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Mentoring-Programm für Postdocs

 

Das 12-monatige Programm "Gemeinsam auf dem Weg zur Professur" richtet sich an qualifizierte Postdoktorand*innen aller Fachbereiche, die eine Professur bzw. eine verantwortungsvolle Funktion in der Wissenschaft anstreben. Angesprochen sind auch Postdocs, die sich mit Blick auf die berufliche Laufbahn innerhalb oder außerhalb der Wissenschaft noch in der Orientierungsphase befinden. Frauen sowie Erstakademiker*innen, d.h. Personen, deren Eltern nicht studiert haben, sind besonders zur Bewerbung eingeladen.

Das Programm umfasst die Komponenten One-to-One Mentoring, Peer Mentoring & Vernetzung, Workshops & Diskussionsveranstaltungen sowie Begleitprogramm & Supervision.

Start des Mentoring-Programms für Postdocs 2024/5

Das nächste Mentoring-Programm für Postdocs "Gemeinsam auf dem Weg zur Professur" beginnt im Mai 2024 (Vorbereitungsphase ab April 2024).

Die Bewerbungsfrist ist am 24. Januar abgelaufen. Wir freuen uns auf dem Programmstart im Mai!

Postdocs sind leistungsstark in Forschung und Lehre, gleichzeitig sind sie mit vielfältigen Anforderungen, hohem Wettbewerb, unsicheren Beschäftigungsverhältnissen und unklaren beruflichen Perspektiven konfrontiert. Darüber hinaus befinden sie sich häufig in einer von grundlegenden privaten Entscheidungen und Veränderungen geprägten Lebensphase. Insbesondere Frauen und Erstakademiker*innen stellen in dieser Zeit trotz ihres großen Potenzials für sich eine Zukunft in der Wissenschaft in Frage.
Das Mentoring-Programm für Postdocs hat zum Ziel, qualifizierte Wissenschaftler*innen in dieser Phase nach der Promotion auf ihrem Karriereweg und bei ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten und zu fördern. Vor diesem Hintergrund bietet das Mentoring-Programm individuelle Unterstützung bei der Konkretisierung beruflicher Perspektiven, Möglichkeiten für die Kompetenzentwicklung und Räume für Vernetzung, kollegiale Unterstützung und vertraulichen Erfahrungsaustausch sowohl mit beruflich erfahreneren als auch mit Personen derselben Qualifikationsstufe.

Langfristig soll das Programm dazu beitragen, die Chancengerechtigkeit im Wissenschaftssystem, insbesondere mit Blick auf die Diversitätsdimensionen Geschlecht und Bildungsherkunft, zu stärken. Dies soll auf zwei Ebenen passieren: Zum einen durch die Förderung von Personen, die im Wissenschaftssystem strukturell benachteiligt werden und zum anderen durch eine Schärfung des Diversitätsbewusstseins und der Kenntnis struktureller Ungleichheiten bei zukünftigen Führungskräften. 

One-to-One Mentoring

Basierend auf den Wünschen der Mentees werden vonseiten der Hochschulleitung und der Projektleitung erfahrene Führungskräfte von Hochschulen und anderen Einrichtungen aus dem In- und Ausland als Mentor*innen gewonnen. Inhalt und Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit bestimmen die Tandems selbst. Mögliche Themen sind z.B. Karriereplanung, informelle Spielregeln in der Wissenschaft und Vereinbarkeit.

Im Vorbereitungsworkshop am 12. April 2024 werden wir uns unter anderem mit der Suche nach und Wahl der Mentor*innen beschäftigen. Danach startet die Mentor*innen-Akquise und das Zusammenführen der Tandems. In einem Erstgespräch können die Tandems sich kennenlernen und gegenseitige Erwartungen klären. Der Matching-Prozess ist abgeschlossen, sobald Mentee und Mentor*in sich nach dem Erstgespräch dazu entschieden haben, gemeinsam als Mentoring-Tandem für die Dauer der Programmlaufzeit zu arbeiten.

Detaillierte Hinweise und Anregungen zur Gestaltung der One-to-One Mentoring-Beziehung finden Sie hier. (PDF, 330 kB)


Peer Mentoring & Vernetzung  

Das Peer Mentoring ist ein regelmäßiger, selbstorganisierter Austausch innerhalb der Mentee-Gruppe. Eine wechselseitige Unterstützung bei aktuellen Fragen und Herausforderungen der Postdoc-Phase wird durch die Methode der Kollegialen Beratung ermöglicht. Das Veranstaltungsprogramm umfasst eine Einführung in diese Methode.
Darüber hinaus kann auch ein informeller Austausch, z.B. in Form eines Stammtisches, stattfinden.
Die von der Gruppe mitgestalteten themenbezogenen "Netzwerkabende" ermöglichen allen Mentees sowohl miteinander als auch mit den Mentor*innen und ggf. mit weiteren eingeladenen Gästen ins Gespräch zu kommen. Die Themen für die Netzwerkabende wählen die Mentees entsprechend der Bedarfe und Interessen in der Gruppe.


Workshops & Diskussionsveranstaltungen 

Die Workshops mit qualifizierten Trainer*innen sowie Diskussionsveranstaltungen mit erfahrenen Persönlichkeiten unterstützen bei der Karriereplanung, geben Impulse für die Kompetenzentwicklung und eröffnen Einblicke in karriererelevante Themen. Dies schließt die kritische Reflexion von Ungleichheiten und strukturellen Barrieren im Wissenschaftssystem mit ein.


Begleitprogramm & Supervision

Das Begleitprogramm umfasst die Vorbereitung des One-to-One Mentorings und die Reflexion der damit verbundenen individuellen Ziele zu Beginn, nach der Hälfte und zum Abschluss des Programms.

Darüber hinaus wird das Peer Mentoring supervisorisch begleitet und unterstützt. Im Fokus der Gruppensupervision stehen die Reflexion und bedarfsorientierte Gestaltung der Zusammenarbeit in einer diversen Gruppe. Dabei stärken die Teilnehmer*innen ihre Fähigkeit, Gruppenprozesse in heterogenen Teams zu verstehen und konstruktiv zu gestalten. Die Gruppensupervision wird in diesem Programmdurchlauf von der Coach und Supervisorin (DGSv / DGSF) Dr. Nadyne Stritze durchgeführt.

Nadyne Stritzke, Dr. phil., ist zentrale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte und Leiterin der Stabsabteilung Büro für Chancengleichheit an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Beraterin (DGSF), Supervisorin/Coach (DGSv), Redaktionsmitglied der Zeitschrift Supervision. Mensch. Arbeit. Organisation, Vorstandmitglied und Ausbildungsleiterin am Institut für Analytische Supervision Düsseldorf (ASv).

  • Institutionelle Anbindung an die Universität Osnabrück
  • Interesse an interdisziplinärem Austausch, Vernetzung und kollegialer Unterstützung unter Postdocs verschiedener Erfahrungsstufen
  • Bereitschaft, sich aktiv in die Gestaltung des Mentoring-Programms und die Zusammenarbeit in der Gruppe einzubringen und ca. 1-2 Tage pro Monat in das Programm zu investieren

Ein wesentlicher Faktor für die Wirksamkeit der Programme ist die Eigenverantwortung und das Engagement der teilnehmenden Mentees. Im Interesse der Gesamtgruppe legen wir Wert auf eine Teilnahme an möglichst vielen Veranstaltungen des Programms. Termine finden Sie in der Programmübersicht (PDF, 196 kB). Eine verbindliche Zusage für den Vorbereitungsworkshop am 12. April 2024 und den Auftaktworkshop am 23. und 24. Mai 2024 (beides in Präsenz) ist Voraussetzung für die Aufnahme.

Die Aufnahme erfolgt auf der Grundlage einer schriftlichen Bewerbung und eines Auswahlgesprächs mit der Programmkommission.

Für die schriftliche Bewerbung reichen Sie bitte den ausgefüllten Bewerbungsbogen (PDF, 344 kB) sowie einen aktuellen Lebenslauf mit Angaben zu Publikationen und Lehrtätigkeiten in einem PDF per E-Mail bis zum 24. Januar 2024 (Fristverlängerung) an mentoring@uni-osnabrueck.de ein. Ein separates Motivationsschreiben ist nicht notwendig.
Die Gespräche mit den Mitgliedern der Kommission werden zwischen Mitte Februar und Mitte März 2024 stattfinden. Einladungen erfolgen nach Ablauf der Bewerbungsfrist.

Die Programmkommission besteht aus der Projektleitung, einem Mitglied der Steuerungsgruppe der Mentoring-Programme für Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen (Vizepräsidentin für Internationales, Diversität und Wissenschaftliche Qualifikation, Leiter des Dezernats 7 Hochschulentwicklungsplanung und Gleichstellungsbeauftragte der Universität Osnabrück) sowie aus Hochschullehrenden des wissenschaftlichen Beirats des ZePrOs

Im Sinne der Förderung von Chancengerechtigkeit im Wissenschaftssystem möchten wir Frauen sowie Erstakademiker*innen besonders einladen, sich zu bewerben. Vor dem Hintergrund, dass Wissenschaftlerinnen weiterhin strukturell benachteiligt und Frauen auf Führungsebenen deutlich unterrepräsentiert sind, wird angestrebt, den größeren Anteil der Plätze an weibliche Teilnehmerinnen zu vergeben. Grundsätzlich werden Personen mit nicht-akademischem Hintergrund bei gleicher Qualifikation bevorzugt aufgenommen. 

Für die Teilnahme am Mentoring-Programm wird als Zuschuss zu den Programmkosten ein Teilnahmebeitrag von 175 EUR erhoben. Eine Ratenzahlung ist möglich.

Applications in English are welcome. However, while the One-to-One Mentoring can be held in English, the other elements of the program are held in German. Therefore, sufficient German language skills to allow active participation are required. 

Bei Fragen zum Programm oder zum Bewerbungsprozess wenden Sie sich gerne an die Projektleiterin Dr. Marie-Kathrin Drauschke.

Projektleitung Mentoring-Programm für Postdocs

Dr. Marie-Kathrin Drauschke

Tel.: +49 541 9694897
mariekathrin.drauschke@uni-osnabrueck.de

Raum: 52/412
Dezernat 7: Hochschulentwicklungsplanung
Neuer Graben 7-9
49074 Osnabrück