Sie vorzeitig fertig werden
  3. Wenn Sie die Summe auf einmal zurückzahlen

Zur Beratung Ihres persönlichen Falles wenden Sie sich bitte an das zuständige BAföG-Amt.

Weitere Informationen

ALG II (Hartz IV)

Information und Beratung

Studentenwerk Osnabrück
Sozialberatung
Kristin Delfs
Sedanstraße 1
Telefon: +49 541 969 2580
sozialberatung@sw-os.de

Antragstellung

Stadt Osnabrück
Fachdienst Leistungen zum Lebensunterhalt
Stadthaus 2
Natruper-Tor-Wall 5
49076 Osnabrück
Tel: +49 541 181770
sozialamt@osnabrueck.de

Können Studierende ALGII oder Sozialgeld beantragen?

Grundsätzlich können Studierende keine Regelleistungen nach dem ALGII (SGBII) oder der Sozialhilfe (SGBXII) beziehen, da sie sich in einer dem Grunde nach BAföG-förderungsfähigen Ausbildung befinden. Trotz des generellen Leistungsausschlusses gibt es Situationen, in denen Studierende und/oder deren Kinder dennoch Leistungen erhalten können. Alleinerziehende haben in der Regel einen Anspruch auf „Mehrbedarfe für Alleinerziehende“ . Für das Kind kann darüber hinaus Sozialgeld beantragt werden. ALGII setzt sich zusammen aus den Regelleistungen, den eventuell zu leistenden Mehrbedarfen und angemessenen Kosten für die Unterkunft (Miete + Nebenkosten + Heizung).

ALGII und Beurlaubung

Bei Feststellung einer Bedürftigkeit haben Studierende während der Zeit ihrer Beurlaubung einen Anspruch auf ALGII. Hinweis: Elterngeld wie auch Kindergeld wird seit Anfang 2011 bedarfsmindernd auf den ALGII -Bezug angerechnet! Eine Ausnahme besteht, wenn vor Bezug des Elterngeldes ein Einkommen aus Erwerbstätigkeit bestanden hat. Dazu ein Beispiel:

Wurde in den zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes eine geringfügige Beschäftigung mit einem durchschnittlichen Einkommen von 250 Euro monatlich erzielt, so würde bei Auszahlung des Elterngeldes von 300 Euro (Mindestbetrag) ein Betrag von 250 Euro anrechnungsfrei bleiben. Befinden sich die Eltern also nach der Kindesgeburt in Hartz IV Bezug, würden von den 300 Euro nur 250 Euro auf den Regelsatz angerechnet. Die genaue Rechtslage ist § 10 Abs. 5 BEEG zu entnehmen.

ALGII im Härtefall

In besonderen Härtefällen kann ein ALGII-Anspruch auf Darlehensbasis geltend gemacht werden.

Mehrbedarf/finanzielle Hilfen

Bei Vorliegen von nicht ausbildungsbedingten Bedarfen, wie zum Beispiel einer Schwangerschaft oder der Tatsache, alleinerziehend zu sein, kann ein Mehrbedarf beantragt werden. Auch können über einmalige finanzielle Hilfen verschiedener Stiftungen (z. B. Bundesstiftung Mutter und Kind) einmalige Unterstützungsleistungen beantragt werden zur Finanzierung von Kinderwagen und Co.

Einmalige Beihilfen

Leistungen wie zum Beispiel die Erstausstattung mit Möbeln (Kinderbett, Wickelauflage, Kinderwagen) und Bekleidung für Mutter (Umstandskleidung) und Kind (Strampler und Co.), werden gewährt, wenn der Bedarf aus eigenen Mittel nicht gedeckt werden kann. Hinweis: Der Erhalt von Regelleistungen ist keine Voraussetzung für eine Beantragung einer einmaligen Beihilfe!

Sozialgeld

Da Kinder von Studierenden bis zum 15. Lebensjahr schulpflichtig sind, können Eltern den Anspruch auf Sozialgeld für sie geltend machen. Ab dem 15. Lebensjahr wiederum haben Kinder einen eigenen Anspruch auf Arbeitslosengeld II.

Stipendien

Für Studierende mit Kind besteht die Möglichkeit bei Gewährung eines Stipendiums zusätzliche Förderung für Kinder zu erhalten. Zahlreiche Stipendiengeber*innen berücksichtigen die Herausforderungen für studierende Eltern und unterstützen diese besonders. Mehr Informationen zu Stipendien für Studierende

Madame Courage

Das Förderprogramm Madame Courage Osnabrück ist ein Kooperationsprogramm, das vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF e.V.) getragen und von den Gleichstellungsbüros der Universität Osnabrück und der Hochschule Osnabrück unterstützt wird. Das Förderprogramm richtet sich an alleinerziehende Studierende, denen keine anderen finanziellen Ressourcen zur Verfügung stehen, durch eine zeitlich befristete Förderung (max. zwei Semester) am Ende der Studienzeit als eine Studienabschlussförderung. Antragsberechtigt sind alleinerziehende Studierende der Universität Osnabrück und der Hochschule Osnabrück:

 

  • in der Regel mit Wohnsitz in Stadt oder Landkreis Osnabrück
  • ohne ausreichendes Einkommen und Vermögen
  • ohne Anspruch auf anderweitige Förderungen und Unterstützung
  • kurz vor Ende des Studiums mit Aussicht auf Studienabschluss

Die Förderungsdauer beträgt bis zu zwei Semester. Die finanzielle Unterstützung orientiert sich an der Höhe der Bundesausbildungsförderung. Die Antragstellung ist nur bei der Schwangerenberatung des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. Osnabrück möglich. Termine werden nach telefonischer Vereinbarung vergeben. Ein Rechtsanspruch auf finanzielle Förderung aus dem Programm Madame Courage Osnabrück besteht nicht.

Kinderbetreuungskosten

Grundsätzlich besteht für Eltern, die ihre Kinder in Kindertageseinrichtungen und in der Tagespflege betreuen lassen, die Möglichkeit, die Übernahme der Kosten für die Betreuung zu beantragen. Die Bewilligung eines solchen Antrages richtet sich nach der Höhe des Einkommens. Aus § 90 Absatz 3 und 4 des Sozialgesetzbuches Achtes Buch (SGB VIII) ergibt sich die Beteiligung der Eltern an den Kosten. Die Stadt Osnabrück stellt einen Rechner zur Übernahme der Kosten für Kindertagesstätten und Tagespflegeeinrichtungen bereit. Seit August 2007 besteht in Niedersachsen Kostenfreiheit für das Kindergartenjahr vor der Einschulung. Die Befreiung von den Gebühren (ohne Essensgeld) wird ohne Antrag gewährt. Die Eltern brauchen für das letzte Kita-Jahr keine Auskünfte über ihr Einkommen mehr zu erbringen.

Rechtliche Aspekte

Mutterschutz

Für wen gilt das Mutterschutzgesetz?

Das Mutterschutzgesetz gilt für alle (werdenden) Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Auch auf Frauen in sozialversicherungsfreien Arbeitsverhältnissen (geringfügige Beschäftigung) findet das Mutterschutzgesetz grundsätzlich Anwendung. Für eingeschriebene Studentinnen ohne einen Nebenjob/Minijob etc. gilt das Gesetz infolge nicht. Seit Mai 2016 gilt eine neue Regelung: Der gesetzliche Mutterschutz wird ausgeweitet und soll auch für Schülerinnen und Studentinnen gelten. Dies sieht der Gesetzentwurf von Familienministerin Manuela Schwesig vor, den das Bundeskabinett gebilligt hat. Darin steht auch, dass für Frauen, die ein behindertes Kind zur Welt gebracht haben, eine längere Schutzfrist von zwölf Wochen eingeführt werden soll.

Kern der Reform ist indes eine sogenannte Opt-out-Regelung, nach der Studentinnen und Schülerinnen etwa für Klausuren, Prüfungen, Hausarbeiten oder Pflichtveranstaltungen Ausnahmen beantragen könnten. Die Betroffenen entscheiden also selbst, ob sie Schutz beanspruchen oder nicht. Entscheiden sie sich während des Mutterschutzes gegen eine Prüfung oder eine Hausarbeit, darf das für sie nicht zum Nachteil sein.

Was steht Wichtiges drin?

Für werdende Mütter in einem Arbeitsverhältnis gelten Schutzfristen für den Zeitraum vor und nach der Entbindung. Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor der Entbindung und endet im Normalfall acht Wochen, bei medizinischen Frühgeburten oder bei Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung. Ab sechs Wochen vor der Geburt ihres Kindes darf die werdende Mutter nur noch dann beschäftigt werden, wenn sie selbst ausdrücklich erklärt hat, dass sie weiterarbeiten möchte. Es steht ihr frei, diese Entscheidung jederzeit zu widerrufen. Während der Schutzfrist nach der Entbindung besteht ein absolutes Beschäftigungsverbot. In dieser Zeit dürfen Frauen auch dann nicht beschäftigt werden, wenn sie dazu bereit wären.

Was sind Mutterschaftsleistungen?

Alle werdenden Mütter, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, haben Anspruch auf

  • Ärztliche Betreuung und Hebammenhilfe
  • Versorgung mit Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmitteln
  • Entbindung
  • Häusliche Pflege
  • Haushaltshilfe
  • Mutterschaftsgeld

Bedürftige, nicht erwerbsfähige werdende Mütter, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, erhalten Mutterschaftsleistungen über die Sozialhilfe.

Was ist Mutterschaftsgeld?

Frauen, denen während der Mutterschutzfrist kein Arbeitsentgelt gezahlt wird, erhalten das Mutterschaftsgeld als finanziellen Ausgleich. Studierende haben in der Regel keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld, es sei denn, sie stehen in einem Arbeitsverhältnis nach Mutterschutzgesetz.

Kinderbetreuung

Wie sind die rechtlichen Regelungen zur Kinderbetreuung?

Die rechtlichen Regelungen zur Kinderbetreuung sind in Sozialgesetzbuch Acht (SGB VII) festgeschrieben und besagen u. a. Folgendes: Seit dem 1. August 2013 hat jedes Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Vor der Vollendung des ersten Lebensjahres ist das Kind in einer Einrichtung oder in Kindertagespflege zu fördern, wenn die Erziehungsberechtigten

a. einer Erwerbstätigkeit nachgehen, eine Erwerbstätigkeit aufnehmen oder Arbeit suchend sind,

b. sich in einer beruflichen Bildungsmaßnahme, in der Schulausbildung oder Hochschulausbildung befinden.

Wo kann ich mein Kind betreuen lassen?

Die Stadt Osnabrück bietet verschiedene Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Bei der Stadt Osnabrück finden Sie sämtliche Kindertagesstätten und Horte, aufgelistet nach Stadtteilen. Das Studentenwerk Osnabrück ist Träger von drei Kindertageseinrichtungen in Osnabrück. Im Auswahlverfahren dieser Einrichtungen findet die Universitätszughörigkeit (von Studierenden und Beschäftigten) Berücksichtigung.

Wo und wann muss der Antrag auf Aufnahme in einer Kindertagesstätte gestellt werden?

Das Kindertagesstättenjahr beginnt jeweils am 1. August des Jahres, meist jedoch mit ein bis zwei Wochen Verzögerung wegen der Sommerferien. Ein Aufnahmeantrag sollte so früh wie möglich (spätestens sechs Monate, besser noch zwölf Monate) vor Beginn des Kindertagesstättenjahres gestellt werden. Die Fristen sind jedoch von Einrichtung zu Einrichtung verschieden, weil einige Kindertagesstätten eine Warteliste führen, andere wiederum ihr Plätze nach Bedarfskriterien vergeben. Die entsprechenden Formulare erhalten Sie in den jeweiligen Einrichtungen.

Alleinerziehende

Gelten für Alleinerziehende besondere Regeln beim Elterngeld?

Alleinerziehende, die das Elterngeld zum Ausgleich wegfallenden Erwerbseinkommens beziehen, erhalten die vollen 14 Monate Elterngeld. Voraussetzung ist, dass dem Elternteil die alleinige Sorge oder zumindest das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Kind allein zusteht und das andere Elternteil weder mit ihm noch mit dem Kind in einer gemeinsamen Wohnung lebt.

Ausweitung des Unterhaltsvorschusses

Künftig soll der Unterhaltsvorschuss bis zum 18. Lebensjahr gezahlt werden, die maximale Bezugsdauer von 72 Monaten soll entfallen. Inkrafttreten wird die Reform zum 1. Juli 2017.
Weitere Informationen

Was ist der Unterhaltsvorschuss und wer kann diesen beantragen?

Der Unterhaltsvorschuss ist als Hilfe für Alleinerziehende gedacht und dient der Sicherstellung des Unterhalts von minderjährigen Kindern, wenn ein unterhaltspflichtiges Elternteil keinen oder zu wenig Unterhalt für das Kind zahlt. In diesem Fall tritt die zuständige Unterhaltsvorschusskasse zunächst in Vorleistung. Die Unterhaltsansprüche des Kindes gehen dann in Höhe des gezahlten Unterhaltsvorschusses auf den Staat über, der sich die verauslagten Geldleistungen vom unterhaltspflichtigen Elternteil erstatten lässt. Der alleinerziehende Elternteil muss mindestens 600€ verdienen und darf nicht auf das Sozialgesetzbuch II angewiesen sein. 

Diese finanzielle Hilfe erhält ein Kind, wenn es

  • in Deutschland einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat und
  • hier bei einem alleinerziehenden Elternteil lebt und
  • von dem anderen Eltern teil nicht oder nur teilweise oder nicht regelmäßig Unterhalt in Höhe des gesetzlichen Mindestunterhalts gemäß § 1612a Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch erhält

Kinder von bis zu 5 Jahren erhalten monatlich 150 Euro, Kinder von 6 bis 11 Jahren erhalten monatlich 201 Euro und Kinder von 12 und 17 Jahren erhalten monatlich 268€.
Ausländischen Kindern werden Unterhaltsvorschussleistungen gezahlt, wenn ihr Aufenthalt in Deutschland voraussichtlich dauerhaft ist. Wer eine Niederlassungserlaubnis besitzt, erfüllt diese Voraussetzungen ohne weiteres. Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich wie der Unterhalt nach dem für die betreffende Altersstufe festgelegten gesetzlichen Mindestunterhalt.

Wie kann Unterhaltsvorschuss beantragt werden?

Der Unterhaltsvorschuss muss schriftlich beantragt werden. Zuständig für die Antragsbearbeitung und Auszahlung des Unterhaltsvorschusses ist das Jugendamt. Den Antrag auf Unterhaltsvorschuss für Niedersachsen finden Sie zum Beispiel auf den Seiten des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration. Den ausgefüllten und unterschriebenen Antrag können Sie an das zuständige Jugendamt schicken. Dem Antrag ist das unterschriebene Merkblatt beizufügen.

Wer bekommt das Kindergeld für Kinder von Alleinerziehenden?

Das Kindergeld wird an den alleinerziehenden Elternteil ausgezahlt. Der unterhaltspflichtige Elternteil kann jedoch seine Unterhaltszahlungen um die Hälfte des Kindergeldes kürzen.

Pflegende Angehörige

Wenn plötzlich Pflegebedürftigkeit eintritt, verändert sich das tägliche Leben aller Beteiligten von einem auf den anderen Tag grundlegend. Sowohl Betrofffene als auch Angehörige sind auf eine solche Situation oft nicht vorbereitet. Daher ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Tatsache, dass ein Familienmitglied pflegebedürftig wird, ist eine schwierige Situation, die die Angehörigen oftmals überfordert und eine psychische Belastung mit sich bringt. Darüber hinaus müssen sie sich in kurzer Zeit mit einer Vielfalt von Informationen auseinandersetzen. Dabei stellt sich auch die Frage, inwieweit die Pflege von Angehörigen übernommen werden kann. Übernimmt man einen Teil der Aufgaben selbst, wird dies Veränderungen im familiären wie beruflichen Leben mit sich bringen.
Die Universität möchte Sie auch hier bei der Vereinbarkeit von Studium/Beruf und Familie unterstützen. Auf dieser Seite finden Sie viele Informationen und Adressen von regionalen Anlaufstellen. Darüber hinaus beraten wir Sie individuell zur Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie.

Checkliste für Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen

Im Familienbündnis entwickelt soll Ihnen die Checkliste dabei helfen, einen Überblick und eine Struktur in die Informationsflut zu bringen. Sie kann Ihnen die Arbeit abnehmen beziehungsweise Ihnen dabei unter die Arme greifen, nach den hilfreichsten Broschüren zu suchen. Die Checkliste enthält Links zu den relevanten Einrichtungen und empfehlenswerten Broschüren. Für eine Zusendung der Checkliste in digitaler Form wenden Sie sich an Christine Kammler vom Familien-Service.

Die nachstehende Liste enthält analog zu den verlinkten Anhängen der Checkliste ebenfalls alle von uns empfohlenen Service-Portale und Broschüren. Liegt Ihnen also eine gedruckte Version vor, werden Sie trotzdem fündig.

Die Broschüren der Bundesministerien sind jeweils zum Download sowie zur kostenfreien Bestellung!

Ansprechpartnerin

Christine Kammler, M.A.

Tel.: +49 541 969-4686
christine.kammler@uos.de

Raum: 52/509
Gleichstellungsbüro
Neuer Graben 7/9
49074 Osnabrück

Sprechzeiten: nach Vereinbarung