European Law Moot Court

Der European Law Moot Court (ELMC) ist ein seit 1989 jährlich stattfindender internationaler Studentenwettbewerb. Er wird von der European Law Moot Court Society organisiert und ist der weltweit renommierteste und größte Moot Court Wettbewerb auf dem Gebiet des Europarechts. In diesem Wettbewerb wird anhand eines fiktiven Falles ein Verfahren vor dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) simuliert. Dementsprechend sind die Verfahrenssprachen Englisch und Französisch.

Der Lehrstuhl von Prof. Dörr ist stets auf der Suche nach engagierten Studierenden. Wenn Sie sich für eine Teilnahme am ELMC interessieren, freuen wir uns jederzeit über  Ihre Nachricht.

Teambetreuung

Auch in diesem Jahr vertritt wieder ein Team aus vier Studierenden die Universität Osnabrück beim European Law Moot Court (ELMC). Seit Anfang September erarbeitet das Team in einem fiktiven Verfahren vor dem Gerichtshof der Europäischen Union zwei Schriftsätze in englischer sowie französischer Sprache. Der diesjährige Fall behandelt Rechtsfragen rund um die sexuelle Selbstbestimmung von Minderjährigen, Entschädigungen bei Datenschutzverletzungen sowie die Kapitalverkehrsfreiheit. Sofern die Einreichung des Teams zu den besten 48 Schriftsätzen zählt, qualifizieren sich die Studierenden für ein Regionalfinale, das an einer anderen europäischen Universität stattfinden wird. Dort wird das Team die Universität Osnabrück auch in der mündlichen Verhandlung vertreten.

Das aktuelle Team besteht aus Sara Becher, Juliane Paul,  Coach Hedda Horstick (Dipl. Jur.), Josephine Wehling und Pauline Liesenkötter (Foto v.l.n.r.).

Fünf förmlich gekleidete junge Frauen nebeneinander, im Hintergrund eine Bibliothek
© Felix Hüppe

ELMC-Team für Regionalfinale qualifiziert (19.01.2026)

Das Team der Universität Osnabrück beim European Law Moot Court (ELMC) konnte einen ersten Erfolg für sich verbuchen. Die Schriftsätze der vier Studierenden zählten zu den 48 besten Einreichungen im laufenden Wettbewerb, womit das Team für die nächste Runde qualifiziert ist. Im Regionalfinale in Bratislava (Slowakei) dürfen die Studierenden nun auch in der mündlichen Verhandlung des simulierten Vorabentscheidungsverfahrens vor dem EuGH in die Rollen von Parteivertretungen, Generalanwältinnen und Generalanwälten sowie Kommissionsvertretungen schlüpfen.

Zur Vorbereitung wird das Team in den nächsten Wochen auch in Kanzleien und anderen europäischen Universitäten üben, um sich bestmöglich auf das Regionalfinale vorzubereiten.

Die übrigen Regionalfinals finden in diesem Jahr in Budapest (Ungarn), Bukarest (Rumänien) und Lille (Frankreich) statt. Das jeweils beste Team eines jeden Regionalfinals qualifiziert sich schließlich für das „European Final“ vor dem EuGH in Luxemburg.

Wir wünschen dem Team weiterhin viel Erfolg!

  1. Der Moot Court beginnt mit einem schriftlichen Vorausscheid. Nach der Veröffentlichung des Falles Anfang September, hat das Team zwei Schriftsätze zu erstellen, in denen die Argumentation für den "applicant" und den "defendant" zu entwickeln sind. Die Mitte November eingesandten Schriftsätze der ca. 80-100 Mannschaften werden von internationalen Fachleuten des Europarechts gelesen und bewertet. Die 48 Teams mit der höchsten Punktzahl aus den Schriftsätzen qualifizieren sich für eines von vier Regionalfinals.
  2. Diese vier Regionalfinals finden im Februar in vier verschiedenen Städten in Europa und z.T. auch in Nordamerika statt. Dort präsentieren die Teilnehmer ihre Plädoyers und entweder einen Schlussantrag des Generalanwalts oder die Stellungnahme eines Kommissionsrepräsentanten vor einer Jury aus acht Richtern, bestehend aus Professoren, Richtern, Anwälten und Repräsentanten sonstiger EU-Institutionen, welche als Europäischer Gerichtshof agieren. Von den zwölf Teams jeder Regionalausscheidung qualifiziert sich das beste für das All European Final. Eine Prämierung und damit eine Einladung zum All European Final winkt aber auch dem Team mit den besten Schriftsätzen, sowie den besten Vorträgen als Generalanwalt und Kommissionsrepräsentant.
  3. Das All European Final findet im März in den Gebäuden des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg statt. Hier werden die Plädoyers vor echten Richtern der europäischen Gerichte gehalten. Die Sieger werden in der Regel vom Präsidenten des EuGH geehrt.

  • eine unschätzbare Erfahrung
  • sehr viel Spaß
  • Teamwork / Softskills 
  • interessante internationale Kontakte
  • praktische Erfahrung als Rechtsanwältin/Rechtsanwalt bereits im Studium
  • ein vom LJPA anerkanntes Freisemester
  • einen Seminarschein im Bereich des Europarechts
  • einen Sprachschein für die Schwerpunktbereichsausbildung 
  • Teilnahme macht sich gut in künftigen Bewerbungen möglicherweise auch Praktikumsstelle oder Job: Die Sponsoren des ELMC (EU-Institutionen und Anwaltskanzleien) sind auf Nachwuchssuche

  • Internetseite des  ELMC
  • Erfahrungsberichte von Teilnehmern (z.B. in JURA 1998, 331; JURA 2003, 791; JuS Magazin 2/2005, 6)